Wie hat das Reisen euch verändert?

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5 Antworten

Ich war seit über 20 Jahren weniger als 5 Jahre zu Hause in Deutschland. Beruflich lebte und bereiste ich über 40 Ländern, u.a. USA, Australien, Japan, China, Indien, Qatar, Sibirien, Pakistan, Thailand, Israel, Ägypten, Türkei, Kuba, Chile, Jordanien, Äthiopien, Bahrein, Brasilien, Saudi Arabien, und in fast allen europäischen Ländern. Ich war fast immer lange genug(3-9Monate) in einem Land, um es von fast allen Seiten her kennenzulernen. Das heisst vom Hilfsarbeiter bis zum hohen Managment. Vom 5* Hotel bis zu Spelunken.

Was mich verändert hat: ich kann mich in 4 Fremdsprachen recht anständig unterhalten. Grundkenntnisse in in ein paar weiteren Sprachen.

Ich bin selbstsicherer geworden, mich kann kaum noch etwas aus der Ruhe bringen, ich habe den Glauben an seriöse unabhängige und unparteiische Pressearbeit verloren. Ich muss mich immer wieder wundern, wie leicht die Deutschen (oder auch andere westliche Länder) beinflusbar sind. Wie schnell sie Klischees für voll nehmen und diese verbreiten über Länder, die sie selber nicht kennen.

Und ich habe erkannt, wie schön es in Deutschland ist, wie gut wir es haben und wie gerne ich dort lebe (wenn mich auch die negativen Zuwanderungs - und Merkel Kritiker doch manchmal mit ihren dummen Sprüchen nerven, bzw. ich mich für sie auch schäme). Trotz gutem Verdienst kotzen mich Status Güter an. Ich verachte Luxus.

Hallo

Ich habe die Welt schon mehrmals bereist und kenne verschiedene Kulturen und Länder.

Am meisten hat sich meine Lebenseinstellung geändert , als ich freiwillig im Kosovo Krieg in einem Flüchtlingslager geholfen habe . Wenn man sieht was Krieg wirklich heißt ,schätzt meine seine Sicherheit hier ganz anders . So auch in vielen anderen Lebensbereichen.

Und eins kann ich auch bestättigen , das kein Land sich so verrückt macht , was das Arbeiten betrifft .

Ich denke ich könnte schon fast ein Buch über deine Frage  schreiben .

Mein Fazit ist  das Menschen , bevor sie sich beschweren oder urteilen , erst selbst mal ein Bild von der Welt machen sollten .

Am meisten schätze ich die Gastfreundschaft , die mir in allen Ländern entgegen gebracht wurde. Ich habe mich aber auch natürlich vorab immer über dieses Land informiert und angepasst . Und leider habe ich auch immer wieder Deutsche dort getroffen , die den King gespielt haben und ich mich dafür schämen musste .

Lg

casybeny

Es ist eine Unverschämtheit von dir, diejenigen, die kürzer verreisen, so abzuqualifizieren. Und nur mal nebenbei: In einem "Luxushotel" habe ich zuletzt 1996 übernachtet. Das war auf der HIStory-Tour in Bukarest, als Michaels Hotel kaum mehr kostete als das schäbige Hotel ein paar Straßen weiter, in dem wir zuerst waren.

Lege mal deine Vorurteile ab, dann erkennst du vielleicht, dass auch andere Leute "richtig" reisen.

Ich glaube nicht das schiewie83 irgend jemand abzuqualifizieren wollte , oder es ums “richtige“ Reisen geht . Hier geht es um einen ganz anderen Kern.

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@casybeny

@casbeny; das sehe ich genauso. Der Fragesteller wollte ja lediglich differnzieren zwischen z.B. reinem Strandurlaub und Urlaub in denen man Land und Leute kennenlernt. Und das muss also nicht unbedingt Langzeiturlaub sein.

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Ich kann nur für meine Schwester sprechen. 3 Wochen Thailand machten sie echt dankbarer. Sie lernte mit dem was sie hat zufrieden und dankbarer zu sein. Die Menschen dort waren so unbeschwert und 'minimalistisch' glücklich. Sie hat ihren Kauf Konsum sehr eingeschränkt und ist auch friedlicher geworden. :)

Ich war 2010 auf dem Jakobsweg in Spanien.  Da hat man viel Zeit zum Nachdenken... 

Als ich wieder zu Hause war hab ich mein ganzes Leben umgekrempelt,mich von meiner damaligen Verlobten getrennt, mir einen neuen besseren Job gesucht und bin umgezogen. 

Hallo

Hut ab für deinen Weg . Bist du den ganzen Weg gegangen oder nur ein Teil ? Habe schon einiges darüber gelesen und überlege selbst dieses in einiger zeit in Angriff zu nehmen .

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@casybeny

2010 nur 400km... das schwerste war der weg danach, das Leben umzustellen das man glücklich wird. 

2014 dann als  mit meiner Frau als Hochzeitsreise 800 km in 6 Wochen. 


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