Wie hat Charles Darwin zur damaligen Zeit ganz ohne moderne Technik herausgefunden wie die Arten dieser Welt entstanden sind?

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9 Antworten

Durch Beobachtung, nur dass seine Beobachtung makroskopischer statt molekularbiologischer Natur waren. 

Das berühmteste Beispiel sind sicher die "Darwin-Finken" deren Anpassung an das lokale Mikroklima ihrer jeweiligen Inseln Darwin sehr beeindruckt hat. Aber auch seine Untersuchung von Fossilien spielten eine Rolle. Weiters führte er vergleichende Studien an den Skeletten verschiedener Tierarten durch. 

All seine Beobachtungen ließen nur einen Schluss zu: Das damalige Paradigma, dass alle Tiere so wie sie sind von einem Gott erschaffen wurden, war falsch. Es gab nicht nur Veränderungen in der Population (siehe Darwin-Finken), die heute lebenden Tiere hatten Vorfahren aus denen sie sich entwickelten und die teilweise noch andere Charakteristika hatten, welche sich im Laufe der Zeit veränderten. Manche Tierarten starben auch aus ohne Nachkommen zu hinterlassen. Aus all diesem schloss er, dass Tiere sich nicht nur ständig weiterentwickelten, sondern auch, dass es einen Mechanismus gibt welcher entscheidet, ob eine Spezies überlebt oder ausstirbt. Die natürliche Selektion. 

Man muss allerdings sagen, dass er nicht der einzige war, der diese Schlüsse zog. Zu seiner Zeit kamen mehrere Forscher, auf unterschiedlichem Wege, zu diesem Schluss. Ihre Postulate unterscheideten sich nur in kleinen Dingen. Das berühmteste Beispiel ist wohl Lamarck. Er postulierte einzig einen anderen Mechanismus der Anpassung. 

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Kommentar von Xboytheunseen
13.03.2016, 03:37

Danke für die Antwort :-)

Was mich verwundert, dass es scheinbar immernoch Menschen gibt die an dieses Paradigma glauben, und Zitat meiner Freundin: "Falsches Sektenwissen vor wissenschaftliche Erkenntnisse setzen"

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Kommentar von Dahika
13.03.2016, 12:43

Lamarck lag aber falsch, da er die Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften postulierte. "Die Giraffen haben lange Hälse, weil sie von hohen Bäumen fressen."  Das ist die Lamarcksche Ansicht. Die Ansicht von Darwin war: weil sie lange Hälse haben, können sie von hohen Bäumen fressen.

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Durch Beobachtung...er hat die erwähnten Finken beobachtet und ihre Anpassung an die jeweiligen Lebensumstände.

Im Übrigen
1667: Robert Hooke prägte den Begriff Zelle (cellula, Kämmerchen, „Schachtel“), nachdem er diese als Hohlräume im Gewebe des Flaschenkorks, später dann des Farns und Sonnentaus, mit Hilfe eines der ersten Mikroskope entdeckte und detailliert aufzeichnete (siehe Abbildung). 1839: Theodor Schwann zeigte, dass Tiere und Pflanzen aus Zellen bestehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zellbiologie#Geschichte

1869 entdeckte der Schweizer Arzt Friedrich Miescher in einem Extrakt aus Eiter eine aus den Zellkernen der Lymphozyten kommende Substanz, die er Nuklein nannte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure

Charles Robert Darwin * 12. Februar 1809 in Shrewsbury; † 19. April 1882 in Downe...

Darwin kannte also Zellen und könnte auch von Miescher schon gehört haben...aber das war dafür garnicht relevant

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Kommentar von Xboytheunseen
13.03.2016, 02:36

Deshalb habe ich ja vom Aufbau von Zellen, nicht von Zellen gesprochen

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Schildkröten, Spottdrosseln und vor allem ein paar Finken, die Darwin
von den Galápagos-Inseln mitbringt, liefern dem Forscher die
entscheidenden Hinweise für seine berühmte Evolutionstheorie (von dem
lateinischen Wort evolvere = entwickeln, ablaufen). Dabei schenkt der
Biologe den faustgroßen Vögeln zunächst keine Beachtung. Er hält sie für
Zaunkönige, Schwarzdrosseln und Kernbeißer, denn sie haben vollkommen
unterschiedliche Schnäbel. Einige
dieser Schnäbel sind dick und damit ideal zum Nüsseknacken, die längeren
eignen sich besser zum Insektenfangen.

Erst ein herbeigerufener Kollege stellt fest: Bei den Vögeln
handelt es sich um miteinander verwandte Finkenarten. Darwin vermutet
darum: Diese verschiedenen Arten müssen jeweils auf unterschiedlichen
Galápagos-Inseln entstanden sein. Und er weiß auch, warum: Weil Nahrung
auf den Inseln knapp ist, herrscht dort ein ständiger Überlebenskampf.
Rein zufällig wurden
irgendwann Finken mit dicken Schnäbeln geboren. Und die hatten große
Vorteile gegenüber ihren anderen Artgenossen: Die Dickschnäbel konnten
nämlich auch Nüsse knacken und hatten dadurch ein größeres Speiseangebot
als die "normalen" Finken, die nur Samen fressen konnten.

Auf diese Weise entwickelten sich aus einer einzigen Finkenart
viele neue - jede davon besetzt
ihre eigene Nahrungsnische. Doch wie ein unsichtbarer Züchter lässt die
Natur nur diejenigen
Arten überleben, die sich am besten an ihre Umgebung angepasst haben.
Natürliche Auslese nennt Darwin dieses Prinzip. Und er legt damit den
Grundstein für seine Evolutionstheorie. Die wurde zwar schon ein paar
Mal ergänzt und abgewandelt - aber in ihren Grundzügen gilt sie als
bewiesen.
er

http://www.geo.de/GEOlino/mensch/darwins-evolutionstheorie-59858.html

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Kommentar von Heiko114
13.03.2016, 02:33

Ein Link reicht eigentlich schon...

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Auf der Reise mit der Beagle kam er auch nach Galapagos und stellte dort fest, dass auf jeder Insel anders aussehende Vögel leben, die trotzdem der selben Art angehörten. Rote Finken, grüne Finken, etc.. und dann fing er an, nachzudenken.

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Charles Darwin lebte in England zur Zeit des aufblühenden Kapitalismus, eines Gesellschaftssystems, in dem die Konkurrenz das Verhältnis der Menschen zueinander bestimmt. Die Vordenker dieses Systems sahen in der kapitalistischen Konkurrenz den Motor von Produktivität und Fortschritt. Eine weitere damals einflußreiche Theorie war der Malthusianismus, dem zufolge die natürlichen Lebensgrundlagen nur für eine begrenzte Bevölkerung ausreichen. Diese Ideen wandte Darwin auf die Biologie an: Organismen konkurrieren miteinander um begrenzte Nahrungsquellen und nur diejenigen, die hierfür am besten angepaßt sind, haben Nachkommen.

Andere sahen dann wiederum in Darwins Theorie eine naturwissenschaftliche Untermauerung der Prinzipien der Konkurrenzgesellschaft und eine Rechtfertigung für ihre Auswüchse (siehe: Sozialdarwinismus), bis hin zu der Ideologie, wonach Völker und "Rassen" sich im Kampf ums Dasein gegeneinander zu bewähren hätten (siehe: Rassismus, Nationalsozialismus).

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Durch die Gallapagos-Inseln, da es dort so eine Artenvielfallt gab. Siehe die Darwin-Finken.

Mfg RuniX

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Jeder Mensch stellt doch irgendwann Theorien auf und macht sich Gedanken von wo er kommt?

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Damals konnte man genau so scharf denken wie heute – aber aufmerksamer hinschauen.

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Echt hat er einfach mal richtig angeschaut.(Zusammenfassung)

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