Wie handhaben Japaner das eigentlich mit ihren Namen?

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1 Antwort

Es gibt schon immer wieder Namen, bei denen die Japaner auch nicht wissen, wie er ausgesprochen wird. Gerade bei Vornamen kommt das immer wieder vor.

Bei Nachnamen, wie Tanaka, Suzuki oder Itabashi, die häufig vorkommen, wissen die Japaner bescheid. Aber es gibt auch unter den Nachnamen welche, wo die Japaner nachfragen müssen. 

Du hast geschrieben, dass jedes Kanji viele Lesungen hat. Das stimmt bei dem Kanji 上, das folgende kun-Lesungen hat: kami, aga(ru), age(ru), ue, nobo(ru), etc., und folgende ON-Lesungen hat: JOU, SHOU, SHAN, aber meistens hat ein Kanji nur eine ON-Lesung und eine kun-Lesung.

Bei Mangas ist es so, dass sich die Autoren oft einen Spaß mit den Namen machen. Es soll ja ein Name sein, der im wirklichen Leben nicht vorkommt. Außerdem soll er meist Rückschlüsse auf den Charakter erlauben. Also wenn jemand zum Beispiel 悪党 悪餓鬼 (akutou warugaki) heißt, dann wissen die japanischen Leser sofort, dass dieser Charakter ein böser Mensch ist, weil er zwei Mal das Zeichen für schlecht, böse 悪 in seinem Namen hat, aber auch, dass er kindisch ist, weil das Wort gaki 餓鬼 vorkommt, das man mit den Zeichen für hungrig und Ungeheuer schreibt. Es ist ein lustiges und abwertendes Wort für ein kleines Kind.

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