Wie hättet ihr an meiner Stelle vor einem Jahr reagiert?

9 Antworten

Es ist schon lange bekannt, daß man kein Geheimnis über eine Adoption machen soll. Früher oder später kommt es doch raus, dann ist es oft ein großer Vertrauensbruch. Besonders mitten in der Pupertät. Von daher wäre es sinnvoller, ein Kind so früh wie möglich aufzuklären. Es zu verschweigen ist absolut falsch. Das wird einem beim Jugendamt auch mehrfach gesagt. Ich bin echt überrascht, daß deine Adoptiv-Eltern es nicht wußten.

Aber jetzt ist es ja schon so wie es ist.

Von meinen leiblichen Eltern weiß ich nur soviel, dass sie mich Offensichtlich nicht wollten und dass auch nur mehr ganz vage verschwommene Erinnerungen existieren!

Versuch es positiv zu sehen: deine leibliche Mutter konnte dich wohl nicht aufziehen. Vielleicht war sie zu jung. Oder sie hatte schon mehrere Kinder und war finanziell bereits am Limit. Es gibt verschiedene Gründe um ein Kind wegzugeben. Ihr ist die Entscheidung, dich wegzugeben bestimmt nicht leicht gefallen. Keiner Mutter fällt so was leicht. Aber sie hat getan, was wohl das beste war für dich. Ich meine, überleg mal: es gibt immer wieder "Mütter", die ihr Kind kurz nach der Geburt töten. Andere Mütter in ähnlichen Situationen behalten ihr Kind, können ihm dann aber nicht gerecht werden. Dann kann es zu Vernachlässigung des Kindes kommen, weil die Mutter nicht klar kommt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Gewalt gegen das Kind kommen.

Die Entscheidung, dich wegzugeben war bestimmt nicht leicht. Aber ich denke, sie wußte, daß sie nicht in der Lage war, ein Kind zu erziehen/aufzuziehen. Sie war sich sicher, daß du bei Adoptiveltern ein besseres Leben haben würdest. Bestimmt hat sie sich vorher mit Adoptionen befaßt und wußten, wie genau das Jugendamt die Adoptiveltern überprüft.

Also sei ihr nicht böse. Es gab keine andere Möglichkeit für sie.

Danke. Ich muss ehrlich sein: Ich hab grad Tränen in den Augen als ich deine Zeilen las.

Und bei diesem Lied: https://youtu.be/5okscXiUesc muss ich gestehen, dass sehr vieles auch auf mich passt! Denn ich muss ehrlich gestehen, der Liedtext, auf mich umgemünzt: Und das Mädchen das man heute Lisa nennt, hat so viel Glück erfahren, doch ein kleiner Schmerz der blieb!

Ich muss wirklich sagen, dass ich wirklich viel Glück erfahren durfte! Und danke meinen Eltern und auch Großeltern (Väterlicherseits) sehr oft, dass sie mir ein so gutes zu Hause gegeben haben.

Obwohl ich eingestehen muss, dass ich es nicht immer offen zeigen kann. Aber ein jeder der mal wie ich die Pubertät durchmacht weiß wovon ich spreche!

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Einen idealen Zeitpunkt, ein Kind über seine Adoption aufzuklären, gibt es nicht.

Fachleute sind sich darüber einig und Erfahrungen zeigen, dass man schon sehr früh mit der Aufklärung beginnen sollte. Deine Eltern haben das vielleicht nicht gewusst oder sich nicht getraut oder den Zeitpunkt verpasst oder...

Aber sie sind deine Eltern, reißen sich für dich den Arsch auf, sorgen sich um dich, umsorgen dich, beschützen dich, erziehen dich, lieben dich...

Dein Vater hat das wunderbar gesagt: "Wenngleich du nicht aus dem Bauch deiner Mama kommst, kommst du aber aus ihrem Herzen!"

Deine biologischen Eltern haben sich das (aus welchen Umständen auch immer) eben nicht zugetraut. Sie haben dich aber so sehr geliebt, dass sie dich auf die Welt kommen ließen und dich (in der gerechtfertigten Hoffnung, dir damit nur Gutes zu tun) in sichere Obhut gegeben.

Es ist müßig darüber zu spekulieren, wie ich reagiert hätte - ich teile nunmal nicht deine Erfahrung. Wichtig ist doch letztendlich nur, wie du damit zurecht kommst. Doch dass du deine Eltern (wieder) Mama und Papa nennst, sagt doch alles.

Alles Gute für dich!

Danke dir ebenso für deine lieben Zeilen. Und ich muss ehrlich sein: Als ich mich am Abend vor Kummer und Schmerz in den Schlaf geheult hab, dachte ich in dieser Nacht echt, wie schön es wäre einfach einzuschlafen und im Jenseits wieder aufzuwachen und festzustellen, dass ich in dieser Nacht gestorben bin!

Das schwierigste für mich am darauffolgenden Samstag war, zu erkennen, dass ich den Freitag zuvor NICHT geträumt hatte und dass ich wirklich adoptiert bin!

Und du glaubst vielleicht nicht, wie schwer es mir in der Früh viel Papa und Mama zu den beiden Leuten in meinem Haus zu sagen!

Und sorry, wenn ich jetzt rührselig werde, aber ich werde die Überraschung an diesem Tag wohl mein Lebtag nicht vergessen: Als Trost unternahmen ich und meine Eltern an diesem Tag eine Wanderung auf unseren Hausberg, den 2076 m hohen Schneeberg!

Und bevor ich jetzt noch zur Heulsuse werde, weil ich an diesen schönen Tag vor gut einem Jahr zurückdenke, sage ich nur: Es war ein Traumhafter Ausflug.

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Ist bestimmt ein Schock sowas zu lernen, aber besser als wenn du es selbst herausfinden muesstest.

Deine "richtigen Eltern" sind meiner Meinung nach die, die dein ganzes Leben deine Eltern waren, und ich denke du solltest ihnen dankbar sein.

Was deine biologischen Eltern angeht: sieh es so: sie konnten dich aus welchen Gruenden immer nicht aufziehen. Aber sie wollten dass du lebst und dass es dir gutgeht, und das zeugt auch von einer gewissen Liebe, denn ein Baby aufzugeben muss die haerteste Entscheidung sein, die eine Mutter treffen kann.

Auch dir ein herzliches Danke. Ich muss ehrlich sein, dass ich froh bin ein so schönes zu Hause in der Mittelschicht zu haben. Denn ich hab eine Freundin, die lebt seit frühester Kindheit im Kinder/Jugendheim und sagt oft: Lisa, du bist echt zu beneiden! Hast zwei wunderbare Eltern und was hab ich? Ein kleines Zimmer ohne eigenen Fernseher in einem Kinderheim!

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