Wie hängen Kohle- und Stahlproduktion miteinander zusammen?

4 Antworten

Kohle wird zur Stahlproduktion benötigt, sogar aus 3 Gründen:
- zur Eisengewinnung aus Eisenerz (Eisenoxide) ist ein Reduktionsmittel (Kohlenstoff) erforderlich
- Kohle sorgt zudem für die hohen Temperaturen (Verbrennungswärme)
- Stahl ist kein reines Eisen, sondern ein Eisen mit definiertem Kohlenstoff-Gehalt

In den klassischen Montanregionen (Saarland, Ruhrgebiet, andere...) fielen somit die Gewinnung von Steinkohle oder Braunkohle (z.B. Braunkohletagebau westlich von Köln) mit der Stahlerzeugung zusammen.

Stahl erhitzt sich nicht von allein, ergo braucht es eine Primärenergie, wie z.B. Kohle die nötwendige Menge an Hitze zu erzeugen.

Natürlich ließe sich Eisen auch anders erhitzen oder die benötigte Prozesswärme erzeugen. Dazu müsste die Primärenergie zumindest billiger sein als Kohle.

Wasser lässt sich mit Kohle oder Strom kochen, anders verhält sich mit Eisen auch nicht.
Allerdings haben so viele Stahlstandorte in Deutschland nicht überlebt, da auch andere Länder Stahl produzieren können, nur billiger.

Ja, sie hängen zusammen, denn um Stahl herzustellen benötigt man zur Schmelze des Eisens Kohle sowie die weiteren Prozesse.

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