Wie habt ihr es geschafft mit Rauchen aufzuhören?

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8 Antworten

Zwar gibt es schon viele Antworten dazu, aber eine mehr schadet nicht! In deiner Situation sind viele gute Ratschläge besser, als ein sehr guter Ratschlag, da du dir aus allem deine eigene Methode zusammenbasteln kannst.

Aus meiner persönlichen Erfahrung her habe ich relativ früh mit den Rauchen angefangen und natürlich mit kindlichen Leichtsinn direkt übertrieben. Dabei habe ich erfahren, dass es zwei Gründe gibt warum man zur Glimmstange greift:

  1. Aus Langweile

  2. Aus Not (grob formuliert)

Der erste Grund ist gut behebbar, da man dann nur die Psyche irgendwie ablenken muss. Unterstützung kannst du ihr bieten, indem du sie ablenkst und ihr Zeit opferst, sodass sie sich nicht dem Rauchen in einem Gespräch zuwendet. Zeig ihr auch (was gemein ist, aber hilft), dass du in einem Gespräch mit ihr die Kippe nicht in ihren Händen sehen möchtest. Diese Bitte bewirkt einiges im Gegenüber, wenn die Person dir wichtig ist. Es hat viel mit Manipulation zutun und wirkt wahre Wunder die Menschen auf Fehler hinzuweisen. Wenn du weißt, dass jemand, der dir was liegt, wirklich nicht möchte dich in dieser Situation zu sehen, dann regt das zum Denken an und auf einmal schmeckt die Zigarette seltsam und ecklig.

Der zweite Grund wird heikler. Psychisch abhängig war ich beispielsweise von der Zigarette, vor allem durch den Schulstress in einem Gymnasium. In den 5 Minuten Pausen stand man halt gerne da und rauchte, der einzige Moment am Tag wo man wirklich entspannt war. Das tuen natürlich auch die Erwachsenen: denn was ist besser, als wenn man mit netten Leuten in einer Runde steht und man schon mal eine Gemeinsamkeit hat, das Rauchen? Dies kann man nur auf dem schmerzhaften Wege irgendwie beheben, indem man mit seinen Raucherfreunden erstmal weniger Zeit draußen verbringt. Jetzt zur Winterzeit ist es wunderbar die Ausrede zu nutzen "Es ist soo kalt draußen". Deine Unterstützung ist hierbei wichtig. Sie muss sich sicher wissen bei dir und ihn ihrem Umfeld. Wenn ihr Umfeld stabil ist, sodass der Stress oder die Angst vor etwas in der Zukunft (das haben viele rauchende Menschen) wenig auf die Person einwirken, dann ist deine Freundin auf einem guten Weg zur Besserung.

Dabei kann es auch nur der minimale Effekt sein, dass sie weniger raucht. Zwing sie nicht dazu sofort mit allem aufzuhören: kleine Schritte helfen zum Erfolg. Man kann sich als Ziel setzen von 5 Zigaretten am Tag auf 3 runter zu kommen. Sowieso ist es psychisch schlecht (sehr sehr schlecht) abrupt damit aufzuhören. Den Fehler hab ich gemacht und wurde wieder abhängig nach zwei Wochen, kaum wo die Möglichkeit kam.

Auch Zuwendung zu anderen Dingen kann helfen:, wie Kaugummi und Kaffee. Helfen tut auch die Hälfte der Zigarette zu rauchen, sie auszumachen und dann wieder zu rauchen. Das Ergebnis ist eine übel schmeckende Zigarette, die dann nicht mehr Spaß macht zu rauchen.

Vom Rauchen kommt man nie wirklich ganz los, wenn man erstmal richtig drin gewesen ist. Das ist das schlimme daran und auch die traurige Tatsache. Aber man kann es schaffen, wenn du ihr viel hilfst und sie auch selber daran glaubt!

Denn letzendlich kannst du niemanden zu etwas zwingen, was er nicht wirklich will...

P.s: Hoffentlich gibt dir irgendetwas in meinen Tipps einen Denkanstoß. Zuletzt würde ich versuchen mich in die Person hineinzuversetzen und herauszufinden, was sie so gut an Rauchen findet und dann dies irgendwie zu ersetzen, sodass sie das gleichwertige Gefühl bei einer anderen Tätigkeit bekommt.

LG

Yuyu

Hmmm..unterstützen? Wie denn, wenn sie selbst nicht den eisernen Willen aufbringt es lassen zu wollen!?! In ihrem Kopf muß es klick machen..Du kannst unterstützend sein soviel Du willst..wenn es DEN Klick nicht gibt.

Ich habe von einer Minute zur anderen aufgehört und habe dabei Glück gehabt, daß ich es ohne Probleme überwinden konnte. Habe schon von einigen gehört..daß es arge Beeinträchtigungen gab hinsichtlich Aggressivität, Unwohlsein, Nervosität und ähnlichem.

Trotzallem sollte sie auf jeden Fall den Versuch unternehmen und an sich selbst glauben denn..Glaube und Wille können Berge versetzen und..sie sollte an sich nicht zweifeln!

Wünsche dann mal Euch beiden Kraft und den Willen..es gemeinsam zu bewerkstelligen..:-))

Genau amdros,der Kopf muss das nicht mehr wollen das ist das beste,auch ich,habe es so gemacht,von einer,auf die andere Sekunde,war Schluss,schon fast 7 Jahre her und ich versichere das es nie mehr vorkommt,noch einen schoenen Samstag,wuenscht der Schuwi.

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@Schuwidu

Sag ich doch..mich stört es schon lange nicht mehr wenn neben mir gequalmt wird was das Zeug hält..finde es eher widerlich..aber jedem das Seine. Ich weiß, daß ich es bis zu meinem Lebensende übewunden habe ;-)) Dir einen schönen 1. Advent :-))

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Gute Antwort!!

Der Wille der betroffenen Person ist wirklich wichtig. Denn wenn man jemanden in eine Situation zwingt, die sie vielleicht eigentlich nie erreichen möchte, dann wird das gewünschte Ziel niemals erreicht werden.

Ich als Ex-Raucherin wurde oft von einer guten Freundin angeschnauzt, dass ich es doch gefälligst mal lassen soll zu rauchen und ach wie schädigend es doch für meinen Körper wäre und bla und bla und bla.

Meine Reaktion war dann, dass ich bloß meine Kippe angemacht und sie provokativ angegrinst habe. Wer lässt sich mit einem gesunden Selbstvertrauen gerne unterkriegen?

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Bei mir hat es so geklappt: von ca 25 Zig. auf Null von heute auf morgen.

Ich habe ALLE, wohlgemerkt ALLE Rauchutensilien, Feuerzeuge, Ascher etc. Weg geworfen. Im Auto den Ascher gereinigt, alles frisch "beduftet" um ja den Nikotinmuff aus der Nase zu haben. Zusätzlich habe ich mich extrem abgelenkt. Einem Freund (NR) bei der Renovierung geholfen, Sport getrieben, Musik gehört, Ausflüge gemacht etc. Alles was ablenkt ist gut. Du brauchst diesen Mist nicht und bist auch keine Marionette der Tabakindustrie, die täglich ihr "Manna" kaufen und konsumieren muss um später den sicheren Krebstod zu sterben. Du schaffst das! Sei stark!

Ich bin mittlerweile seit über 9 Jahren Nichtraucher und habe es auch nie wieder versucht oder mich in Versuchung führen lassen.

Rauchen? Sowas macht doch nur noch die Unterschicht....

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein langes Leben.

Ich habe mich eine Woche lang in meinen Fernssehsessel gekuschelt und den kalten Entzug mit warmen Kaffee und der Bibel (kann helfen, sich geistig abzulenken...) einfach durchgestanden. ;)

Ich habe alles weggeworfen, was mit dem Rauchen zu tun hatte: Zigarretten, Feuerzeuge, Aschenbecher, Streichhölzer, Stopfmaschine, Papier etc...

Ich habe mir auch nicht "noch eine letzte Zigarette" gegönnt. Wozu denn rauchen, wenn man damit aufhören will? ;)

Ansonsten hab ich meinen Alltag so normal weitergelebt wie es eben ging. Hab also keine große Sache daraus gemacht.

Bin nun schon seit 5 Jahren Nichtraucher ohne Rückfalldrang. Erfolgreich, oder? ;)

warehouse14

Bestätige und lobe sie regelmäßig. Das ist das Allerwichtigste. Denn Tage mit den Durchhängern werden kommen. Vielleicht belohnst Du sie in Etappen mit einem schönen Abendessen, einer Kinoeinladung. Könntest Du nach Art eines Adventskalenders aufbauen - also Belohnung nach 3 Tagen, nach 3 Wochen, nach 3 Monaten, 6 Monaten, 9 Monaten, 12 Monaten.

Schließe mit ihr einen Vertrag .. wenn's zu schlimm wird .. bevor sie sich eine ansteckt, soll sie unbedingt vorher Dich anrufen.

Meine Frau hat mich immer wieder geragt (wir haben beide aufgehört), ob sie nicht doch jetzt eine rauchen soll. Ich habe immer gesagt, dass sie mich in 10 Minuten nochmal fragen solle. Dieses Spiel habe ich immer weiter fortgesetzt. Und es hat gewirkt. Nunmehr seit ca 22 Jahren rauchfrei.

man hat durch eine entscheidung angefangen zu rauchen (trotz aller vorwarnungen), also die entscheidung treffen aufzuhören und zwar sofort, genau wie am anfang...

Raucherlungen im Internet angucken, das ist Motivation genug

Bekanntlich ist das kontraproduktiv.
Horrorfotos aktivieren die Angstregion im Gehirn. Was macht ein Raucher unter Angst und Stress? Genau .. erst mal eine rauchen!

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