Wie habt ihr den Mauerbau, die Mauer und den Mauerfall miterlebt, Habt ihr heute noch die Mauer in den Köpfen?

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7 Antworten

Hallo Mimi,

ich bin inzwischen 44 Jahre alt und war 17, als die Mauer fiel. Den Mauerbau habe ich nicht miterlebt und weiß diesbezüglich auch nur alles aus alten Filmen und Erzählungen. Für mich war die Mauer Alltag, wir alle hatten gelernt, damit zu leben. Als Kind habe ich sogar geglaubt, alle großen Städte wäre so geteilt, kannte es halt nicht anders. Meine ersten fast fünf Lebensjahre wohnte ich in Kreuzberg direkt an der Mauer.

Als Günter Schabowski am 09.11.1989 das neue Reisegesetz der DDR verkündete, wusste ich, dass die Mauer fallen würde. Dass sie noch in dieser Nacht fiel, ahnte zu dem Zeitpunkt noch niemand.

Aber es entwickelte sich eine Eigendynamik, die vor allem dadurch entstand, dass Schabowski nicht wusste, ab wann diese Regelung gilt. So sagt er: "Nach meiner Erkenntnis tritt das... ist das sofort! Unverzüglich!" Tatsächlich sollte das Gesetz erst am nächsten Morgen um 4 Uhr gelten. Da war es durch die Wirklichkeit bereits überholt.

Seit dem 22. November durften auch wir West-Berliner die Grenze passieren. Von dem Tag an habe ich angefangen, die zweite Hälfte meiner Heimatstadt und das Umland zu erkunden. Wenn ich heute irgendwo hinkomme, war ich meistens schon einmal da, und ich empfinde heute noch Dankbarkeit gegenüber allen, die das möglich gemacht haben.

Das hat auch geholfen, die Mauer in meinem Kopf durchlässig werden zu lassen. Manchmal denke ich noch, wenn ich so durch die Straßen laufe, dass ich das früher nicht konnte. Heute ein mehr und mehr irreales Gefühl, das vor langer Zeit doch Realität war. Aber gefragt, ob jemand aus dem Osten oder Westen kommt, habe ich von Anfang an nicht.

Aber wenn mich das jemand fragt, habe ich das Glück, in Neukölln zu wohnen, also im Südosten Berlins, das aber zu West-Berlin gehörte. Manch einer, dem ich sagte, ich wohne im Südosten, wähnte mich da schon auf der falschen Seite. Dann freue ich mich immer diebisch., sage aber nix. ;-)

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Hallo Mimi,

der Fall der deutschen Mauer, ein großes Thema.

Mittlerweile sind mehr als 25 Jahre vergangen und wir mehr als eine Generation weiter.

Für viele junge Menschen ist ein zwei geteiltes Deutschland nicht denkbar.

Denen, die es nicht miterlebt haben, ist es nur schwer, bzw. nur bedingt vermittelbar. Dafür war die Grenze zu menschenverachtend.

Zum Zeitpunkt des Mauerfalls lebte ich in Westdeutschland und war am arbeiten. In einer Pause bekam ich via Fernsehen relativ zeitnah die ersten Bilder und Kommentare mit. Es war ein emotional bewegender Moment.

Durch mehrere Reisen in das Staatsgebiet der ehemaligen DDR kannte ich ein wenig von der DDR und habe diese vor dem Mauerfall kennengelernt.

Es waren zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein können. Das einzige was beide deutschen Teile gemein hatten war die Sprache und die Vergangenheit.

Die Lebensweise, Mentalität und die Art zu denken waren sehr unterschiedlich.

Da ich damals ein gutes Angebot von meinem damaligen Arbeitgeber bekam, habe ich für den Konzern, noch vor der deutschen Wiedervereinigung, in Ostberlin, einen neuen Unternehmenszweig mit aufgebaut.

Dafür bin ich nach Berlin gezogen und habe die letzten Tage der DDR vor Ort , in Ostberlin miterlebt.

Viele der neuen Mitarbeiter waren aus der DDR. Die Unterschiede waren extrem.

Heute, nach fast 27 jährigem Jubiläum, bekommt man eine andere Sichtweise auf die Zeit. Es waren verrückte Jahre in Berlin. Es wurden viele Fehler gemacht, aber die meisten waren unvermeidlich. Es gibt keine Blaupause für einen solchen Fall.

Wichtig ist, dass Deutschland wiedervereint ist. Bis Deutschland als ein Land zusammengewachsen ist, werden noch viele Jahre vergehen.


RayAnderson  😏

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Vom sprachlichen Tonfall (Anklänge an östliche Dialekte\\\\sächsisch) mal völlig abgesehen, sehe ich in meiner Nachbarschaft täglich mehrere Leute mit "echter" DDR-Biographie. Den BAU der Mauer habe ich als Kind noch nicht wahrgenommen.Erst bei einem längeren Waldspaziergang mit Mutter und Tante, staunte ich über "Soldaten" mit Gewehren, die uns daran hinderten weiter zu gehen. Später stand ich staunend vor einem rot\\\\weiß gestreiften Schlagbaum, hinter dem sich mehrere hohe Erdhügel befanden, die KEIN Fahrzeug hätten weiterfahren lassen können, welches vielleicht den Schlagbaum hätte umfahren können. Als erwachsener Berufskraftfahrer bin ich unzählige Male auf den Transitstrecken durch die "Zone" unterwegs gewesen. Der damals gängige "Witz", der oft in Fernfahrerkreisen erzählt wurde: "Der Mann dort hinten hat gesagt, ich sollte (dieses und jenes) Antwort des Grenzbeamten: Hier ist der Arbeiter und Bauernstaat! Na gut sagt der Fernfahrer: Der Bauer da, hat gesagt... Anderer, ebenso häufig erzählter "Witz": Die Standardfrage der Grenzpolizei (Ost) Funk, Waffen, Munition"? wurde angeblich oft mit der Gegenfrage " Wieso, braucht man das hier?" beantwortet. Nach MEINER langjährigen Erfahrung handelte es sich nur um blöde Aufschneiderei! Noch ein kleines Beispiel: Ein "frisch" in der Bundesrepublik angekommener Fernfahrerkollege forderte mich auf, doch mal "an der nächsten Broilerbude" zu halten, weil er Hunger hätte. Ich mußte erst um eine Erklärung des Begriffes "Broiler" bitten, weil ich dieses gebratene Tier noch nicht kannte. Was ich immer für einen blöden Witz hielt: Im CB-Funk lief das Fahrziel Berlin bei "Fernfahrers" immer unter "Hauptstadt".

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Vom "Mauerfall" erfuhr ich durch Zuruf, während ich gerade ein altes Fenster neu verglaste: Ein Nachbar, der mich zufällig sah, brüllte mir diese Sensation entgegen, worauf ich die Arbeit abbrach und zum nächsten Fernseher stürzte. Wie so viele andere auch, hatte ich dieses Ereignis für längere Zeit nach meinem Ableben (wenn überhaupt) erwartet

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Ich war 5. Es kam in den Nachrichten, es kamen danach immer wieder neue Meldungen. Zuhause wurde abwechselnd ARD - damals einziger Sender - gehört und der Vorläufer vom Deutschlandfunk. Hier und da wurde versucht BBC auf Deutsch zu erwischen. Wurde aber im Kreis Aachen oft gestört. 

Meine Mutter lief sehr apathisch bzw. hochtraumatisiert herum. Sie war 18, als der Krieg endete. 

Mein Vater versuchte immer wieder Kontakt zu Menschen zu finden, die Mehr wussten. 

Wir müssen Verwandtschaft "drüben" gehabt haben. In den ersten Jahren nach dem Mauerbau wurden zu besonderen Festtagen noch Geschenke ausgetauscht. Manche Ware wurde in der DDR auf höherem Niveau produziert. Dafür gab es bei uns immer mehr "amerikanische Ware", also Zeug, welches uns heute selbstverständlich ist. 

Dann,eines Tages zu Weihnachten, kam nur ein Brief. Sinngemäß stand in ihm, dass die Kinder keine Zukunft haben würden, würden sie nicht der FDJ beitreten. Und die FDJ würde sie nun mal nicht aufnehmen, würden Pakete hin und her geschickt. 

Leider wurde nach heftigen Gefühlsausbrüchen nie wieder ein Name genannt. Ich habe also irgendwo Verwandtschaft und müsste sie erst mal sehr aufwendig suchen. 

Der Mauerfall, da kommen mir heute noch die Tränen. Auch wenn uns heute Anderes vorgelogen wird: Die CDU hat eine Wiedervereinigung bis zuletzt abgelehnt. Kohl vorne weg. 

Und trotzdem!!!! Willi Brandt war fleißig, Gewesen. Genscher hat nie locker gelassen, Wehner war mit seinen 84 Jahren denn doch endlich zu alt um als Störfaktor sein Unwesen treiben zu können. Aber ansehen, dass musste er sich dieses Ereignis noch. Jepp.

Kohl konnte nicht mal den Text der Nationalhymne, der Nichtsnutz. 

Wenige Wochen später sprach ich zufällig mit einem Nachbarn. Junger Mann, arbeitslos im Rheinknie. Er gehe in den Osten. Die Menschen dort seien so blöde, die würden die wertvollsten Sachen für einen Appel und ein Ei verticken, wenn sie nur irgendwelchen billigen Schrott aus dem Westen dafür bekommen könnten. 

Das sei menschenverachtende Bereicherung erwiderte ich. Und glaubte ihm, dass sich viele aus dem Westen mit solchen Gedanken auf den Weg machten damals. Gier befriedigen, anstatt sich ein Beispiel zu nehmen. 

Nun darf also auch im Westen eine Frau jeden, wirklich jeden Beruf ausüben den sie möchte. 

Ja. Diese Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte kam erst einige Jahre später. Klägerin war eine Maurerin. - Merke es Dir gut. Emanzipation bedeutet "sich befreien von". Im heutigen Verständnis von Geschlechtlichkeit immer da, wo Geschlechtlichkeit Nichts zu suchen hat. 

Die erste Zeit nach dieser bedeutenden Übertragung bezüglich Grenzöffnung begann ich davon zu träumen, mit einem Maschinengewehr in den Deutschen Bundestag zu zielen. Träume sind erlaubt. Ich kann eh nicht schießen und will es auch nie lernen. 

Wir haben sehr viele Fehler gemacht. Gehe zu einem Zeitungskiosk und schreibe die Namen von politischen Zeitungen und Magazinen auf. Suche online nach ihnen, schaue ob ihr Archiv so weit zurück reicht. Dann lese. 

Du wirst die Ursache für manchen heute aufkommenden gesellschaftlichen Mangel dort finden. Bei den West-Politikern vor allen Dingen. Ost-Politiker waren der Verschlagenheit dieser Zellhaufen einfach nicht gewachsen. 

Das Volk hatte abgestimmt. Öffentlich. Ich zitiere mal ein klein wenig aus deren Verfassung:

Artikel 2
1   Alle politische Macht in der Deutschen Demokratischen Republik wird von den Werktätigen in Stadt und Land ausgeübt. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Bemühungen der sozialistischen Gesellschaft und ihres Staates.

Gorbatschow akzeptierte diese Tatsache und beugte sich ihr. Er ließ dieses folgende Geschwurbel, welches wir hier im Westen immer noch hören und lesen, einfach nicht zu. Was ist Demokratie? Was ist Freiheit?

Die ersten Stunden saßen wohl alle gebannt an den Bildschirmen, hörten Radio. Werden Panzer ausrücken? Sie rückten tatsächlich aus - und feierten mit!!!!!

Wie werden die Ostblock-Staaten reagieren? Es waren ja schon manche "rüber gekommen" über die eine und die andere Botschaft? Das hier war eine ganz andere Sache. 

Solidarnosc

Und die USA? Als Führungsmacht definiert sie sich ja schließlich über Kriegsführung. 

Werden die Franzosen die Grenzen sperren? Wie kommen dann die Menschen zur Arbeit über die Grenze? Und wenn: Wie werden die französischen Kollegen reagieren?

Die Welt fing noch mal bei Null an. Die Welt hätte noch mal bei Null anfangen können. Sie tat es nicht. 

Bis heute hat USA den Atomwaffen-Sperrvertrag nicht unterzeichnet. Noch nie gab es so viele flüchtende Menschen auf der Erde. Auch in Prozent betrachtet. 

Wir hatten Hoffnung und waren bang. Denn Politiker haben einen Dachschaden. 

Aktuell haben wir 1,9 Millionen Menschen zwischen 20 - 34 Jahren ohne Berufsausbildung. Politik hat diese einmalige Chance vertan. Aktuell sollen die Chinesen für die Folgen verantwortlich sein. 

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RayAnderson 03.11.2016, 14:29

Lieber teafferman,

Kohl, damit ist wahrscheinlich Dr. Helmut Kohl gemeint, ist promovierter Historiker.

Herr Dr. Kohl hat einen Abschluss in einer geschichtswissenschaftlichen Arbeit und den Titel als Dr. phil..Er hat sein Lebenlang für die Wiedervereinigung gelebt.

Als sich die Chance ergab, war Herr Dr. Kohl es, der die Wiedervereinigung entscheidend auf den Weg gebracht hat und mitgestaltete. Ohne Herrn Dr. Kohl hätte es die Wiedervereinigung evtl. nie gegeben.

Nicht die CDU, sondern die SPD war es, die eine Wiedervereinigung abgelehnt hat.

Die Behauptung, dass Herr Dr. Kohl, als promovierter Historiker, die deutsche Nationalhymne nicht gekannt hätte, ist schon ziehmlich kess.

Natürlich wurden viele Fehler gemacht. Für die Wiedervereinigung eines geteilten Staates gibt es jedoch keine Blaupausen. Auf Grund der damaligen Situation mussten manche Entscheidungen sehr schnell getroffen und umgesetzt werden.

Anderenfalls wäre das Staatsgebiet der damals noch existierenden DDR, sehr schnell ein Land ohne Menschen gewesen.

2
teafferman 03.11.2016, 14:55
@RayAnderson

Die Doktorarbeit möchte ich lesen, von der Du behauptest er habe sie geschrieben. 

Ich bin ein wenig älter. Also kann ich mich noch sehr gut erinnern, welche massiven Proteste aus Kreisen der Wissenschaft es gab, als dieser Nichtsnutz seinen ersten sogenannten Honoris Causa verliehen bekam.

Ich kann mich im gleichen Zusammenhang an die massiven diplomatischen Aktivitäten erinnern, weil dieser Fettfleck so geil auf ein Titelchen war, dass er staatspolitisch sehr Viel dafür aufs Spiel zu setzen bereit war. 

Der und promovierter Historiker? Dass ich nicht lache. Wo und wann soll denn dieser Zellhaufen promoviert haben?

In Geschichtsklitterung sind wir Deutschen ja schon seit einigen Jahren wieder auffällig gut. In diesem Fall stelle ich einfach mal fest:

So lange mir nicht die Dissertation vorgelegt werden kann, ist die Behauptung, Kohl habe einen tatsächlichen Doktortitel, nichts weiter als eine Lüge. 

Die BRD hat manchen politischen Preis zur Befriedigung seiner Titelgeilheit bezahlt. An solche Fakten erinnere ich mich durchaus gut. Sie lassen sich in dem einen und dem anderen Archiv der Medien recherchieren. 

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RayAnderson 03.11.2016, 20:13
@teafferman

Wenn Du wirklich an der Wahrheit interessiert wärst, hättest Du es im Netz gesucht. Es lässt sich alles nachlesen.

Statt hier Menschen zu verunglimpfen, solltest Du Dich lieber erst informieren.

Du kannst mit Wikipedia beginnen.

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Wolli1960 03.11.2016, 20:24
@teafferman

Herbert Frahm alias Willy Brandt hatte noch im Februar 1989 das Wiedervereinigungsgebot im Grundgesetz als Die Lebenslüge der Zweiten Deutschen Republik bezeichnet, was ich ihm auch übel genommen habe. Nach dem Mauerfall hat er sich allerdings um 180 Grad. Es war die CDU/CSU, die das Ziel der Deutschen Einheit immer aufrecht erhalten hatte. Die deutschlandpolitischen Positionen der SPD unterschieden sich 1989 kaum noch von den Geraer Forderungen Erich Honeckers.

Die Einheit Deutschlands war mit Sicherheit nicht alleine Kohls Verdienst, aber er hat gehandelt, als andere Politiker lieber noch gezögert hätten.

Übrigens: Einen Menschen wegen seiner Gewichts zu beleidigen (Fettfleck) ist in meinen Augen genauso primitiv und niveaulos wie einen Menschen wegen seiner Hautfarbe zu beleidigen. Aber wer keine Argumente hat, dem bleiben wohl nur Beleidigungen. Und die Verwendung des Kürzels BRD, das aus dem SED-Jargon stammt, zeigt ja deutlich, wes Geistes Kindes du bist.

Beim Atomwaffen-Sperrvertrag gehörten die USA, Großbritannien und die Sowjetunion zu den Initiatoren. Sie haben ihn also sehr wohl unterzeichnet, und zwar bereits 1968. Nichtunterzeichener sind Indien, Pakistan, Israel und das relative junge Südsudan. Mordkorea hat 2003 seine Mitgliedschaft gekündigt.

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teafferman 04.11.2016, 14:49
@Wolli1960

Mich interessiert nicht das Aussehen eines Menschen. Kohls erstes Gesetz, welches er zu Beginn seiner ersten Kanzlerschaft durch den Deutschen Bundestag "peitschte" - Zitat eines damaligen CDU-Abgeordneten aus einem Interview in DLF - hat erst dieses Jahr das Bundessozialgericht beschäftigt. Damit ist dieses Thema ganz gewiss noch nicht vom Tisch. Denn das Bundessozialgericht hat einige Grundrechtsartikel in seiner Urteilsbegründung nicht zur Kenntnis genommen. 

Dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung bis heute Nichts von diesem seinen ersten Gesetz weiß zeigt, wie berechtigt meine Bezeichnung Kohls als Fettfleck ist. Denn Fett verhindert Luftaustausch, hier als Gedankenaustausch zu verstehen. 

Unter Kohl ist ein Betreuungsrecht entstanden, welches sofort nach Inkrafttretung manche Gerichte beschäftigte um manchen Missstand darin aufzuheben. 

Damit war die BRD der erste von damals 198 Staaten der Welt, welcher festlegte, dass mit höchsten Rechten ausgestattete und teuerste Möglichkeit Richter verantwortlich sind. 197 Staaten fanden kostengünstigere Möglichkeiten. Was an sich weniger das Thema ist. Das eigentliche Thema ist, dass ein Richter sehr leicht Grundrechte entziehen kann und dies auch seit Bestehen dieses Rechts tut. Dazu gibt es massenweise Nachweise. Und immer wird auf die Ausführenden eingeprügelt verschwiegen - typisch Fettfleck - , wer tatsächlich verantwortlich ist. 

Zudem garantiert die Zuständigkeit als verantwortliche Führung auf anderer Ebene grundsätzlicher die rechtliche Teilhabe. Womit wir bei einem Menschenrecht wären. Welches nachweislich in diesem Themenbereich immer wieder von deutschen Richtern missachtet wird. Dank Helmut Kohl. Fortgesetzt bis heute. 

Alleine aufgrund dieser beiden Tatsachen ist die Bezeichnung Fettfleck mehr als angemessen. 

Noch mal:

Mich interessiert das Aussehen eines Menschen nicht. 

Was mich aber durchaus interessiert ist, wie dieser Mensch handelt. 

Dietrich Genscher erinnerte in einem  Interview in DLF den Abend des Mauerfalls. Kohl war nur mit größter Mühe dazu zu bewegen, sich dem Thema zu widmen. Denn er wollte tatsächlich diese Wiedervereinigung nicht. Laut Genscher. Den kannst Du ja dann auch bezeichnen, wie es Dir in den Kram passt. Deine Sache. Ich war nicht dabei. Ich sehe allerdings absolut keine Veranlassung, an Genschers Erinnerung zu zweifeln. 

Was Willy Brandt bzw. Herrn Frahm angeht, so magst Du ihm ruhig vorwerfen, dass er im Rahmen seiner Flucht vor den Nazis seinen Namen geändert hat und diesen nach seiner Rückkehr in seine Heimat geändert beibehielt. 

Natürlich war Brandt und nicht nur er gegen die Wiedervereinigung IN DIESEM TEMPO UND UNTER DIESEN BEDINGUNGEN. Dass die Einwände nicht unbegründet waren erleben wir ja aktuell auf mancherlei Ebenen. Sogar innerhalb der C-Parteien, jener antichristlichen Vereinigungen, wird sehr ernsthaft überlegt, wie die Grundlage dieser Wiedervereinigung vom rechtlichen und politischen Tisch gebracht werden kann. 

Nun gut. Die USA will den Atomwaffensperrvertrag nicht umsetzen. Und hat ihn bis heute nicht umgesetzt. Unterschrieben hin oder her. Was auch in USA heftigst kritisiert wird. 

In USA wird durchaus ernsthaft über einen Atomwaffen-Erstschlag nachgedacht und entsprechende Pläne werden je nach weltpolitischer Situation nur verändert. Denn sie sind vorhanden. 

Vor rund 14 Tagen erst warnte ein hoher Militärberater die Regierung vor den Folgen ihrer Pläne. Öffentlich und eindringlich. Bezogen ausschließlich auf die Nutzung von Atomwaffen. Was glaubst Du wohl warum? Der Mann ist Pentagon-Berater. 

Kernwaffen-Tests hat USA nie aufgegeben. 

Naja. Kohl trat in seinen ersten Wahlkämpfen tatsächlich nicht mit einem Doktortitel an. Warum wohl, legte er doch so starken Wert darauf dass es zu diplomatischen Störungen größerer Art und um die Verleihung mancher honoris causa kam. 

Ich bin ein wenig älter. Ich habe gelernt, dass er eben nicht mit einem Titel abgeschlossen habe, weil sein Werk dazu zu unzureichend war. Dabei bleibe ich, und wenn noch so sehr im Nachhinein an den Fakten herum geschraubt wird. 

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Eine "Mauer in den Köpfen"  ??? wurde erst 1990 von Journalisten wie Erich Böhme erfunden. "Ich will nicht wiedervereinigt werden !!!" kreischte er wie Donald Duck.... .... und tat sich später mit der Nachrichtensprechern des DDR-Fernsehens, Angelika Unterlauf, zusammen....

Ich habe beide Tage bewußt erlebt (am 13. 8. 61 mit Uwe Barschel an der Zonengrenze bei Mustin)  und hatte als Norddeutscher in HH aus SH immer eine engere Beziehung zu meinem unerreichbaren Traumland Mecklenburg als zum Saarland ....

Seit 1989 bin ich mit Menschen aus MV und Sachsen eng befreundet...

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Ich habe, 14 km westlich wohnend, bei Mustin am 13. 8. 1961 das Ziehen des Stacheldrahtes  ansehen müssen.

und empfinde "Mauern in der Köpfen" als journalistische Unverschämtheit

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