Wie haben die Menschen sich früher "kontaktiert", getroffen bevor das Telefon erfunden wurde?

24 Antworten

Miest Du "ohne Telefon" oder "ohne Mobiltelefon"? Tatsache ist, dass bis ca. 1965 kaum jemand in Deutschland ein Privattelefon besaß. Skype, SMS, Autotelefone, Satellitenverbindungen usw waren noch lange nicht erfunden, und Computer gab es allenfalls als Monstergeräte in wenigen Firmen.

Du wirst staunen - die Verständigung funktionierte nahezu problemlos:

Man schrieb Briefe oder Postkarten.

Man traf sich und vereinbarte einen neuen Termin.

Wenn man in derselben Stadt wohnte: Man ging einfach hin, und wenn er / sie nicht da war, schob man einen Zettel unter durch durch.

Funktionierte ein vereinbartes Treffen nicht, hängte man einen Zettel mit Kurznachricht an der Laterne o. ä. auf.

Man meldete sich nur, wenn etwas wirklich Wichtiges mitzuteilen war. Die Botschaft, dass man Kopfschmerzen hat, dass Freund X oder Y sich ein Paar Schuhe gekauft hat oder dass der Bus 3 Minuten Verspätung hat, wurde wegen Bedeutungslosigkeit NICHT vermittelt. Dadurch hatten die Menschen auch weitaus weniger Stress, weniger "Termine", wenigher "Verpflchtungen" und vor allem viel mehr Zeit.

Für GANZ dringende Mitteilungen (z.B. Tod, Geburt, Unfall usw) gab es TELEGRAMME.

Siehe paguangare.... .

Edit, erstes Wort: "Meinst Du..."

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Es gab damals eine Reihe von Möglichkeiten, die es größtenteils heutzutage auch noch gibt:

  • Man begab sich zum mutmaßlichen Aufenthaltsort des Menschen, den man kontaktieren wollte (bei ihm zu Hause, auf der Arbeit, ...) und hat direkt mit ihm gesprochen.

  • Man hatte Treffpunkte, wo man sich geplant oder zufällig zu bestimmten Uhrzeiten und Zeitspannen mehr oder weniger regelmäßig getroffen hat (Kirche, Verein, Marktplatz, Dorfbrunnen, Stammkneipe).

  • Man hat einen Boten mit einer mündlichen oder schriftlichen Nachricht geschickt.

  • Man hat sich Briefe geschrieben und diese mit der Post an die Wohnadresse oder das Postfach der Kontaktperson geschickt.

  • Man hatte für Notfälle laute akustische Signale (Kirchenglocken, Sirenen), mithilfe derer die Betroffenen auch aus ein bis zwei Kilometer Entfernung herbeigerufen werden konnten.

  • Vor der Erfindung des Telefons gab es schon andere Fernnachrichtenübermittlungssysteme, z.B. Telegramme und Fernschreiben, die mittels des Morsealphabets verschlüsselt wurden. Oder es gab Nachrichtenstrecken, auf denen alle paar Hundert Meter ein Turm in der Landschaft stand, auf dem Signale in Form von großen Fahnen oder Balken gehisst wurden, die von Turm zu Turm weitergegeben wurden.

Ich hatte in meiner Kindheit auch kein Telefon, ich ging zur Telefonzelle und telefonierte manchmal mit einer Freundin die eins hatte. Ansonsten hat man halt wenn man sie gesehen hat, gleich das nächste Treffen verabredet. Oder sich auch mal ein Briefchen geschrieben, wenn man länger keinen Kontakt hatte.

"früher" hat man es einfach weniger gebraucht. die familien haben zusammen in grösseren häusern gewohnt. freunde, schulen, arbeit, ärzte, händler und geschäfte hat man regional genutzt. da hat sich ein komplettes leben im umkreis von 20 km abgespielt

ich war zwar noch nicht auf dieser schönen Erde als es noch kein Telefon gab, aber ich durfte als Kind nie telefonieren :) daher habe ich mich mit meinen Klassenkameraden direkt in der Schule verabredet. Also bis ich 17 war hatte ich zumindest kein Handy, heute ja unvorstellbar aber scheinbar ging es. Ich saß nie allein daheim u. habe mich gelangweilt. Ich denke dass die Leute früher einfach zu ihren Freunden, Familie gefahren/od. gegangen sind, sich da jeweils verabredet haben. Und für weitere Strecken war wohl die gute alte Post aktiv.

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