Wie gut sind Körperfettwaagen?

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4 Antworten

Die von den Waagen genutzte bioelektrische Impedanzmessung hat ein systembedingtes Problem: Strom nimmt immer den kürzesten Weg. Somit haben Körperfettwaagen den Nachteil, dass sie nur den Anteil in den Beinen messen können, weil der Strom durch ein Bein nach oben geht und gleich wieder durch das andere Bein zurück. Andere Messgeräte, die beim Messen in der Hand gehalten werden, haben das gleiche Problem, nur, dass hier der Strom durch die Arme geht.

Es gibt aber eine Waage, die versucht, dieses Manko durch die Kombination beider von mir genannten Messmethoden sowie durch mehrere Messungen (von Hand zu Hand, Fuß zu Fuß, rechte Hand zum linken Fuß, linke Hand zu rechtem Fuß und linke Hand zu linkem Fuß) zu minimieren. Mit ganz guten Erfolg, wie mein Betreuer feststellen konnte. Wir haben bislang den Körperfettanteil mit einer Hautfaltenzange gemessen, der bislang genauesten Methode. Mit der BC-545 von Tanita haben wir erstmals elektrische Ergebnisse, die sich weitgehend mit denen der "manuellen" Methode decken. Allerdings kostet die Waage auch knapp 200 Euro.

Ich hab mich auch in letzter Zeit mit den Körperfettwaagen beschäftigt und habe mir auch letztendlich eine Tanita BC 545 gekauft. Sind zwar teuer und sehen auch nicht ganz so schick aus wie z.B. eine Soehnle, aber die Infos und Funktionen haben mich überzeugt: http://www.tanitashop.de/de/koerperfettwaage

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Eine Körperfettwaage mißt nur die elektrischen Werte (Spannung, Stromstärke, Widerstand), also keine absoluten Fett-, Wasser- oder Muskelanteile. Die den Benutzer interesierenden angaben werden aus den gemessen elektrischen Werten extrapoiert. Folglich werden auch nur ungefähre Werte ermittelt und keine exakten Daten gesammelt. Da der elektrische Strom den Weg des geringsten Widerstands bevorzugt und er passiert dabei die beiden Beine und den Unterbauch, wird es vielleicht nicht voll durchschlagen, wenn man eine Riesenwampe hat. Immerhin verteilt sich bei Übergewicht das Fett doch nicht immer so ungleichäßig, wie das optisch oft der Fall ist. Exakt sind also diese meßwerte keinesfalls, weil sie mit vielen statistischen Durchschnittswerten und Wahrscheinlichkeiten berechnet werden. Daher gibt die Köprerfettwaage nur bei statistisch durchschnittlich, also "normal" gebauten Personen eine halbwegs exakte Messung. Bei extren Mageren oder Fettleibigen personen kann man höchstens aus etwaigen Veränderungen der Meßwerte fundierte Schlüsse ziehen, weil die "Meßwerte" kaum exakt sein dürften.

Ich möchte behaupten die meisten Körperfett Waagen messen überhaupt gar nichts ausser dem Gewicht.

Zusammen mit der eingegebenen Größe und dem Alter berechnen sie daraus den Körperfettanteil.

Ich hatte mich immer gewundert, dass genau mit dem Gewichtsverlust auch der Köperfettanteil runterging.

Der Test ist ganz einfach:

Ich habe mir zwei 10 Kilo Hanteln genommen und mich damit auf die Waage gestellt. Und schau an, mein (angeblicher) Körperfettanteil schoss in die Höhe.

Das beweist eindeutig, dass meine Waage (aber auch andere, die ich getestet hab) überhaupt nichts messen, die Sensoren sind reine Augenwischerei.

Also ehrlich gesagt verstehe ich den Rummel um Körperfettwerte und Körperwasserwerte und was weiß ich nicht so ganz.

Für mich ist wichtig einzig und allein die KG-Zahl. Und wenig Kilo --> wenig Körperfett. Oder nicht?

Nein, das stimmt nicht! Muskelmasse ist deutlich schwerer als Körperfett. Wenn du z.B. viel trainierst und du Fett ab- und Muskeln aufbaust, siehst du zwar besser aus, aber der Unterschied macht sich nicht unbedingt auf der Waage bemerkbar.

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