Wie gut funktionieren psychoaktive Substanzen mit dem Asperger-Syndrom?

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4 Antworten

Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Ist ja immerhin ein Spektrum, auf dem wir uns befinden. :)

Da es doch gewaltige Unterschiede zwischen Aspie und Aspie geben kann, reagiert auch jeder etwas anders auf psychoaktive Substanzen.

Ich kann also lediglich von meinen Erfahrungen erzählen - andere Aspies haben aber vielleicht komplett andere Erfahrungen. Also bloß nicht als Empfehlung verstehen.

Persönlich finde ich Stimulanzien recht angenehm. Höchstwahrscheinlich wirken solche Substanzen bei mir allerdings nicht so wie bei neurotypischen Menschen. Am besten lässt sich das wohl mit der paradoxen Wirkung vom Stimulans Ritalin auf ADHS-Patienten - die Reizüberflutung wird gefiltert und in ordentlichere Bahnen gelenkt.

Sedativa hingegen finde ich ziemlich ungut. Besonders unangenehm ist Cannabis für mich. Keine Ahnung wie ich das Gefühl beschreiben soll. Es ist irgendwie so, als käme, anstatt der normalen ungefilterten Reizflut, eine genauso starke ungefilterte, in Watte gepackte, wirre Reizflut, auf einen zu, nur das im Rausch zusätzlich das Gehirn furchtbar langsam arbeitet, wodurch sich ein Rückstau an ungefilterten Reizen ergibt. 

Mit Psychedelika hab ich nicht sonderlich viele Erfahrungen. Die Erfahrungen die ich damit gemacht habe waren jedoch nicht unbedingt schlecht - aber auch nicht total weltbewegend. Im Grunde würde ich die Wirkung jedoch als eher langweilig beschreiben. Wenn die Wahrnehmung schon von Haus aus auf Hochbetrieb läuft, dann passiert nicht wirklich viel, wenn man noch eine wahrnehmungssteigernde Substanz obendrauf streut. 

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Ich würde grundsätzlich vorsichtig sein. Wenn überhaupt dann THC und dann zurückgezogen, nicht unter vielen Leuten.

Von Stimulatien wie Methylphenidat würde ich generell abraten.

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Ich hab mir das mal genauer durch gelesen was Asperger so ist. Und kann daraus schlissen das es wie bei anderen die Drogen nehmen zb. beim ersten mal auch nicht anderes sein wird könnte vl. komisch werden wenn man es mit Freunden nimmt da ich ja gelesen habe das diese Leute sich schwer tun bei Gestiken Mimiken oder halt der Tonfall zu deuten... Ich finde wenn man sich schon schwer tut mit gewissen Dingen sollte man eher weniger zu LSD oder Shrooms greifen weiß nicht wie es bei MDMA der Fall sein würde. Viele beschreiben es als entspannend und man wird fröhlich hat lust was zu tun und bock viel zu reden....

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Kommentar von Pramidenzelle
23.03.2016, 02:17

Tja, da hast du eine wichtige Sache nicht gelesen, die zwar nicht bei allen, aber zumindest bei einigen Substanzen einen sehr großen Unterschied macht: Autisten haben ein Problem mit der Filterung von Reizen. Und das kann bei allen Substanzen, die die Reizwahrnehmung irgendwie verändern zu einer ziemlichen Katastrophe führen.
Einige von uns kennen zudem das Problem, dass Medikamente bei Autisten nicht immer die erwartete und gewünschte Wirkung haben, besonders, wenn sie das Nervensystem betreffen - und das tun psychoaktive Substanzen ja durchaus.
z.B. gibt es Schlafmittel, die in sehr seltenen Fällen bei neurotypischen Menschen, aber in gar nicht so seltenen Fällen bei Autisten dazu führen, dass man erst Recht wach und aufgedreht wird - allerdings lässt sich das nicht vorhersagen, bis man es probiert hat.
Ich zum Beispiel habe vor meiner Asperger-Diagnose Mal Tabletten gegen Angstzustände bekommen (ich weiß leider nicht mehr genau, worum es sich handelte, ich war da noch eine Ecke jünger und hab sie nur einzeln von Mama bekommen...) und die haben dafür gesorgt, dass ich mich erst recht in mir selbst eingeschlossen gefühlt habe und sowas wie sopntan-Mutismus entwickelt habe, also einfach keine Worte mehr formen konnte, nicht Mal in meinem Kopf...

Daher würde ich davon ausgehen, dass es bei Drogen ganz ähnlich ist - es kann "normal" ablaufen, aber durchaus auch völlig anders.

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