Wie gut bin ich mit einem VPN vor Hacker und Viren geschützt?

5 Antworten

Hallo Jan,

also...

Wovor dich ein VPN nicht schützt...

VPN heißt nur dass du alle Daten, die du an einen anderen Computer (z.B. einen Server von gutefrage.net) versendest den Umweg durch irgendeinen dritten (vierten, fünften...) Computer nehmen. Auf dem Rückweg läuft das ebenso.

Das bedeutet jedoch keinen Schutz, wie du ihn dir vorstellst. Wenn du dir Schadcode (z.B. Viren) herunterlädst, nehmen die Datenpakete halt einen kleinen Umweg, bis sie in deinem Speicher landen.

Auch vor dem Ausspähen von Daten bist du dadurch nicht sicher. Wenn dein System angreifbar ist, kann es auch durch ein VPN hindurch übernommen werden. Accounts bei Webdiensten können trotzdem übernommen werden. Dass du dich normalerweise durch ein VPN hindurch bei diesen anmeldest, spielt überhaupt keine Rolle.

Was bringt ein VPN?

  • Durch ein VPN verschleierst du (vielleicht) beim Serven deine IP-Adresse. Das war's auch schon.
  • Du bist in vielen Fällen jedoch trotzdem identifizierbar.
  • Falls die Daten-Pakete, die du durch das VPN schickst, nicht verschlüsselt sind (z.B. weil du auf Spiegel-Online Artikel liest), können sie vom VPN-Betreiber überwacht und manipuliert werden. In diesem Fall wäre das VPN sogar ein zusätzliches Sicherheitsrisiko.

Bist du mit GNU/Linux sicher?

Nein, leider nicht.

Schadsoftware

Was Schadsoftware, wie Viren betrifft, musst du dir unter GNU/Linux (auf PC's und Notebooks) zur Zeit kaum sorgen machen, sofern du die üblichen Grundregeln beachtest und nicht fahrlässig irgendwelche gravierenden Sicherheitslücken in dein System reißt.

Abraten würde ich von Distributionen, die nur von einer sehr kleinen Community betreut werden und bei denen Sicherheitspatches daher nicht immer zeitnah eingepflegt werden. Außerdem ist von "Kali Linux" dringend abzuraten - unter diesem System ist der Benutzer immer mit Superuser-Rechen ausgestattet (so, wie damals unter Windows XP).

Fast alles, was es derzeit an Schadsoftware in freier Wildbahn gibt, richtet sich gegen Microsoft-Systeme.

Andere Angriffsziele

  • Ob deine Accounts bei Webdiensten sicher sind oder nicht, hat nur wenig mit dem Betriebssystem auf deinem PC zu tun (wobei Schadsoftware Passwörter ausspähen kann)
  • Ob dein privates W-LAN sicher ist, hängt kaum davon ab, welches Betriebssystem du auf deinen PC's benutzt.

Mit VPN bist du überhaupt nicht vor den täglich neu ins Web gespülten 380000 Windowsschädlingsvarinanten (BSI Lagebericht 2016, Seite 16) sicher. Jeder davon übernimmt Windows unbemerkt und schon hat der Rechner einen neuen Herren.

VPN bedeutet, dass du einen anderen Eintrittspunkt ins Web hast - sonst nichts.

Professor Albrecht sagt, dass du mit einem Linux Betriebssystem das Web sicher und gefahrlos nutzen kannst ohne Drittanbieter Hilfsprogramme (wie das unsichere Win sie benötigt).

Ein VPN erhöt den Schutz gegen Viren usw gar nicht, du bist nach wie vor genau so angreifbar.

Das einzige was das VPN macht ist deine IP zu verschleiern. Dem Wurm, Hacker etc. ist es aber komplett egal ob er dich durch den VPN Tunnel angreift oder nicht, das bekommt der nicht mal mit.

Btw ein Linux basiertes System ist auch nur so sicher wie es der Benutzer erlaubt, es ist also ein irrglaube, dass man auf dem Linux System alles ohne Gefahr machen kann.

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Hallo Peter, das ist ja nahe dran.

Unter Linux ist Sicherheit die Basis, da kann der Benutzer nichts verschlimmern. Es gibt nicht einen funktionierenden Schädling für Linux Mint, da die Verbreitungswege fehlen.

Nur Windows Nutzer tun sich sehr schwer damit, dass es ein sicheres kostenfreies Betriebssystem gibt, das keine Registrierung, keinen Key und keinen Virenscanner (vom BSI bestätigt) für den sicheren Betrieb benötigt.

Ich empfehle jeden den Betriebssystemhorizont um 100% zu erweitern und das sichere Linux (Mint) neben dem unsicheren Win zu installieren. Das ist an einem Abend erledigt. Die Bedienung ist wie bei XP/W7, eher einfacher. Bei jedem Rechnerstart kann dann künftig gewählt werden, ob ein unsicheres OS benötigt wird (für Bezahlprogramme) oder das sichere, besser ausgestattete und elegante Mint.

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@gonzo1233

Das stimmt so nicht. Es gibt genügend Viren und Würmer auch für Linux Systeme, ebenfalls für Debian und damit auch Ubuntu und Mint.

Es gibt zwar nicht so viel Schadsoftware als wie für Windows, aber dennoch ausreichend. Du kannst ja mal auf Exploit DB nach Linux suchen (zeigt nur zu Exploits an welche direkt auf den Linux Kernel wirken) und für die meisten dieser Exploits gibts auch Programme welche sie ausnutzen. Gibt da im Metasploit Framework alleine jede Menge.

Zudem muss man ja nicht das Betriebssystem direkt angreifen, was sowohl auf Windows als auch Linux relativ schwer ist, besonders von außen. Meistens nutzt man Schwachstellen in der Anwendersoftware zB Firefox und da ist es egal ob man sich auf Linux oder Windows befindet, der selbe Exploit funktioniert dabei unabhängig vom OS.

Mein Kommentar:

Btw ein Linux basiertes System ist auch nur so sicher wie es der Benutzer erlaubt

zielt darauf ab, dass kein OS Sicherheit bieten kann wenn der Nutzer unbekannte Software runterlädt und installiert oder dubiose Webseiten besucht und Email Anhänge von unbekannten Absendern öffnet.

Im Endeffekt ist bei jedem Betriebssystem der Nutzer selbst die größte Sicherheitslücke und das Betriebssystem kann den Nutzer auch nur bedingt vor solchen Fehlern schützen.

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  • Fremdsteuerung durch eine andere Person am Gerät
  • Beobachtung der Person obwohl die Webcam abgedeckt war
  • Straftaten anhängen usw.

frage ich mich, ob meine Daten schon indintifiziert wurden, um mir evtl. zu schaden.

Ich war da auch nicht so lange drin, für mich war das eher ein Labyrinth, wo man wirklich viel Durchblick haben muss. Manchmal kamen auch Meldungen auf English bezüglich meiner Sicherheit wegen eines aktivierten JavaScripts oder so, aber da ich nicht so perfect English kann, habe ich dann die vorherige Seiten aufgerufen und solche Meldungen aus Unversändnis ignoriert.

Mittlerweile habe ich das VPN eingeschaltet.

Stimmt es, dass wenn man einmal im Darknet unterwegs war, dass man dort immer bleiben muss? Ich habe sogar von sogenannten Redrooms gehört, die gegen Bezahlung ähnlich wie bei Hostel, Menschen bei der Folterung bis zum Mord zusehen oder sogar gegen einen Aufpreis selbst mitwirken.

Andere wiederum behaupten, dass Darknet wäre halb so schlimm und es würden viele Lügengeschichten verbreitet werden. Was denkt Ihr?

Danke für seriöse Antworten!

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