Wie gross solte heutzutage die Schutzzone bei Videos sein?

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2 Antworten

Der von den Fernsehern errechnete (zwischenzeitig ist er ja nur noch errechnet) Overscan ist immer noch ca. 10% vom aktiven Bild. Errechnet sich also genauso wie bei einer SD-Röhre, nur mit mehr Pixeln. Um nicht mit dem Logo am Bildrand anzuecken oder hässlichen Look durch wenige Pixel Platz zwischen Logo und Bildrand oder ein doch minimals abgeschnittenes Logo zu haben, ist der titelsichere Bildrand halt immer noch 20%.

Wer ein wenig Ahnung von Technik hat, stellt bei nativem HD oder randlos hochskaliertem SD seinen Fernseher ohnehin auf pixelnative, randschlüssige Darstellung. Der Default bei Auslieferung ist aber immer noch Overscan von dem viele nicht wissen, wie man ihn abschaltet oder dass sowas überhaupt geht. Oder man stellt bewusst auf Overscan weil der Randbereich Artefakte wie die VHS-Kopfumschaltung enthält. Deshalb würde ich kommerziell immer noch auf die 10/20% Regel setzen. Privat oder für kleine Kreise absolut unnötig.

Ein besonderer Bereich den manche Fernsehsender noch berücksichtigen, ist der 4:3-Sicherheitsbereich. Hier werden Logos extra weiter in die Mitte gerückt um bei Pan&Scan (links und rechts abschneiden) auf 4:3-Geräten nicht halb oder komplett abgeschnitten zu werden. Eurosport hatte eine Zeitlang mal (gerade läuft keiner, daher kann ich nicht sagen, ob immer noch) 4:3-sichere Bauchbinden (nicht nur Ticker sondern auch statische Einblendungen wo es Sinn macht), wo im 4:3-Bereich Informationen standen und außen Extra-Informationen in einem farblich abgesetzten Bereich, die in 4:3 nicht, in 16:9 jedoch schon sichtbar waren. Hierfür gelten 10% des mittigen 4:3-Rahmens.

Ja früher, aber heute doch nicht mehr.

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