Wie groß schätz ihr das Wählerpotential der AfD?

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9 Antworten

Das hängt davon ab, welches Image sich die Partei im neuen Jahr verpasst. Im Moment ist es ja etwas ruhiger um die AfD geworden, aber das wird sich im Wahljahr 2017 sicherlich sehr schnell ändern.

Dann gibt es natürlich auch noch die äußeren Umstände, die keiner beeinflussen kann. Ein paar Terroranschläge in der zweiten Jahreshälfte können der AfD bei der Bundestagswahl mächtig Auftrieb geben.

Letztendlich bleibt es aber bedeutungslos, selbst wenn die AfD mit 25% in den Bundestag einzöge: wegen der Totalblockade durch alle anderen Parteien wird die AfD nichts zustandebekommen. Wenn sie sich dauerhaft als neue politische Kraft etablieren will, muss sie ihre Positionen in vielerlei Hinsicht überdenken. Das war bei den Grünen und Linken nicht anders.

Deine Frage: "ich mein es gab schon mal eine Partei, die sehr schnelle Wahlerfolge hatte"

Es hat sich bisher nur eine Partei neben den zwei großen Parteien CDU und SPD etablieren können (falls die FDP wieder aufsteht, dann nehme ich die auch dazu als Partei der ersten Stunde):

Das sind die Grünen. Erst waren sie ein außerparlamentarische Bewegung, dann zogen sie in Turnschuhen und mit Sonnenblumen in die Parlamente ein und inzwischen stellen sie in den Ländern mehrere Regierungsmitglieder und einen Ministerpräsidenten.

Grund für den Erfolg: eine große Bevölkerungsgruppe fand ihr Anliegen bei den anderen Parteien nicht ernst genommen.

Heute hat die AfD Wahlerfolge und überwindet die 5%-Klausel, wo sie antritt. Und hier sieht sich ebenfalls eine große Bevölkerungsgruppe von den anderen Parteien nicht ernst genommen.

Vergleicht man beide Vorgänge, dann sollte man annehmen, dass sich die AfD als rechte Partei etablieren wird. Nach einer Schonfrist wird man auch mit ihr koalieren.

Auch wenn es einige AfD-Fans nicht wahr haben wollen,
die AfD ist im Kern nur eine Protestpartei.

Wenn es weder Euro-, noch Griechenland- noch Flüchtlingskrise gegeben hätte [oder noch gibt] würde sie Probleme haben die 5%-Hürde zu knacken.

Aktuell hängt sie bei ≈ 13% fest - und das schon seit vielen Monaten.
Solange es also keine neuen Probleme gibt wird sich daran nach oben hin sicher nichts ändern. Sollte sich die Situation in den nächsten Monaten entspannen wird es schwer diese 13% zu halten.

ich denke , die afd hat sich erst als protestpartei gegründet kann aber zur volkspartei werden. ich mein die haben ja nicht nur 2 themen wie es angeblich in den medien immer dargestellt wird, aber man wird sehen. fpö und front national hatten ja auch mit massiven hetzkampagnen zu hadern und die haben sich ebenfalls etabliert und betreiben nun patriotische politik

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@Grimmjow6

kann aber zur volkspartei werden.

Der SPD mit aktuell 21% sprechen Einige ja bereits ab als Volkspartei gelten zu können.
Wie will die AfD das dann schaffen zumal eher davon auszugehen ist das die Probleme 2017 nicht größer sondern kleiner werden?

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@Crack

das beste wäre ja , wenn man bewegungen oder parteien wie die afd und ib nicht bräuchte . keinemasseneinwanderung , kein multikulti wahn ...stattdessen patiotische politik für die leute in deutschland und europa.

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Es gab mal eine Partei, die wollte sich für Recht und Ordnung und die nationalen Interessen einsetzen. Die stellten Menschen bestimmter Religion, die Frauenbewegung und viele andere Gruppen wie die Roma als Sündenbock hin.

Und von dieser Partei haben wir gelernt, dass autoritäre Strukturen und das Aufstellen von Sündenböcken keine ernsthafte Alternative zur pluralistischen Gesellschaft sind.

Ich sehe die Chancen der AfD also eher gering. So bei 15% mit der Tendenz in den Parlamenten, wie in Brüssel oder Stuttgart, schnell zu zerfallen.

Das ist wohl regional unterschiedliche. Während sie im Isten teilweise bei 25% lagen, gehen Prognosen in Schleswig-Holstein für die Landtagswahl 2017 von 5% - 6% aus.

So hoch wie bei allen Protestparteien, maximal 15%.

Auch die AfD, die sich mit solchen Fragen hier versucht selbst hochzuhypen wird schnell bemerken, dass Protestwähler keine dauerhafte Klientel sind und vermutlich ebenso wie die Priatenpartei in der Bedeutungslosigkeit nach der nächsten Bundestagswahl Zug um Zug verschwinden.

Auch die Wähler werden schnell bemerken, dass die AfD keine vernünftigen Konzepte hat, sondern mehr noch als die anderen Parteien genau  das betreibt, was sie den anderen vorhält.

so sehe ich das nicht , könnte aber so ausgehen. jedoch, wenn sich die anderen parteien von ihrem multikultiwahn nicht verabschieden und eine rigorose remigrationskultur herbeiführen und generell einfach sich keiner blinden bunten ideologie um jeden preis mehr hingeben, bleibt die afd

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@Grimmjow6

Dieser sog. Multikultiwahn existiert in Deutschland schon seit weit über 2000 Jahren, ist also unsere Kultur.

Aber ich bemerke mit zunehmender Besorgnis, dass die Geschichte des eigenen Landes gerade denjenigen nicht bekannt ist, die sich doch so lautstark dafür einsetzen wollen.

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Das Wählerpotetial umfasst genau das, was sie seit nunmehr gut einem Jahr Monat für Monat in den Sontagsumfragen des politbarometers abschöpft und was Sozialforscher seit Jahrzehnten an rechtsextremistischem Bodensatz der Gesellschaft ausmachen: so ca. 12 bis 13 %.

Ich denke, dass die afd etwa so bleibt wie sie ist... ich kann mir gut vorstellen dass die afd in ein paar jahren, wenn Flüchtlinge vielleicht kein großes thema mehr sind wieder erwas weniger wähler hat

die erfolge werden wohl mehr werden. die anderen parteien treiben die wähler doch direkt zur afd

Und ich dachte das sich zumindest CDU/CSU der AfD annähern?
Was stimmt denn nun?
Immer nur das was gerade passt?

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@Crack

Völlig zu eigen machen kann sich die CDU die Position der AfD ja nicht, sie müssten sonst Mutti Merkel eigenhändig absägen. 

AfD kann also auf die CDU zeigen und sagen "Siehste, haben wir doch immer gesagt, dass wir recht haben". 

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@Crack

die csu nähert sich da etwas an. aber ob das reicht um die wähler zu halten ist da fraglich

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