Wie groß ist das Revier von Katzen und was muss man bei Draußen-Katzen beachten?

8 Antworten

Hallo Florianlp001

tja, wenn du dich dazu entscheidest, deine Katzen in den ungesicherten Freigang zu lassen, musst du mit allem Rechnen. Und natülich sind Traktor, Mähdrescher und Co., so wie Wildtiere ebenfalls Gefahren für Katzen im ungesicherten Freigang.

Die Neugier ist der Katze Tod (Sarah C. Kilian, Katzen Extra)

Freigänger haben einen Radius von bis zu 3 km/300ha, manche sogar mehr !

Katzen unterteilen ihr Revier in 3 Kategorien:

  1. Heim 1. Ordnung steht für Schlaf- und Futterplatz
  2. Heim 2. Ordnung nähere Umgebung rund ums Haus
  3. Jagdrevier

Stadtkatzen haben ein Streifgebiet von 0,4 bis 65 ha und im ländlichen Raum ein Streifgebiet von 4 bis 200 ha ! ( Für unwissende: 1 ha = 100x 100 m )

Wild lebende Katzen durchstreifen ein Gebiet von bis zu 600 ha !

(laut eines Artikels/Studie in der "Geliebten Katze" Nr. 6/ o7)

Potente Kater streifen weiter umher als Kastraten und diese wiederum mehr als Kätzinnen.

Die Streifgebiete von Kätzinnen unterscheiden sich je nach Studie enorm in der Grösse.

Die Streifgebiete von Katern sind durchschnittlich dreimal so gross wie diejenige der Kätzinnen (Studie Züricher Tierschutz: SWILD 2013)

Bauernhofkatzen können ein Revier von bis zu 10 Hektar haben. Und bei männlichen Katzen wurden sogar schon Reviere mit einer Größe von über 60 Hektar gemessen. Die Reviere von Katern sollen außerdem, während der Decksaison, noch größer sein als sonst üblich und die Reviere mehrerer Katzen abdecken (Hofmann, 2012, S. 21).

Katze in den ungesicherter Freigang ? NEIN !

Wichtig: Katzen müssen vor dem ersten Freigang (ob gesichert oder nicht) gechipt, registriert, kastriert sein und zumindest die Grundimmunisierung (Impfung) haben.

Viele lassen ihre Katzen schon mit 6-7 Monate das erste mal raus, in den ungesicherten Freigang. Ich persönlich würde keine Katze einfach in den ungesicherten Freigang raus lassen und erst Recht nicht unter einem Jahr !! Denn die Grundimmunisierung ist erst mit der zweiten Impfung nach 1 Jahr abgeschlossen.

Außerdem sind zu viele junge, noch übermütige, oder auch ängstliche Fellnasen öfter Opfer von Verkehrsunfällen. Leider kommt es bei solchen Unfällen auch zu Personenschaden, was viele Katzenhalter offenbar nicht wahr haben wollen.

Für mich kommt allgemein nur gesicherter Freigang in Frage.

Wir hatten früher natürlich auch Freigänger, weil man es da noch nicht besser wußte, aber Zeiten ändern sich nun mal. Da muss bei vielen leider noch erst ein Umdenken statt finden. Traurig, traurig.

Bei den heutigen Lebenssituationen, halte ich ungesicherten Freigang für Verantwortungslos !

Denn stark befahrene Straßen, Katzen unfreundliche Nachbarn, Diebstahlgefahr, Jäger, gelangweilte Jugendliche, eine eventuelle Erkrankung der Katze und vieles mehr, die mir einen ungesicherten Freigang einfach zu gefährlich machen !

Aber es betrifft auch das ökologische Gleichgewicht der Natur, meine Umwelt, Fauna und Flora, warum meine Katzen keinen ungesicherten Freigänger mehr habe.

Findet ihr es toll, wenn eure Kinder auf dem Spielplatz im Sand spielen und munter mit Katzenkot hantieren ? Ich nicht. Findet ihr es toll, das eure Katze des Nachbars Gartenteich als Gourmetrestaurant ansieht ? Ich nicht. Muss meine Katze in der Brutzeit Vögel killen ? Oder auch Eichhörnchen, Maulwürfe, Fledermäuse und so weiter, dürfen und müssen nicht länger den Katzen zum Opfer fallen. Denn, was vielen offenbar noch gar nicht Bewußt ist, das unsere Haustier Katze, ihre Beute nur noch selten, oder gar nicht mehr frisst. Unsere Katzen haben zu Hause genug und rund um die Uhr Futter. Die brauchen nicht mehr Jagen, weil sie hunger haben. Sie jagen aus Spaß. Und genau DAS wird allmählich zum Problem. Davor kann man doch nicht länger die Augen verschließen. Und genau hier ist gesicherter Freigang das Zauberwort !

Meine 6 Fellnasen haben ein großes Gehege und mit 3 gehen wir an der Leine raus. Außerdem haben sie ein ganzen Haus, also ganz viel Platz um sich Zurück zu ziehen. Wir haben im Haus verteilt 4 Kratzbäume, 2 Kratztonnen, 2 Kratzecken. Wir Klickern auch und fordern und fördern so unsere Fellbande, eben so mit Interaktivem Spielzeug, Spielzeug generell ist viel vorhanden. Im Gehege haben wir einen Catwalk mit Häuschen. Es gibt immer mal Aktionen, wie z.B. eine Bütte Herbstblätter, eine Bütte Stroh im Sommer, eine Schüssel Wasser mit Spielzeug im Sommer...man kann sehr viel machen, damit es den Katzen in der Wohnungshaltung und dem gesicherten Freigang gut geht.

Ich kann und werde meine Tiere, für die ICH die Verantwortung habe, nicht einfach in dieser bekloppte Welt ungesichert laufen lassen.

Alles Gute

LG

Woher ich das weiß:Beruf – Tierschutz, priv. Pflegestelle & habe seit 40 Jahren Katzen

Kätzinnen haben einen Bewegungsradius von etwa 200-400 Metern in jede Richtung. Bei Katern sind es 1--2 Kilometer. Im Schnitt. Je nach Gewohnheit, Alter, Charakter.

Kastrierte Katzentiere laufen nicht so weit wie nicht kastrierte, weil sie nicht nach Fortpflanzungspartnern suchen müssen.

Traktoren und Mähdrescher können ein Risiko sein, wenn eine Katze allzu vertrauensselig ist. Z.B. weil sie gelernt hat, dass Autos ihr ausweichen oder vor ihr stehen bleiben. Oder wenn die Katze konzentriert auf der Jagd ist. Und ganz besonders, wenn sie rollig ist, bzw. wenn Kater sich mit einer rolligen Katze paaren wollen. Dann achten sie auf gar nix mehr. Aber im Allgemeinen ist alles, was laut und groß daherkommt, eher ungefährlich.

Schlimmer sind z.B. Jäger, die Katzen erschießen. Oder Tierfeinde, die Gift auslegen. Auch Rattengift oder Mäuseköder. Wenn die Katze ein vergiftetes Beutetier frisst, kann sie daran sterben. In der industriellen Landwirtschaft wird ohnehin mit vielen Giften gearbeitet, gegen Insekten, Unkraut und Pilze; das ist sicher auch für Katzen ungesund.

Zusammengefasst kann man sagen, dass eine freilaufende Katze ein artgerechtes, spannendes, aber auch gefährliches Leben hat.

Man wird aber niemals eine frühere Freigängerkatze wieder zur Wohnungskatze umerziehen können. Es sei denn, sie entschließt sich aus freien Stücken dazu, nicht mehr rauszuwollen.

Eine Katze hat durchschnittlich ein Revier von rund 1km Umkreis um ihr Zuhause. Je länger die Katze in der Wohnung gehalten wurde bevor sie zum ersten Mal raus durfte, desto kleiner ist das Revier, auch unangenehme Erfahrungen wie Streit mit anderen Katzen oder Hunde und andere Gefahren können dafür sorgen dass die Katze ein kleineres Revier bevorzugt.

Traktoren und Mähdrescher sowie andere Maschinen können durchaus eine Gefahr für Katzen sein. Wenn sie die Möglichkeit haben sich rechtzeitig zu verstecken, entkommen sie den Maschinen schon, aber nicht selten suchen sie auf den Reifen Schutz vor Wind und Wetter und sind manchmal, wenn die Maschine eingeschalten wird, zu verstört um zu flüchten und werden überfahren.

Wildtiere wie Füchse und Marder können auch eine Gefahr für die Katze sein. Zwar bevorzugen beide andere Beute, aber wenn der Hunger gross ist, greifen sie auch Katzen an. Noch gefährlicher sind Eulenvögel.

Die grösste Gefahr ist jedoch der Mensch. Giftköder, rücksichtsloses Fahren und absichtliches Fangen und Töten kommt immer wieder vor. Ich lebte früher am Land und dort gab es einige Jäger die Katzen fingen und in ihren Jagdrevieren aussetzten um sie dort zu erschiessen.

Das Revier ist nicht klar definiert. Aber Kater streunen schon mal kilometerweit. Unsere Katze lebt sie ein Satellit um unser Haus rum und geht nicht aus unserem Garten. Aber sie kann auch nicht so gut gucken und hat vor allem Angst

Alle Tiere und alle Fahrzeuge sind eine Gefahr, besonders, wenn die Katzen sich nicht in der Freiheit auskennen. Gewöhne sie stundenweise ein. Am Anfang gehen wir immer zusammen mit den neuen Freigängern raus und erledigen z. B. unsere Gartenarbeiten.

Du kannst dann erleben, wie sie täglich mutiger werden und beginnen Mäuse zu fangen und auf Bäume zu klettern.

Wenn du dir Sorgen um die Sicherheit deiner Tiere machst, sorge für geschützten Freigang! Sprich, zäune deinen Garten katzensicher ein, so, dass sie sich im Garten frei bewegen können, aber dort nicht raus kommen. Da sind sie sicher vor Autos, anderen Fahrzeugen, offenen Kellerfenstern und - gerade im ländlichen Bereich - Jägern...

Ist auch ganz sinnvoll rund um das Thema Naturschutz, da Katzen auch ohne Hunger gerne Insekten und allerlei anderes Getier jagen - ohne Rücksicht darauf, ob es sich um ohnehin schon bedrohte Arten handelt...

Ein eingezäunter Garten ist ideal, wenn du die Möglichkeit hast. Diesen katzengerecht einrichten, sprich mit ungiftigen Pflanzen, lauschigen Plätzchen, Erhöhungen für die Übersicht, ein plätscherndes Brünnchen. Meine leben fast draussen im Sommer. Leider liess ich auf Empfehlung eine meiner Katzen ganz raus (er hatte soviel Energie)was ich gerne Rückgängig machen möchte, denn hat die Situaton eher verschlechtert, nicht verbessert und er ist ja nun all diesen Gefahren ausgesetzt.

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