Wie glaubwürdig sind die Diagnosen im Internet?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lieber zum Arzt gehen, anstatt irgendwelche Diagnosen im Internet trauen :)

Wie glaubwürdig sind die Diagnosen im Internet?

Du solltest die Qualität einer Information nicht nach dem Medium beurteilen, in dem sie veröffentlicht wurde sondern nach der Reputation des Autors.

Es ist ein Unterschied, ob eine Information auf einer Seite ohne Quellenangabe steht, oder auf einer Seite seht, auf der auch sonst viel belegbar Unwahres steht (Zentrum der Gesundheit oder andere Seiten von Verschwörungstheoretikern) oder ob sie auf der Seite einer glaubwürdigen Organisation steht (Robert-Koch-Insitut, die Seite Deiner Krankenkasse usw.)

Dann kommt dazu, dass die Gefahr besteht, Symptome unberücksichtigt zu lassen. Die Aussage "bei Schmerzen in der Brust, muss man nicht gleich den Notarzt holen" ist ohne weitere Angabe richtig. Dieselbe Aussage wird lebensgefährlich falsch, wenn man ergänzt, dass man sich schon seit Tagen schlapp fühlt, die Schmerzen in den Oberarm ausstrahlen, man Atemnot hat und unter Übelkeit leidet.

Andersrum gibt es viele gleiche oder ähnliche Symptome bei unterschiedlichen Krankheiten. Wenn man Fieber über mehrere Tage, Schlappheit, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, starken Nachtschweiß, schmerzende Mandeln und geschwollene Lymphknoten hat, kann das sein

  • eine evt. tödlich verlaufende HIV Infektion
  • eine etwas harmlosere Influenza
  • oder ein nahezu völlig harmloser grippaler Infekt

Oder mit anderen Worten: eine Diagnose aus "dem Internet" kann richtig sein. Sie kann aber ebenso falsch sein. Wenn ich jedoch den tatsächlichen Wahrheitsgehalt einer Information nicht kenne, ist diese Information zu 100% nutzlos.

Alex

Nicht ohne Grund studieren Ärzte 6+ Jahre und hängen nochmal viele Jahre für einen Facharzt drann... Dazu brauchen Sie viele diagnostische Mittel, wie z.B. Labore und Gerätschaften. Das eine "Diagnose" von einem Leien übers Internet nicht so stimmig ist kannst du dir wohl denken.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Danke Bricklayer, ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber es kam schon vor, das auch Ärzte falsche Diagnosen gestellt haben. Trotz der langen Studien und Fortbildungen! LG

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@Mausimauselchen

Wer macht im Leben denn keinen Fehler? Trotzdem wäre mir ein Mediziner lieber, als jemand ohne Kenntnis vor einem PC..

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@Mausimauselchen

Das kommt sogar täglich vor das Ärzte falsche diagnosen stellen. Und du glaubst das Leute die das in 3 Minuten gegooglet haben mehr Ahnung haben?

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@Mausimauselchen
aber es kam schon vor, das auch Ärzte falsche Diagnosen gestellt haben

Ja. Aber dadurch sind weniger Menschen zu Schaden gekommen als durch falsche Informationen aus dem Internet.

Im März 1997 starb ein damals 31-jähriger Münchner, der im Internet gelesen hat, man könne sich durch Lichtnahrung ernähren. Denselben las eine 53-jährige Neuseeländerin, die einer Woche Fasten durch den Flüssigkeitsverlust starb. Eine 48-jährige Australierin wurde 1999 von Wanderern tot an einem See mit ausgemergeltem Körper gefunden, nachdem sie einen Lichtnahrungsprozess absolviert hatte.

Die alle hatten von "Lichtnahrung" aus dem Internet gehört.

Das ist jetzt absichtlich ein sehr extremes Beispiel. Aber es gibt zahlreiche weitere Beispiele, in denen "im Internet" fragwürdige Diagnosen gestellt und Behandlungen empfohlen werden. Ärzte die Fehldiagnosen stellen, müssen sich rechtfertigen. Internet-Autoren, die einen Bullshit schreiben, schreiben munter weiter.

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Das ist völlig unterschiedlich und sehr abhängig von der Fragestellung und der aufgerufenen Seite oder dem Forum.

Nach wie vor ist es deutlich sicherer einen Arzt aufzusuchen

Ich finde sie überhaupt nicht glaubwürdig. Schließlich kann das Internet Dich nicht untersuchen..................

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