Wie glaubhaft sind Studien?

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11 Antworten

"Studien" können von sehr unterschiedlicher Qualität sein.
Nur, weil etwas so heißt, bedeutet es nicht, dass die Ergebnisse nach üblichen wissenschaftlichen Kriterien korrekt gewonnen wurden.
Es gilt das gute alte Motto: "Trau, schau, wem".

Das ist für den Laien oft nicht einfach.

Wer eine Studie beurteilen will, muss 'über den Tellerrand hinaus' schauen - er muss im Grunde sich ein Bild machen, was der allgemein anerkannte Trend in diesem Bereich ist. Studien, die angeblich ganz neue Erkenntnisse bringen und bisheriges Wissen über den Haufen werfen, sind gut für den Journalismus (man muss ja immer mal was Neues schreiben!), in Wirklichkeit gibt es das aber selten!! Eine solche Studie muss erst durch sorgfältige Wiederholungen bestätigt werden! Und dann zeigt sich oft, dass das sich eben nicht bestätigt, bzw. dass die Arbeit erhebliche Mängel hatte oder falsch interpretiert wurde.

Aussagekräftige Studien kommen in der Regel von wissenschaftlich anerkannten Einrichtungen wie Universitäten oder renommierten Forschungsinstituten.
Es gibt aber selbst dann manchmal manipulierte Ergebnisse (leider!), wie sich hinterher herausstellte.

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Kommentar von Tamtamy
17.07.2017, 08:14

Einige Zeit später:
Schade. Über ein 'Danke' hätte ich mich gefreut. Eigentlich ein üblicher Akt der Höflichkeit, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auf eine gestellte Frage vernünftig zu antworten.

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Bei Studien gibt es mehrere Faktoren zu beachten: 

1.) Wer hat die Studie verfasst? 

2.) Wo wurde diese publiziert? Dies ist ein relativ guter Indikator für die Glaubwürdigkeit ihres Inhalts. Wenn eine Studie es schafft in Nature, Cell, Science, Scientific American, PLoS oder einem vergleichbaren Journal mit hohen Impact-Factor aufgenommen zu werden kann man deren Inhalt nirmalerweise vertrauen. Natürlich ist dennoch ein gewisses Maß an kritischem hinterfragen angebracht und notwendig, doch zumindest grobe Datenfälschung und Co. sollten hier nicht mehr anzutreffen sein.

3.) Sehr vorsichtig sollte man bei Medienartikeln über wissenschaftliche Studien sein. Was eine Studie aussagt und was ein Artikel letztenendes darüber berichtet muss leider nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Medien neigen zu Sensationalsimus. Sie wird aus einer Studie die belegt dass ein gewisser Wirkstoff Tumors eines bestimmten Typs leicht schrumpfen lässt gerne mal die Headline "KREBS GEHEILT!!!" und ähnliches. Dieses Comic fasst die Problematik gut zusammen:

http://www.smbc-comics.com/?id=1623

Für Laien ist es leider schwierig sich in dieser Problematik zu Recht zu finden, ich würde hier versuchen mich auf die Aussagen seriöser Quellen (z.B. WHO, CDC, RKI) zu verlassen. 

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Kommentar von Tamtamy
17.07.2017, 08:15

Gute Antwort!

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Es wird alles Mögliche "bewiesen". Manchmal werden sogar vorweg schon die Ergebnisse von Untersuchungsreihen festgelegt und diese Ergebnisse bestens bezahlt.

Dass ein solcher Schmarren, wie die Unwirksamkeit der Pille, es in die Zeitungen und Zeitschriften schafft, ist Ausdruck einer immer mehr zerfallenden Seriosität der Verlage und Redaktionen.

Was heutzutage in Printmedien veröffentlicht wird, erfüllt oft schon nahezu den Tatbestand des Betruges und der Anstiftung zum Aufruhr.

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Lernen du musst viel Padawan. Wer hat wann wo für wen zu welcher Fragestellung welche Daten erhoben, sie wie verarbeitet und welche Schlüsse daraus gezogen? So musst du anfangen wenn du die Studie verstehen willst. Und dann sollte man solide Kenntnisse der Statistik erlernen. Dauert nur ein bis zwei Monate und geht in der Bücherei.

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Ergänzung:
Du kannst, wenn du magst, hier die Quelle dieser Untersuchung angeben. Dann schau ich mal, ob ich dir eine Einschätzung dazu geben kann.

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Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Und Studien sind nichts anderes.

Außerdem scheint es ein neuer Trend zu sein,zu jedem Möglichen und Unmöglichen eine Studie zu machen.

Meist nützt sie nur dem, der sie in Auftrag gibt - und somit auch bezahlt. Zu dessen Gunsten wird sie dann auch ausfallen.

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Kommentar von Glasratz
14.07.2017, 11:27

Ich würde es mir zweimal überlegen, meine Argumentation mit einem Zitat von Goebbels zu belegen.

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Diese Studien sind eher unglaubwürdig weil sie eine gewisse Anzahl an Leuten einladen die dann irgendwelche Tests o.ä machen.Dort kann man dann sehen welche Personen was gemacht haben und welche die Mehrheit gründen.Problem ist nur wenn man Leute aus einer anderen Stadt oder Bezirk einlädt könnte ein vollkommen anderes Ergebnis rauskommen

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Es kommt darauf an, wer die Studie bezahlt. Wenn Daimler eine Studie bezahlt, in der "untersucht" wird, ob Dieselmotoren doch nicht so schädlich sind, ist der Wahrheitsgehalt dieser Studie gegen Null.

Oft kann man den Auftraggeber nicht einfach herausfinden. Bei unseriösen Studien wird das gekonnt verschleiert.

Das ist wie mit Gutachten. Auch da ist es wichtig zu wissen, wer das Gutachten bezahlt.

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Kommentar von Glasratz
14.07.2017, 11:22

Nein. Wer die Studie bezahlt bekommt nicht unbedingt die Ergebnisse geliefert, die für ihn günstig sind. Das ist Stammtischgerede. Es kommt schon Mal vor, aber meistens will ein Unternehmen doch wissen, ob ihre Produkte wirklich funktionieren.

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"traue nur der Studie die du selber gefälscht hast."

da ist was wahres dran :p man sollte da nicht zu 100% drauf vertrauen wobei die Grundrichtung wohl stimmen wird

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Man kann nie einfach alles so glauben.
Da hilft nur recherchieren und herausfinden wie die Studie gemacht wurde und wie seriös dieser "Forscher" ist.

Würde die Pille nicht wirken wären sehr viele Frauen ständig unerwartet schwanger.

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Hi! Man sollte sie immer hinterfragen! Es kommt natürlich auch drauf an, wer die Stude veröffentlicht. generell würde ich solche ergebnisse nur als Anregung heranziehen, nie wirklich als Tatsache wahrnehemn, da sie eben immer nur einen Querschnitt betrachten und die eigentlichen individuellen Fälle somit alle igoriert werden ;)

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Kommentar von GoodFella2306
14.07.2017, 11:00

individuelle Fälle sind ja auch keine Beweise, sondern persönliche Erfahrungen und somit weit entfernt von Beweisen. individuelle Fälle sind ja auch keine Beweise , sondern persönliche Erfahrungen und somit weit entfernt von beweisen . deshalb macht man ja Studien , damit eben nicht nur der Eindruck des Einzelnen geschildert wird , sondern eine wirkliche Wirkungsweise aufgrund einer breitgefächerten Wirkung belegt werden kann .

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