Wie gewöhnt man ein Kleinkind an sein eigenes Bett?

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12 Antworten

Hm, es ist schwer, darauf "richtig" zu antworten, weil es ganz viel auf die Mutter und das Kind ankommt. Grundsätzlich muss die Mutter es wirklich wollen (diese Voraussetzung scheint ja gegeben). Sie kennt ihr Kind auch am besten und sollte mal überleben, wie es am besten mit so einer Umstellung klar kommen würde. Bei meinem Sohn half damals "Schritt für Schritt"-Lösen. Also, zunächst haben wir damit begonnen, ein echtes Abendritual einzuführen. 1. Schlafanzug an, Zähne putzen. 2. Ab ins Bett und Geschichte vorlesen. 3. Daneben sitzen bleiben, bis er eingeschlafen ist. Nach und nach haben wir (mit seinem Einverständnis) Punkt 3 immer mehr erweitert - also erstmal nicht mehr so lange sitzen geblieben, bis er eingeschlafen ist, sondern nur noch "fünf Minuten", den Rest dann vor der Tür und auf jeden Fall in naher Rufweite (aber außer Sicht). Mit der Zeit wurde die direkte Anwesenheit im Raum immer mehr gekürzt - bis irgendwann einfach nur die Tür einen Spalt aufgeblieben ist, damit er uns (und wir ihn) hören konnten.

Meine Tochter hingegen war sehr viel verständiger, mit ihr konnte / kann man das mit "einfachem" Erklären rüberbringen. Sie reagiert auf die Argumente: Du bist jetzt alt genug dafür. Wenn was ist, brauchst Du nur rufen. Dein Bett ist für Dich viel besser und Du kannst so ruhiger schlafen. Deine ganzen Puppen schlafen ja auch hier im Puppenbett,...etc. Und viel positiver Verstärkung am nächsten Morgen.

Also, es kommt aus meiner Sicht auf folgende Punkte an:

1. Der Leidensdruck Deiner Freundin und die damit verbundene Konsequenz in der Umsetzung

2. Die Art, wie ihr Kind normalerweise reagiert - und das Einfühlungsvermögen der Mutter, darauf einzugehen und entsprechend zu handeln

3. Hilft natürlich auch Deine Unterstützung - aber bitte nur aus dem Hintergrund, quasi zum Rückenstärken der Mama.

Alles Gute und viel Glück!

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Kommentar von BobbyUnFit
07.12.2015, 13:01

Danke, dass hilft uns echt weiter :-)

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Wenn die Kleine nachts aufwacht solltet ihr sie nicht mehr in das Bett der Erwachsenen holen, sondern mit VIEL Geduld und immer wieder liebevoll streicheln, beruhigen und im eigenen Bettchen liegen lassen oder wieder rein legen. Das kann 14 Nächte dauern, aber dann solltet ihr da durch sein. je länger die Kleine nicht in ihrem Bett bleibt, um so länger und härter wird der Kampf später. 

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Ok. Ich lese also dass es um eine vernünftige Matratze geht. Und eben nicht darum dem Kleinkind den nötigen elterlichen Schutz zu nehmen. 

Du kannst bei jedem Bettenanbieter mal rumschnarchen welche Möglichkeiten es gibt eine neue Matratze zu bekommen. Das Dänische Bettenlager z.B. bietet Teile an aus denen dann in gewünschter Größe eine Matratze entstehen kann. Wäre ja mal ein Weihnachtsgeschenk über welches nachgedacht werden könnte gemeinsam mit ihren Eltern das auch noch viel Sinn macht. Sie sollte unbedingt vorher in ein teures Bettengeschäft gehen und sich mal anständig beraten lassen welches Matratze für sie geeignet ist. Die haben da so ihre Möglichkeiten das rauszufinden. Solche Teile haben den Vorteil dass sie auch mal selbst richtig sauber gemacht werden können da sie handhabbar groß sind. Würde sich dann im Sommer anbieten. In der Zeit wo die Teile in der Hitze trocknen kann dann womöglich so eine große Luftmatratze genutzt werden, Bettluftmatratze heißen die Dinger wenn ich recht erinnere. Und wenn ein Teil durchgelegen ist ist ein Austausch auch schnell bewerkstelligt. Soll dann mal später das Bett größer werden ist es auch keine Herausforderung. 

Das Kind ist jetzt in der Ich-Entwicklungsphase. Rechne also jetzt mit mehr Widerstand als noch vor einem halben Jahr denkbar gewesen wäre. Und nehme solche Verhaltensweisen auf keinen Fall persönlich. Ich gehe in meinen Antworten öfter auf diese Phase ein. 

Bitte mülle das Kind nicht mit irgendwelchen modernen Geschenken zu. Jetzt macht es Sinn an so eine Trommel mit Holzspielzeug zu denken. Damit ist es dann sicher ein Jahr gut beschäftigt immer mal wieder und später können die Klötze anderweitig genutzt werden. Schreibe ich Dir weil es modern ist die Kinder dermaßen mit toten Gegenständen zuzumüllen dass kein Raum mehr bleibt die sich gerade in diesem Alter entwickelnden Sinne entdecken zu können, sie ausreichend zu erforschen, Grenzen auszutesten - auch mit den Sinnen ist es sehr wichtig. 

Wenn sie nur nachts aufwacht gewöhnt ein Einschlafritual an. Es erleichtert die Beruhigung ungemein. Das kann eine Geschichte sein die immer wieder vorgelesen wird, das kann ein Kindergebet sein, .... . Offensichtlich verändert sich der Musikgeschmack schnell mal bei einigen Kindern. Was aber gesprochene Worte angeht so vermittelt die Stimme der schutzbietenden Person alleine schon reichlich Beruhigung. Und so ein Einschlafritual kann auch Deiner Freundin nützlich sein um mal zur Ruhe zu kommen bei all der Hektik und all den vielen Anforderungen. 

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Das Elternbett ist normalerweise das bequemste Bett im Haus. Kleine Kinder haben weiche leichte Körper und ihre Matratzen sind so gut wie immer viel zu hart. Kein Wunder dass sich so viele Kinder im Elternbett wesentlich wohler fühlen.

Wenn sie schon ein grosses Bett hat, kann man bei Ikea  oder so eine Matratzenauflage günstig kaufen. Die Auflagen die ich meine nennen sich Memory Schaum oder Viscoelastischer Schaum. Kinderbett Matratzen mit solchen Auflagen gibt es im Handel oder man lässt sich eine Auflage zuschneiden. Oft ist es billiger sich eine solche Auflage für ein grosses Bett zu kaufen und sie dann zuzuschneiden.

Dass Kinder in der Nacht erwachen und dann schreien ist normal. Man kann ihnen dann immer wieder sagen, sie sollen rufen und nicht schreien, irgendwann klappt das.

Ein Kind kann lernen im eigenen Bett einzuschlafen und erst wenn es erwacht zu den Eltern ins Bett zu krabbeln. Irgendwann schläft es dann im eigenen Bett durch. Viel Geduld und ruhige Nächte!

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Kommentar von BobbyUnFit
07.12.2015, 12:31

Danke, dass mit der Auflage ist auf jeden Fall eine gute Idee!

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tja, ich halte generell nichts davon, wenn kinder nicht im eigenen bett schlafen. das hat auch mit bedürfnis nach nähe absolut nichts zu tun sondern eher mit den erwachsenen die sich nicht mit dem kind auseinander setzen möchten. die nähe beim füttern, wickeln und spielen reicht bei einem gesunden kind vollkommen aus. ruhiger schlaf ist für eine gesunde entwicklung wichtig. allerdings von anfang an! jetzt wird das nicht ohne tränen und nerven ablaufen bis das töchterlein sich daran gewöhnt hat. unser sohn durfte immer am we im grossen bett schlafen, da mama und papa da frei hatten. wir haben ihm erklärt das das in der woche nicht geht, da wir arbeiten und ausgeschlafen sein müssen. 

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Hallo,

etwas spät, aber vielleicht hilft es ja noch.

Ihr habt natürlich beide Recht damit, das die Kleine im eigenen Bettchen schlafen sollte.

Da hat sie viel mehr Ruhe und wird durch nichts gestört, ebenso wie ihr als Eltern.

Es nützt keinem von Euch etwas, wenn ihr keine Nacht mehr durchschlafen könnt.

Ist zwar am Anfang ein wenig "hart", aber ihr müßt da konsequent sein. Macht ihr erstmal das eigene Bett schmackhaft, vorm schlafen im Bett eine Geschichte erzählen, Gute Nacht Lied singen, ect.

Dann noch mal knuddeln, Licht ausmachen und am Anfang vielleicht bei angelehnter Türe das Zimmer verlassen.

Weint oder schreit sie, ruhig kurz zurück kommen, aber keinesfalls aus dem Bett heben.

Versichert ihr, das ihr immer in ihrer Nähe seid und sie keine Angst haben muß.

Dauert ein wenig, aber nach einiger Zeit merkt sie, das sie in ihrem Bett gut aufgehoben ist. ;o))

Wir haben 2 Kids, welche von Anfang an immer in ihren Betten geschlafen haben, es sei denn, sie waren/sind Krank. Am WE kommen sie immer noch mal zu uns ind Bett gekrochen zum kuscheln.

Aber grundsätzlich lieben sie es, in ihrem eigenen Bett zu liegen.

LG

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Schön SChritt für Schritt. Klar das sie schreit wenn sie in ihrem Bett aufwacht, nach dem sie es 2 Jahre andres gewöhnt war. Als erstes solltet ihr sie in IHREM Bett beruhigen, Das kann total anstrengend werden, dann da braucht man echt Nerven wenn so ein kleines Kind brüllt - und den Willen durchsetzen will. denn bei Mama ist es nun mal im Moment noch schöner. Dennoch: Sie ist definitv alt genug für ihr eigenes Bett.

Der nächste Schritt ist dann, das sie auch in ihrem Bett einschläft. Auch da wird es wieder Proteste geben. NICHT nachgeben, das empfindet sie als Sieg. Und wird in ihren Forderungen immer massiver werden.

Je nach Temprament des Kindes können da schon eineige Tage oder auch Wochen vergehen. Und ich sage es noch mal: Entweder ihr/sie zieht das konsequent durch. Oder ihr lasste es gleich.

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Am besten wäre es natürlich gewesen, wenn das Kind von Anfang an im eigenen Bett geschlafen hätte. Kritisch sehe ich es, wenn die Mama das Kind weiter im Bett schlafen lässt und es nur dann "raus" soll, wenn der neue Partner der Mutter da ist. Damit vermittelt man dem Kind nämlich das Gefühl, der neue Partner nimmt ihm etwas weg.

Die Mutter muss konsequent sein, wenn sie mit dem Kind alleine ist, sonst wird das nix.

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Kommentar von BobbyUnFit
07.12.2015, 10:12

Kritisch sehe ich es, wenn die Mama das Kind weiter im Bett schlafen lässt und es nur dann "raus" soll, wenn der neue Partner der Mutter da ist. Damit vermittelt man dem Kind nämlich das Gefühl, der neue Partner nimmt ihm etwas weg.

Ob sie das so macht weiß ich nicht, aber da sie zur Bequemlichkeit neigt, kann ich mir das schon vorstellen.

Im Sommer war ich auch 2 Wochen dort und dann hatten wir sie auch schon so weit, dass sie die ganze Nacht in ihrem Bett durchgeschlafen hat. Deshalb bin ich guter Dinge, dass das jetzt auch wieder klappt. Aber wie du schon sagst, sie muss das dann auch so beibehalten wenn ich wieder weg bin. Aber so schlau wird sie dann hoffentlich auch sein. Sie selbst stört es nämlich auch, dass die Kleine noch in ihrem Bett schläft.

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Wenn sie um 2 Uhr aufwacht, dann kurz dazulegen bis sie wieder eingeschlafen ist. Nicht aus dem Bett nehmen. Das könnt ihr übrigens auch schon beim Hinlegen machen, dann muss man die Maus nicht hin und herschleppen.

Wenn das Bett zu klein ist, um sich dazuzulegen, dann daneben - die nähe reicht.

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moin bobby, kindern bringt man etwas bei indem man sie selbst entscheiden lässt. soll es also bei sich im bett bleiben, bleibst du da bis es schläft. ist dann die entscheidung in der nach das man doch mal wach wird und wieder schreit, gibt man dem kind seinen willen und bleibt da bis es schläft. wenn man konsequent dem kind verantwortung im kindgerechten maß durch eigene entscheidungen beibringt, erziehen sich kinder von ganz alleine.

in der regel dauert so etwas 3-4 tage

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Kommentar von BobbyUnFit
07.12.2015, 12:57

Das werden wir so ausprobieren, vielen lieben Dank!

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Deine Freundin macht es richtig. Sie achtet auf bei ihrer Tochter auf deren Bedürfnis nach Nähe.
Du kannst gerne der Meinung sein, dass das kleine Mädchen deinem Bedürfnis weichen soll.

Aber ich reagiere da absolut verständnislos, weshalb es unter deiner (wie mir scheint) Fantasielosigkeit leiden soll.

Das Mädchen wird eines Tages alleine im eigenen Bett schlafen, wenn es die nötige Reife dazu hat und nicht, weil ein erwachsener Mensch nicht (mehr) alleine schlafen will, obwohl er das doch schon lange kann.

Vergnügen lässt es sich auch an anderen Orten als im Bett.

Lektüre für dich: "Schlafen und wachen" von William Sears sowie die Bücher von Renz-Polster.

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Kommentar von BobbyUnFit
07.12.2015, 12:29

Bei solchen Antworten geht mir echt die Galle hoch! Eine richtige Unverschämtheit ist das. Du unterstellst mir hier das ich die Kleine nur aus dem Bett raus haben will, damit wir in Ruhe poppen können. Habe ich das irgendwie geschrieben? Nein! Und darum geht mir auch überhaupt nicht.

Es ist so, dass meine Freundin nur ein Einzelbett hat. Für ein größeres Bett fehlt der Platz und das Geld. Dadurch das sie noch aufs Gymnasium geht, hat sie schon jede Menge mit lernen und Hausaufgaben zu tun. Nebenbei muss sie sich um ihre Tochter kümmern und im Haushalt mithelfen. Da würde es ihr Nachts ganz gut tun, wenn sie das Bett für sich ganz allein hätte. Sie klagt seit Monaten über extreme Rückenschmerzen. Kein Wunder, wenn sie Angst hat die Schlafposition zu wechseln, weil sie sich vielleicht im Schlaf auf die Kleine legt. Sex kann man auch auf dem Fußboden oder sonst wo haben und zur Not würde ich auch auf selbigem schlafen, ich bin ja immer nur übers Wochenende dort.

Ich selbst musste auch von klein auf im eigenen Bett schlafen, genauso wie meine Schwestern auch. Daher weiß ich auch ganz genau, dass es dem Kind überhaupt nicht schadet, wenn es im eigenen Bett nächtigt.

Meine Freundin möchte an der Situation auch etwas ändern, deshalb frage ich ja hier auch nach, denn auch wenn du das scheinbar nicht von mir gedacht hast, aber ich spreche mit meiner Freundin über solche Dinge und würde sie nie zu etwas zwingen, was sie nicht will. Wozu auch? Ich hätte überhaupt keinen Nutzen daraus.

Außerdem muss man auch einfach mal etwas in die Zukunft denken. Irgendwann wird sie im Kindergarten sein und dort bei Übernachtungspartys mitmachen. Dort gibt es immer Kinder die dann Nachts von den Eltern abgeholt werden müssen, weil sie nicht ohne Mami und Papi schlafen können. Und das finde ich absolut falsch und es tut mir Leid wenn du da anders denkst. Aber Kinder sollten zur Selbstständigkeit erzogen werden, denn das Leben ist hart und es bringt ihnen nichts, wenn sie total verweichlicht an Muttis Rockzipfel durchs Leben gehen. Und das fängt nun einmal damit an, dass das Kind im eigenen Bett schläft und nicht bei Mama und Papa.

Wieso ich unter Fantasielosigkeit leiden soll, kann ich übrigens auch nicht nachvollziehen und ebenso wenig verstehe ich diesen Satz:

und nicht, weil ein erwachsener Mensch nicht (mehr) alleine schlafen will, obwohl er das doch schon lange kann.

Auf deine Lektüre kann ich gut und gerne verzichten, wenn man daraus so einen Müll lernt, wie du ihn hier von dir gibst.

Zum Schluss möchte ich dich noch bitten, dich mit solchen Anschuldigungen zurückzuhalten. Wenn du keinen Rat geben kannst, dann behalte deine Worte einfach für dich und denk dir deinen Teil. Aber mir hier zu unterstellen, ich würde mein Wohl über das Wohl des Kindes stellen, ist einfach eine bodenlose Frechheit.

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Kommentar von kiniro
07.12.2015, 14:26

Lasst mich mal raten: alle die meine Antwort negativ bewertet haben, sind wohl Verfechter und Anwender des unsäglichen Schlaflernprogramms "jedes Kind kann schlafen lernen" von dieser Knast-Zaun...äh Kast-Zahn oder so.

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Kommentar von GroupieNo1
08.12.2015, 03:33

In manchen Augen reicht eben liebe und Nähe für ein Kind, Erziehung ist Versklavung und deswegen nicht notwendig. Und jedes Zeichen eines Kindes ist nur die Suche nach Nähe, aber das ist ja auch alles okay denn Kinder kann man nicht verwöhnen mit Nähe und Zuneigung.

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Ich halte ja generell nicht davon, Kinder unter 3 im eigenen Bett schlafen zu lassen.

Aber wenn es denn unbedingt sein muss, dann legt sie halt in ihrem Bett schlafen und lasst sie einfach nicht mehr zurück in mütterliche Bett.

Wie ist denn das, schlaft ihr als Vorbild fürs Kind auch jeder für sich im eigenen Bett?

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