Wie gewöhne ich ihm dieses Verhalten ab?

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6 Antworten

Oh je, das klingt ein wenig verzwickt..

Dich ihm gegenüber genau so verhalten solltest du auf keinen Fall - du bist kein Kind, mit dem man um ein Spielzeug streitet. 

Nun wäre interessant, wie lang er dieses Verhalten schon zeigt und ob es auch im Kindergarten auftritt.

Falls es sich um eine Phase handelt, könnt ihr das vermutlich nur aussitzen. Dabei gilt es, dass sich alle Erziehenden einig sein und die gleiche/eine ähnliche Reaktion zeigen müssen. Im Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder in der Gegenwart kleinerer Kinder ist natürlich Vorsicht geboten. 

Für die Mutter des Jungen wäre es ratsam, sich mit der Kindertageseinrichtung ihres Sohnes in Verbindung zu setzen und das Problem zu thematisieren.

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Kommentar von Ni8ke
12.05.2016, 05:53

Eben das seh ich auch so, deswegen vermeide ich das Auge um Auge - Prinzip. Er macht das seit gut zwei Jahren schon so, also nix mit Phase. Gleiche Reaktion zeigen ist unmöglich (sehe untere Kommentare), da die Mutter das nie so umsetzen würde. Doch ich würde ihm gerne vermitteln, das sein Verhalten einfach nicht ok ist und das er das dann auch versteht. 

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Wenn sich dieses Verhalten der Mutter gegenüber so eingespielt hat, wirst Du von außen nichts daran ändern können.

Da geht es um Machtspielchen, mit Erklärungen und Bewusstseinsbildung kommt man da nicht weiter. Und Du als Tante kannst da gar nichts machen, Du würdest Dixh in die Nesseln setzen.

Das sind halt die Früchte der gewaltfreien Erziehung. Bei mir hätte es wohl in der Position der Mutter eine Strafe gesetzt, die er sich gemerkt hätte. Wahrscheinlich wäre mir die Hand ausgerutscht (obwohl ich eigentlich nichts von "gesunden" Ohrfeigen halte).

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Kommentar von Ni8ke
12.05.2016, 05:47

Das sind halt die Früchte der gewaltfreien Erziehung

soll das heißen, du bist FÜR Gewalt in der Erziehung? Wenn das so ist, dann sorry, aber des wäre nix für mich. Ich hab die beiden ohne Gewalt seit ihrer Geburt mit erzogen und finde, bis auf einige Marotten, haben sie sich gut entwickelt. Lediglich bei ihrer Mutter führen sie sich so auf. Ich bin gegen Gewalt, aber für Autorität. Das eine sollte das andere ausschließen

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Kommentar von Herb3472
12.05.2016, 05:57

Ich bin sicher nicht für Gewalt in der Erziehung, habe jedoch den Eindruck, dass viele Eltern mit der Erziehung ihrer Sprösslinge überfordert sind, bzw. gar nicht wissen, dass "Erziehen" auch bedeutet, klare Spielregeln festzulegen und Grenzen zu setzen, deren Überschreitung sanktioniert wird.

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Hallo,

wenn schon Familienhilfe und Jugendamt drin sind, wirst Du sicherlich auch mit dabei sitzen, wenn es etwas zu bereden gibt? Das sollte unbedingt gemacht werden. Gibt es einen Vater zu den Kindern? Überfordert - und wieder schwanger? :(  Vielleicht ist der Junge auch eifersüchtig auf Geschwister und kommendes Kind. Vielleicht ist es auch problematisch, dass Du in Konkurrenz zu der Schwägerin stehst. Du weisst es (immer) besser als sie, was sie als Entwertung erleben könnte. Ist die Familienhilfe professionell und ggf. mit kleinschrittiger Anleitung usw. hilfreich? Evtl. braucht die Mutter psychotherapeutische Hilfe (neben anderen Entlastungen), um überhaupt ihre Rolle als Mutter mit allen Vor- und Nachteilen akzeptieren zu können ...  Es gibt schon einige Widersprüche. z. b.: wie kann die Mutter in ihre Rolle hineinwachsen, wenn gleichzeitig Du die Erziehung als Hauptperson übernimmst/übernehmen sollst - aber vielleicht hab ich das auch nicht richtig verstanden. M. E. müsstet ihr gemeinsam in eine Beratungsstelle (oder aufsuchende Familientherapie, also die ins Haus kommt), um Eure Rollen zu klären und (ggf. neu) zu bestimmen, damit mehr Klarheit entsteht, kein Durcheinander Eurer Rollen besteht, was wiederum auf die Kinder wirkt; evtl. könntest du sie in ihrer Rolle durch konkret abgesprochene Verhaltensweisen unterstützen, sie müsste zustimmen und davon überzeugt sein. Doch falls sie wider besseres Wissen es nicht schafft, kleinschrittig ein Ziel nach dem anderen umzusetzen, liegt das Problem halt tiefer. Dann arbeitest Du dich daran ab. Oder gibt auch (kleine) Erfolge? In welchen Situationen und an welchen Orten verhält sich der Junge in Ordnung; was schafft die Mutter ganz gut; was hat sie verbessert?  Wenn ja, unbedingt beachten und verstärken. Woran liegt es, dass die bisherigen Hilfen nicht ausreichend greifen? Doch ich glaube, dass sich dieses Problem hier nicht weiter lösen lässt und hoffe, dass die bisherigen Antworten ein paar hilfreiche Anregungen geben. Alles Gute!


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Wahrscheinlich wurde bei den Eltern einfach nicht richtig durchgegriffen und besonders am Anfang dieses Verhalten geduldet. Da ist es schwer, dass sie jetzt noch etwas ändern.
Sie sollten sich immer sofort durchsetzen.

Ganz davon abgesehen finde ich dein Verhalten allerdings übergriffig. Die Kinder sind "Tantenkinder" und DU willst sie erziehen. Schaff dir eigene an.

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Kommentar von Ni8ke
12.05.2016, 11:47

ich will sie ja nicht erziehen, doch da sie von Anfang an das JA bei sich hatte, habe ich sie quasi erzogen (auch in Absprache), da sie eh ständig bei mir waren..

eingreifen tut aber jeder mal von uns. Oder würdest du es dulden das das Kind deiner Verwandschaft dich schlägt und die Mutter nix macht, weil es ja IHRE Aufgabe wäre was zu sagen? Blödes Beispiel von der Oma: Mein Haus, meine Regeln...wenn sie bei mir sind, haben sie sich an gewisse Regeln zu halten.

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Also ganz ehrlich. Du bist seine Tante, nicht seine Mutter. Damit bist du nicht die Erziehungsberechtigte, auch wenn es sich um deinen Neffen handelt. Würdest du es wollen, dass sich jemand in deine Angelegenheiten einmischt?

Du kannst nicht mehr ausrichten, als du es jetzt tust. Sofern dich eine Situation betrifft, kannst du deinem Neffen sagen, dass das so nicht in Ordnung ist, nicht mehr und nicht weniger.


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Onkel und Tanten sind gerne gesehen, um die Väter und Müttern zu "beraten", aber nicht um die Erziehung zu übernehmen und sich dabei auch noch ausspielen zu lassen.


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Kommentar von Ni8ke
12.05.2016, 05:50

Das war bisher aber leider immer nötig. Da sie total überfordert ist und sogar schon Familienhilfe hatte/hat. Wenn ich die Kinder mir gegenüber einfach so machen lasse, wie ihre Mutter sie erzieht (mit Schreien, Strafen u hin und wieder Poklaps) - was ich überhaupt nicht gutheiße und es ihr auch schon oft genug sagte, dann würden die Kids zu EinsA A...lochkindern werden und mir eine verpassen, wie es ganz am Anfang so war.

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