Wie gesund sind eigentlich Fruchtzwerge?

7 Antworten

Man sollte sich schon Gedanken machen, warum Danone den enthaltenen Zucker so wohlklingend als "Fruchtsüße" deklariert. Das klingt gleich viele gesünder. Jedoch ist der verwendete (Trauben-)Sirup aus 65% Glucose und Fructose ohne irgendwelche andere Traubenbestandteile wie z.B. Vitamine, letztendlich nichts anderes als eine 65%ige Zucker(Saccharose)-Lösung. Sobald ein Saccharose-Molekül die Darmwand passiert, wird es sowieso in seine beiden Bestandteile Glucose und Fructose gespalten.

Für einen "gesünderen" Joghurt sollte man Naturjoghurt verwenden und mit frischen (z.B. pürierten) Früchten versetzen. Nachsüßen kann man mit Honig, Konfitüre und auch Zucker. Das hat zumindest den Vorteil das man den Süßegrad selbst dosieren kann. Für kalorienfreies, zahnschonendes Süßen empfehle ich Süßkraut bzw. Stevia. Ist in Deutschland leider noch nicht als Lebensmittel zugelassen (allerdings in vielen anderen Ländern), kann man jedoch als "Badezusatz" ;) z.B. bei Ebay erwerben.

Wie kannst Du bei der riesigen Auswahl so sicher sein, auch wirklich ein reines Stevia - Produkt zu bekommen. Ich bin mir da immer nicht sicher welches ich unbedenklich nehmen kann?

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@engelhaar

Ich muss mich da auf die Angaben des Anbieters verlassen, wie bei anderen Lebensmitteln auch. Wenn das Steviosid z.B. mit Puderzucker gestreckt wäre, könnte ich das nicht wirklich merken. Es sollte auch aus den Angaben des Anbieters schon hervorgehen, dass das Zeug für den Verzehr geeignet, wenngleich nicht offiziell als Lebensmittel zugelassen ist. Bei Ebay gibts auch industriell verpackte Ware aus Ländern, wo Stevia zugelassen ist, z.B. Südamerika.

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Fruchtzwerge sind und bleiben Süßigkeiten

Traubenfruchtsüße nicht wertvoller als Kristallzucker "Ohne Kristallzucker" und "mit der Süße aus Früchten" - so lautet derzeit die Werbung für die neuen Fruchtzwerge. Anstelle von Kristallzucker wird bei der Herstellung Traubenfruchtsüße verwendet. Das ist laut Herstellerangaben ein Dicksaft aus reifen Trauben, der hauptsächlich aus Wasser, Frucht- und Traubenzucker besteht. In einer Zeit, in der Übergewicht bei Kindern immer häufiger Thema ist, versucht der Hersteller seinem Produkt damit ein gesünderes Image zu geben. Genau betrachtet unterscheidet sich die Zusammensetzung der Traubenfruchtsüße jedoch nicht von Kristallzucker. Aus diesem Grund hat das österreichische Bundesministerium für Konsumentenschutz den Verein für Konsumenteninformation beauftragt, den Hersteller wegen irreführender Werbung zu verklagen. Mit der Umstellung der Rezeptur wurde der Kohlenhydratgehalt von 7,9 auf 7,2 Gramm je Becher verringert. Für die Variante "weniger süß" liegt der Zuckeranteil jetzt bei 6,2 statt 6,7 Gramm. Obwohl Früchte namensgebend sind, kommen sie mit einem Anteil von nur sechs Prozent im Produkt vor. Pro Becher sind das lediglich drei Gramm, also etwa eine halbe Erdbeere. Der aid infodienst empfiehlt Eltern deshalb, auch die neuen Fruchtzwerge eher als Süßigkeit zu betrachten. Eine wirklich gesunde und schmackhafte Alternative ist Naturjogurt mit viel frischem kleingeschnittenem Obst. Quelle: aid, Dr. Maike Groeneveld

Es ist immer wieder erstaunlich, welchen Mist manche selbsternannte "Experten" hier schreiben...

Zum Fruchtzwerg:

Der Hersteller wirbt seit einiger Zeit für die neue und angeblich wunderbar gesunde Rezeptur seiner Kinderyoghurts. Sie sind nämlich "ganz ohne Kristallzucker" und "nur mit Zucker aus Früchten" gesüßt. Eine Verbraucherschutzorganisation erstattete gegen diese Art der Werbung Anzeige, da Fruchtzucker langfristig genauso zu Übergewicht und Karies führe wie Kristallzucker. Eltern werde vorgegaukelt, dass "Zucker aus Früchten" etwas ganz besonders Gesundes sei - und wer sich zuckertechnisch nicht auskennt, geht den Werbestrategen auf den Leim.

Fruchtzucker ist ist ein raffinierter, strahlend weißer und hoch konzentrierte Zucker, der mit natürlichem Zucker - wie er in Früchten oder in Muttermilch vorkommt - kaum etwas gemein hat und deshalb weit davon entfernt ist, dem menschlichen Körper zu nutzen - im Gegenteil, er belastet ihn und führt, wie auch weißer Kristall- oder Haushaltszucker, vor allem in Verbindung mit Stärkenahrung (Brot, Kuchen und andere Mehlspeisen) zu Gärprozessen im Verdauungstrakt und behindert sowohl die Nährstoffaufnahme als auch die Arbeit des körpereigenen Abwehrsystems.

Konzentrierte Zucker sind eine optimale Nahrung für schädliche Bakterien und Pilze, die sich in Windeseile vermehren, die gesunde Darmflora zerstören und für viele Krankheitssymptome verantwortlich sind: Kopfschmerzen, Hautausschläge, Mineralien- und Vitaminmangel (Eisen-, Zink- und Vitamin-B Mangel).

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