Wie gesund ist unser Brot?

 - (Gesundheit und Medizin, Gesundheit, Ernährung)

12 Antworten

Der Mensch baut seit der Jungsteinzeit (ca. 8000 v. Chr.) gezielt Getreide an. Man kann davon ausgehen, dass der Mensch schon vorher wildes Getreide gegessen hat. Dass der menschliche Körper sich nicht in dieser langen Zeit an Getreideprodukte gewöhnt haben soll, halte ich für ein bisschen absurd.

Aber natürlich kann man die verzehrte Menge an Kohlenhydraten und die Art der Kohlenhydrate kritisch hinterfragen.

Menge an Kohlenhydraten: Der Mensch braucht eine ausgewogene Ernährung. Getreidehaltige Produkte sind nur ein Teil davon. Man sollte also kritisch hinterfragen, ob man morgens Brot, mittags Nudeln/Kartoffeln und abends wieder Brot essen muss.

Art der Kohlenhydrate: Bekannt ist, dass zu viel Einfachzucker schädlich ist. Süßigkeiten/Kuchen/Eis etc. sollten also nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Der Konsum von Weizen ist ebenfalls umstritten, da dies nicht von allen Menschen vertragen wird. Aber alte Getreidesorten, z.B. Dinkel oder Kartoffeln sind ganz normale und gesunde Kohlenhydratquellen, die man - natürlich in Maßen - genießen kann.

Um mal auf das Thema Brot zu kommen. Heutiges Brot kann unverträglicher sein als früher. Das liegt aber nicht an den Kohlenhydraten, sondern daran, dass der Teig in vielen Fällen keine Zeit mehr hat, zu gehen. Alles muss heute möglichst effizient und schnell hergestellt werden. Da passt ein Brot, das Zeit braucht, nicht ins Konzept. Deswegen sind viele Teige zum einen mit irgendwelchen Zusatzstoffen vermischt, damit die Gehzeit auf ein Minimum verringert werden kann. Zum anderen werden bestimmte Klebstoffe aus dem Korn im Teig durch die geringe Gehzeit nicht mehr ausreichend umgewandelt. Manche Menschen vertragen das nicht.

Ich persönlich achte deshalb darauf, dass ich bei einem Bäcker einkaufe, der dem Brot noch Zeit gibt. Ist zwar ein wenig teurer, aber gesünder und vor allem viel leckerer!

Mein Kollege der Naturheilkundler ist meinte, nur Weizen ist nicht gut fuer uns.

Dinkel ist das Urkorn und frueher haben die hier anscheinend sogar Hirse angebaut.

Ich vermute, diese Aussage kommt von der Paleo/Steinzeiternaehrung, die jedoch erst im letzten Jahrhundert entstand

Dinkel ist eine ältere Art des Weizens, aber kein "Urkorn". Hat mehr Mineralien und weist sogar mehr Gluten auf. Älter ist Emmer, was vielleicht als Urkorn bezeichnet werden könnte.

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@Mediachaos

Jo danke, aber Dinkel ist bezahlbar und soll gesuender sein, soviel ich weiss

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@FREJU753

Vor allem wegen der Mineralien. Für Menschen mit Zöliakie eher schwieriger. Außer, man backt selbst mit Sauerteig und/oder seht langer Teigführung oder findet einen Bäcker, der ohne industrielle Zusatzstoffe und mit langer Teigführung arbeitet. Dann ist das Brot tendenziell gut verträglich. Egal ob Weizen oder Dinkel. Ich nutze zu Hause allerdings tatsächlich inzwischen fast nur noch Dinkel. Im selbstgebackenen Brot oft noch mit etwas Roggen dazu.

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Bei Kohlenhydraten muss man zwischen raffiniertem Zucker und Weißmehl auf der einen, sowie komplexen langkettigen Kohlenhydraten auf der anderen Seite unterscheiden. Erstere sind nicht sehr gesund, Zweitere dafür ein unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Von Low Carb ist aus gesundheitlichen Gründen abzuraten, da diese Art der Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten erhöht. Dazu gibt es viele Informationen:

https://www.derstandard.de/story/2000086198572/kardiologe-low-carb-erhoeht-risiko-fuer-vorzeitigen-tod

https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/low-carb-ernaehrung-ist-auf-dauer-gefaehrlich.html

https://www.chirurgie-portal.de/news/20051206-low-carb-diaet.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97232/Studie-Kohlenhydratarme-Ernaehrung-kann-Leben-verkuerzen-ausser-bei-Vegetariern

https://www.welt.de/gesundheit/article153099223/Warum-die-Eiweiss-Diaet-auf-Dauer-ungesund-ist.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/diaeten-low-carb-erhoeht-risiko-fuer-herzinfarkt-und-schlaganfall-a-841072.html

Kohlenhydrate waren je nach Ort ein kostbares Gut. Unsere Vorfahren würden maximal viel Kohlenhydrate verzehren, wenn sie es hätten. Das machen übrigens auch Tiere so. Ein Bär, der sich in Ketose bringt aufgrund des Winterschlafs haut sich danach sofort raus mit einer ordentlichen Menge Honig.

Es gibt nur ein Unterschied von wo wir unsere Kh nehmen. Stärkehaltige Wurzeln ist am besten verträglich

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