Wie geschlechtsneutral soll man Kinder erziehen?

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Der kleine Robert wird mit 12 wahrscheinlich keine Barbie mehr kämmen. Egal, was für Spielzeug Du ihm vorsetzt, er wird sich selbst orientieren. Und spätestens im Kindergarten, im gemeinsamen Freispiel, orientiert er sich an grösseren Jungs... Und dann sind die Barbies vorerst out :)

Ich hab das ganze mit meinen Kids durch. Sie hatten beide das gleiche Spielzeug. Mein Sohn hatte klares Jugenspielzeug, aber auch Mädelsachen. Meine Tochter genauso. Gespielt haben sie mit beidem. Und nach und nach änderte sich das Spielverhalten von allein.

Ich selbst bin übrigens wie ein Junge aufgewachsen. Mit Budenbauen, ferngesteuerten Autos... etc. Meine Nachbarkinder waren alles Jungs. Und ich hab mir trotzdem irgendwann Barbies und Puppen gewünscht :)

So ist es. Das können die alles allein irgendwann... es wird sicher kein Junge Schwul nur weil er mal eine Barbie besessen hat.

Ich habe als Kind auch eher Autos usw gehabt... Puppen hab ich gehasst, und ich bin auch "Normal" geworden ^^.

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@ToxicAngel21

Meine Mutter hat auch Puppen gehasst und hat lieber mit Jungs gespielt und ist auf Bäume geklettert. Sie hat sich trotzdem ganz normal entwickelt und einen Mann geheiratet. 

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Erziehung und eigene Persönlichkeit der Kinder? Das geht für mich nicht zusammen.

Dir steht es natürlich frei, einem kleinen Mädchen Autos zum Spielen zu geben und einem kleinen Jungen einen Puppenwagen.

Aber das ist im Endeffekt egal, denn schon Babys suchen sich das raus, womit sie spielen wollen.

Wichtiger finde ich allerdings, dass sie in der Nähe einer Bezugsperson sind, die nicht nur mit ihnen spielt.

Die Vorlieben werden sich mit zunehmendem Alter verändern. Egal, wie du im Baby- und Kleinkindalter ran gegangen bist.

Meine Tochter spielte als Kleinkind lieber mit Autos und als älteres Kindergartenkind mit Barbies.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

Es wird kaum jemand von sich aus einem z.B. Jungen eine Barbie schenken oder typisches Mädchenspielzeug, warum auch. Das hat auch nichts mit geschlechtsneutral zu tun. Ein Junge kann auch mit Puppen spielen, keine Frage, somit wären Teddybären geschlechtsneutral und wenn er gerne einen Koch imitiert, gibt es das auch farbneutral.

Auch wenn Kleinkinder noch keine Wünsche äußern können, sind sie doch in der Lage bestimmte Dinge zu bevorzugen oder abzulehnen. Meine Töchter hatten z.B. auch Autos zum spielen. Sie bauten Straßen mit Bauklötzen und spielten tatsächlich mit Autos. Mit zunehmenden Alter aber bevorzugten sie Spielzeug das für Mädchen geeignet ist, also ziemlich geschlechtsspezifisch. 

Anbieten kann man einem Jungen alles. Ob er es annimmt ist eine andere Sache. Als ich jung war spielten wir Mädchen auf der Wiese Barbie. Sogar die Jungs aus der Nachbarschaft hatten Barbies, allerdings jeder einen Ken. Mein Bruder hat auch Puppen an und ausgezogen. 

Fazit: Dem Kind alles anbieten. Es wird seine Entscheidung alleine treffen womit es spielen möchte. ( und heutzutage sind Frauen ja auch in typischen Männerberufen- wenn man mal weiterdenkt ;)

Kinder sind da erstaunlich flexibel....sie lassen Spielzeuggeschenke links liegen, wenn sie sich nicht dafür interessieren. Eltern überschätzen leicht den Einfluss der Erziehung (eigene Wünsche); sobald man merkt, was sich für Interessen herauskristallisieren, sollte man die ohne schlechtes Gewissen fördern..auch wenn das Mädchen lieber mit Autos spielt und der Junge Stofftiere liebt. 

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