Wie genau läuft das Zuflussprinzip?

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3 Antworten

Angerechnet wird immer in dem Monat,in dem dir Einkommen zugeflossen ( Zuflussprinzip ) ist,also auf dem Konto eingegangen ist,egal aus welcher Zeit dieses Einkommen stammt !

Angenommen du warst zum 01.12.2015 arbeitslos und hast dich da gemeldet und deinen Antrag gestellt,zuvor also keine ALG - 2 Leistung bekommen.

Dann kommt es darauf an was du dann am 20.12.2015 für Brutto und Netto für den November aufs Konto bekommen hast.

Es würde aber immer nur in dem Monat des Zuflusses angerechnet werden können,es kann also max.der Leistungsanspruch für den Dezember entfallen,wenn dein anrechenbares Nettoeinkommen höher war als dein Bedarf nach dem SGB - ll.

Hättest du also mal angenommen für den Dezember 2015 schon deine Leistungen bekommen,also 399 € Regelsatz und z.B. 351 € für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dann läge dein Bedarf bei 750 € pro Monat.

Jetzt hättest du am 20.12.2015 deinen Lohn für den November aufs Konto bekommen,der lag angenommen bei 2000 € Brutto und 1400 € Netto.

Dann hättest du auf dein Bruttoeinkommen Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll - also 300 €,diese würden dir dann von deinen 1400 € Netto theoretisch abgezogen,dein anrechenbares Nettoeinkommen läge dann also bei ca. 1100 €.

Da du aber nur einen Bedarf von 750 € hättest,würde dein Bescheid rückwirkend teilweise aufgehoben,du hättest dann also für den Dezember 2015 keinen Anspruch gehabt,auch wenn man deinen KK - Beitrag berücksichtigen würde,den das Jobcenter ja auch übernimmt.

Demnach würdest du dann einen Änderungsbescheid bekommen und müsstest deine Leistungen für den Dezember zurück zahlen,weil dein anrechenbares Einkommen höher als dein Bedarf war.

Unter Umständen könntest du dann auch eine Ratenzahlung vereinbaren,wenn du das Geld schon anderweitig ausgegeben hättest.

Würdest du von deinem Lohn dann im Folgemonat noch etwas übrig haben,also dann im Januar 2016,dann würde aus dem Einkommen Vermögen und das ist dann bis auf Höhe deines so genannten Schonvermögens nicht mehr anzurechnen.

Du darfst dann also pro vollendetem Lebensjahr 150 € haben + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,würdest du wegen dem Alter auf weniger als 3100 € kommen,dann gelten min.diese 3100 € + einmalig diese 750 €.

Also egal ob du 18 oder 20 Jahre alt wärst oder jünger,dir stünden min.diese 3100 € + einmalig 750 € = 3850 € zu.

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Kommentar von isomatte
23.02.2016, 22:19

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Zuflußprinzip heißt, das dass Geld immer in dem Monat als Einkommen angerechnet wird, in welchem es bei dir auf dem Konto auftaucht.

Und selbst wenn es eine Steuerrückzahlung aus der Zeit weit vor deiner Arbeitslosigkeit wäre - egal. Es wird angerechnet als aktuelles Einkommen.

Im Umkehrverfahren erhältst du im ersten Monat, wenn du wieder arbeitest, auch noch ALG II, wenn dein Gehalt erst im Folgemonat gezahlt wird.

Du schreibst, du hättest dich am 01.12.2015 arbeitslos gemeldet.
War das der Tag der Meldung (und deine Arbeitslosigkeit triff später ein) oder bist du ab dem 01.12.2015 arbeitslos? In dem Fall gibt es im Januar ja auch nichts zu verrechnen, weil du dann im Januar kein Geld von deinem AG mehr bekommen würdest (das Dez-Gehalt).

Würdest du zum 01.01.2016 arbeitslos sein, dann hättest du prinzipiell einen Anspruch, da du ja arbeitslos bist, in deiner konkreten Situation würde aber dein Dez.- Gehalt als Einkommen gerechnet werden. Damit würdest du vermutlich nichts bekommen (es sei denn, du warst vorher schon Aufstocker).

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Der Zufluss wird immer in dem Monat angerechnet, indem er zufließt. Ich nehme mal Dez als Beispiel, wenn du dein Gehalt zum Ende des Monats ( sprich 30 Dez bekommst),dann bekommst du im Dez weniger Leistungen, teilweise wird es imvoraus shcon abgezogen. Wenn du dein Gehalt zum 15 den Folgemonats also zum 15 Jan bekommst, dann wird dein verdienst im Januar angerechnet.

Ich hoffe ich ahbe es verstädlich ausgedrückt. Allerdings kannst du,wenn du geld bzum überbrücken brauchst ,ein zinsloses Darlehen beim JC beantragen.

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