Wie genau ist die USA nach dem Wahlsieg gespalten?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Das große Problem ist, das selbst die Amis erkennen, dass das kaum etwas mit Demokratie zu tun hat. Clinton bekommt mehr stimmen und Trump gewinnt. 2000 war es nicht anders und Al Gore hat gegen Bush verloren, obwohl er mehr Stimmen erhalten hat. Obama hat auch nur minimal gewonnen (10 Millionen 2008/5 Millionen 2012 Stimmen mehr bei etwa 130 Millionen Stimmen) aber die Medien entscheiden halt, wann es ok ist und wann nicht. Bei Obama sind die Leute auch auf die Straße aber nicht darüber berichtet wird, dann wirst du es nicht erfahren.

Wie bei jeder Wahl wenn man zwischen a oder b entscheiden kann. Die einen sind für a, die anderen für b. 

Das spaltet Meinungen.

Trumps Antrittsrede war jetzt auch nicht so auf Zusammenhalt aus..

Die Menschen spalten sich in 2 Lager, alle die gegen Trump sind, sind böse, Lügner, Freiheitshasser, etc. und alle die für Trump sind, sind Dumm, ungebildet, Rassisten, etc. 

Niemand hört dem anderen richtig zu, da der andere zum Feindbild erklärt wurde. Das verhindert den zwischenmenschlichen Dialog, was fatal sein kann, da immer eine Gruppe ausgegrenzt wird. Die Reps nehmen keine Vorschläge, der Demokraten an und umgekehrt genauso. 

So wie schon vorher.

Demokraten gegen Republikaner. 

Meiner Meinung nach ist das eine Folge des 2-Parteien-Systems. In Deutschland müssen Koalitionen eingegangen werden. Politiker lernen hier, daß man mit Kompromissen sein Ziel erreicht, und nicht dadurch, daß man auf stur schaltet.

In den USA, so scheint es, werden Kompromisse als Schwäche gesehen. Strömungen wie die Tea Party, die mit geradezu religiösem Eifer stur auf ihr Ziel zusteuern, sich geradezu als Werkzeug Gottes sehen und für die Kompromisse demzufolge Teufelswerk sind, haben die politische Atmosphäre nachhaltig vergiftet. 

Trumps Erfolg kam nicht aus dem Nichts. Er hat die Nation nicht gespalten, er hat die Spaltung ausgenutzt. Die Republikaner haben jahrelang den Boden für jemanden wie Trump bereitet. Und dann kommt er, und das republikanische Establishment ist seltsamerweise vollkommen erschüttert, daß jemand so konsequent den Weg beschreitet, den sie bereitet haben. 

Und die Spaltung wird sich durch Trumps Kampfrhetorik noch vertiefen. Er redet wie ein ungebildeter Vollpfosten von Losern und Hatern, er diskreditiert alle, die gegen ihn sind. Ich glaube, und ich bin da nicht allein, er versteht intellektuell gar nicht, welchen Schaden er anrichtet, wie sehr er die Nation zerreist.

Knapp ein Viertel der wahlberechtigten US-Bevölkerung hat Trump gewählt. Ca. 75 % haben Trump nicht gewählt.

Das ist der quantitative Hintergrund für die nicht abreißenden Proteste gegen Trumps Politik. Sie entspricht einfach nicht den Mehrheitsinteressen.

War bei Obama übrigens auch so.

0
@Chogath

Nein.

Der hatte zumindest eine wahlpolitische mehrheit hinter sich.

0

Ich denke, genau so, wie das Deutsche Volk auch. Bei Trump kann man nur gespalten sein.

So ausgeprägt ist die Spaltung in Deutschland gottseidank nicht. Vor allem ist das bei uns nicht "50/50".

2

die USA sind schon lange gespalten, das ist also nichts Neues. Wie "genau"? Das erzählt dir der liebe Kuckuck, so er denn Deutsch zwitschert.

Naja die Einen sind halt Pro-Trump und die Anderen sind Anti-Trump.

Was möchtest Du wissen?