Wie genau ist das mit den Grundschulden?

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4 Antworten

Frage: Kann sich dieses vorhaben auf irgend eine art, egal in welcher
form auch immer negativ auf Familie B auswirken? Wenn z.B der Kredit
nicht abbezahlt werden kann oder die neu eingeschriebene Grundschuld
u.s.w?

Um die Frage ganz korrekt beantworten zu können, müsste man den genauen Grundbuchinhalt einsehen. Es ist nämlich unüblich, dass sich zwei Familien gemeinsam ein Grundstück kaufen. Vermutlich wurde es in Wohnungseigentum aufgeteilt. Wie dem auch sei, so kann jeder Eigentümer seinen hälftigen Miteigentumsanteil separat belasten (wenn sich die Bank darauf einlässt). Die Grundschuld berührt dementsprechend erst einmal nicht den weiteren hälftigen Miteigentumsanteil.

Im Falle der Nichtzahlung greift die Bank als letztes Mittel zur Zwangsversteigerung. Diese erstreckt sich in einer regulären Zwangsversteigerung auch nur auf den belasteten hälftigen Miteigentumsanteil. Es gibt jedoch für die Bank über Umwege die Möglichkeit, die sogenannte Teilungsversteigerung (wobei dieser Weg doch relativ selten gegangen wird) als Gläubigerin der einen Miteigentümer zu beantragen. Hier würde das gesamte Grundstück unter den Hammer kommen, wobei die Bank sich maximal mit dem Anspruch auf Auszahlung des Erlöses der Schuldner-Miteigentümer (in der Regel die Hälfte) befriedigen könnte, um das vereinfacht auszudrücken.

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Die beiden Familien A und B haben seinerzeit beim Kauf Gebühren gespart, indem sie gemeinsam - also gleichberechtigt - ein Grundstück mit einem Gebäude gekauft haben.

Nimmt jetzt eine Familie ein Darlehen auf, wird sich Bank in dem gemeinsamen Grundbuch sichern wollen und dies belastet dann die zweite Familie, die ja gar kein Darlehen aufgenommen hat.

Ich empfehle eine Rücksprache mit dem Bauamt. Dort muss geklärt werden, ob das Grundstück eventuell geteilt werden kann. Wenn ja, einen Vermesser bestellen und das Grundstück teilen. Dann gibt es schon mal zwei Grundbücher.

Dann ist die Frage wie das jetzt gemeinsam genutzte Haus später genutzt wird. Auch hier muss eine Klärung zu den Eigentumsverhältnissen geschaffen werden.

Ist jede Wohnung, die Familie A und B bewohnen, in sich geschlossen, kann man mit Unterstützung eines Architekten eine Abgeschlossenheitsbescheinigung beantragen und dann auch für jede Wohnung ein eigenes Grundbuch erstellen lassen.

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Ich glaube auch mal, dass Familie B erst die Bestätigung für den Bau geben muss.

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Auf ihrer Hälfte könnten sie theoretisch Schulden machen, aber die andere Familie kann auch ihren  Grund verlieren wenn diese nicht bezahlen kann, da der Grund nicht geteilt ist. 

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