Wie genau funktioniert ein privates Mahnverfahren in Bezug auf Mietminderung?

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3 Antworten

Du brauchst keine Zahlungserinnerung oder eine nicht-gerichtliche Mahnung. Diese sind rechtlich nichts wert. Ich halte es in Deiner Situation aber unbedingt für notwendig, dass Du mit dem anderen Vermieter direkt Kontakt auf nimmst und ihn am besten persönlich fragt, ob und wann er die Rechnung zahlen will. Wenn dieser Vermieter bei dem Gespräch schon sagt, dass er eigentlich nicht vor hat, diese Rechnung zu zahlen, kannst Du ihn bitten, Dir das schriftlich zu geben.

Damit würdest Du Dir nämlich ersparen, erst einmal einen Mahnbescheid beantragen zu müssen. Gibt Dir der Vermieter das nicht schriftlich, bleibt Dir nichts anderes übrig, als einen Mahnbescheid zu beantragen. Dies würde ich dem dann auch gleich direkt sagen.

Weitere Fristen musst Du nicht beachten. Diese ergeben sich direkt aus dem Mahnbescheid. Nach Zustellung hat er immer zwei Wochen Zeit, entweder zu zahlen oder zu widersprechen. Passiert nichts in der Zeit, bekommt er automatisch den Vollstreckungsbescheid. Legt er erst auf diesen hin Widerspruch ein, was immer noch geht, muss bzw. kannst Du klagen.

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Das ist ein schwieriges Thema, ich würde da einen Beratungstermin eines örtlichen Anwalts mit Fachrichtung Mietrecht anstreben! Für Mahnverfahren gibt es Vorgaben und gesetzlich geregelte Fristen, man kann privat mahnen, aber im Zweifel sind diese Mahnungen vor Gericht nichts wert! 

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der "verusacher" kann einem mahnbescheid da einfach widersprechen. dann bist du in der pflicht zu beweisen das er lärm verusacht hat, wann er diesen verursacht hat und das er damit gegen den meitvertrag verstossen hat. dazu reicht es nicht wenn ein anderer mieter das bestätigt.

es müssen da unabhängige zeugen vorhanden sein um das vor gercht durchsetzen zu können


wenn du dir da keine fehler erlauben kannst geht das nur über einen vernünftigen anwalt oder einen vermieterverein

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Kommentar von bwhoch2
29.01.2016, 17:15

Richtig. Der Vermieter des Lärmmieters wird widersprechen und eröffnet damit erst den Klageweg. Solange eine Rechnung nur auf dem Tisch liegt und keinerlei Anhaltspunkt, dass der Zahler was gegen die Sache an sich hat, muss man erst einmal mit einem Mahnbescheid kommen. Wenn da dann Widerspruch eingereicht wird, kann bzw. muss man sogar klagen, um weiter zu kommen.

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