Wie genau funktioniert ein Heim?

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6 Antworten

Ich war für mehrere Jahre in verschiedenen Heimen.

Heime sind wie Zuhause, und wie Hort.

Also man lebt da und hat Sozis (Sozialpädagogen) auf der Gruppe. Man hat Regeln die sich von Heim zu Heim unterscheiden.

Man kommt ins Heim, wenn die Eltern das Sorgerecht abgeben, kann freiwillig oder unfreiwillig geschehen.

Wenn du Tagesstruktur hast (Schule, Arbeit), kommst du in der Regel in ein weniger strenges Heim.

Ins Heim kannst du bis (in der Schweiz) 22 sein und alles jüngere ist auch möglich.

Im Heim hast du extrem viel Struktur. Aktivitäten, Schule/Arbeit, putzen.

In manchen Heimen darf man jedes Wochenende heimgehen, in anderen weder Wochenende noch Ferien. Ja Heime sind verschieden (:

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Heime gibt es meist nur noch für die vorübergehende Unterbringung, ansonsten sind Pflegefamilien oder Wohngruppen eher der Fall. Natürlich ist es da nicht wie in einem Gefängnis, sondern es sollte eher wie in einem guten zu Hause sein. 

Man besucht die Schule, kann raus und Freunde treffen, aber natürlich kann man nicht frei machen, was man will und natürlich muss man sich an Vorgaben halten und auch Arbeiten übernehmen. Genau wie es zu Hause auch sein sollte bei Minderjährigen. Es wird bestimmt, wie lange man ausgehen darf und wie lange die Freunde da bleiben dürfen.

Und da es ja da mehrere Jugendliche gibt, sind die Auflagen am Anfang meist etwas strenger, bis alles gut läuft. Freiheiten muss man sich erst erarbeiten.   

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Weder noch.

Heime gibt es so eigentlich nicht mehr.

Es sind Wohngruppen mit Regeln und Erziehern, die sich kümmern.

Natürlich darf man auch mit Freunden weggehen oder diese mitbringen. Aber machen "was man will" das geht hier, wie im Rest der Welt auch, nicht.

Wenn man mißhandelt, mißbraucht oder verwahrlost wurde, dann kann man in eine solche Wohngruppe kommen.

U.U. auch, wenn man sehr auffällig wurde.

Aber nur wenn man denn auch will.

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Kommentar von BellAnna89
14.09.2016, 08:42

Was heißt denn “aber nur wenn man denn auch will“? Ein Kind, für das das Jugendamt oder die Eltern entscheiden, dass es nicht mehr zu Hause leben darf, wird nicht gefragt.

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Meine Freundin hat mal in einem Heim für schwer erziehbare Jungs gearbeitet und selbst das ist nicht wie ein Jugendgefängnis. Aber es gibt Pflichten zu erfüllen wie zum Beispiel dein Zimmer sauber halten (wird kontrolliert) die ganze Woche den Tisch decken, die nächste Woche den Flur kehren, die Woche darauf die Spülmaschine ausräumen...
An Wochenenden dürfen die Jungs ihre Eltern besuchen. Freizeit gibt es auch. Du darfst Besuch bekommen von Freunden oder hängst mit den anderen Bewohnern im Freizeitraum rum.
Manchmal fährt man mit der Gruppe in die Stadt oder macht Tages- oder Wochenendausflüge...

Also Gefängnis ist es rein gar nicht.

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Ins Heim kommen Kinder, deren Eltern sich nicht um sie kümmern (nicht ernähren, nicht medizinisch versorgen, oder sogar misshandeln...) und die auch keine Pflegefamilie nimmt (weil sie zu schwierig sind).

Dort gibt es praktisch keine Freiheiten, da die Kinder ja ohnehin schon völlig neben der Spur sind.

Und es ist bestimmt das letzte, was man sich wünscht.

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Kommentar von passaufdichauf
14.09.2016, 08:16

Schon mal ein "Heim" von innen gesehen?

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Nein,ein Heim ist keine Art Jugendgefängnis....
Die Kinder dort können ja nichts dafür,dass sie keine Familie haben.

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Kommentar von LouisPride
13.09.2016, 21:24

Achso kommt man also nur ins Heim wenn man keine Familie mehr hat?

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Kommentar von FelinasDemons
13.09.2016, 21:29

Wenn man keine Familie hat und/oder niemand hat der sich anständig um einen kümmert.

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