Wie genau funktioniert der Verlustvortrag in der Praxis? Bedeutet "negativ zu versteuerndes Einkommen" automatisch einen Verlustvortrag?

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2 Antworten

Es kommt nicht auf das negative zu versteuernde Einkommen an.

Maßgeblich ist der negative Gesamtbetrag der Einkünfte.

Wenn du z.B. in 2015 ein negatives GdE hattest, hast du für 2015 einen Verlustfeststelleungsbescheid auf den 31.12.2015 bekommen.
Dieser wird automatisch nach 2016 vorgetragen, so dass du einen Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.12.2016 bekommst, wo sich der Verlust erhöht oder vermindert hat, je nach positivem oder negativem GdE in 2016.


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wiki

Ein häufiger Anwendungsfall im Einkommensteuerrecht sind Verluste, die in Zweitausbildungen entstehen (in Erstausbildungen entstehen keine Verluste, weil Ausgaben dort Sonderausgaben sind, die außerhalb der Einkünfte anfallen), also z. B. ein Studium nach einer Berufsausbildung oder ein Masterstudium: Der Student hat Ausgaben für das Studium, aber keine steuerpflichtigen Einnahmen. Seine Ausgaben sind vorweggenommene Werbungskosten. Es entsteht ein Verlust, der per Antrag auf Verlustfeststellung festgestellt wird und durch den Vortrag dann nach dem Studium von den Einkünften abgezogen werden kann.

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ist das für Dich zutreffend?

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