Wie genau entsteht Elektrostatik?

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1 Antwort

Das Phänomen Elektostatik ist ja schon über 2000Jahre alt, aber das Verständnis und die wahr Ursache wurde erst in den letzten 30Jahren präzisiert. In den alten Schulbüchern steht noch Aufladung durch Reibung. Tatsächlich laden sich unterschiedliche Körper bereits auf über den engen Kontakt nach dem Helmholz-Satz der Thermodynamik. An den Grenzschichten bei engem Kontakt - deshalb sprich man auch von Kontaktaufladung, die dann erst bei der schnellen Trennung der beiden Körper mit hohen Feldspannungen erst wirksam werden - treten die Elektronen vom Werkstoff mit der kleineren Elektronegativität über in den anderen Stoff und führen zu einem Gleichgewicht. Die Reibung verringert lediglich den Abstand der beiden Werkstoffe und führt damit zu einer höheren Aufladung. Praxis: Kunststofflineal mit einen BW-Lappen schnell und feste reiben. Das Lineal läd sich meistens wegen der größeren Elektronegativität, kann also leichter Elektronen aufnehmen an der Grenzschicht, negativ auf und der Lappen entgegengesetzt positiv. Personen laden sich an trockenen Wintertagen über die akkumulierende Schrittspannung beim schnellen Gehen über einen synthetischen Teppich negativ auf mit der Folge einer harten Entladung beim Berühren der metallischen Türklinge. Top-Beispiel, das häufig funktioniert: Feste sitzen und hin und herwackeln in einem Bürostuhl mit synthetischem Bezug. Dann schnell aufstehen und gleich Türklinke berühren. Wenn die Schuhe ebenfalls noch hochisolierend sind, dann wird's funktionieren. Die Fühlbarkeitsschwelle liegt bei ca. 3kV.

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