Wie genau bekommt ein Restaurant seine Sterne?

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Die bekannsten Auszeichnungen werden von Michelin vergeben. Unabhängige Michelin Inspektoren (Europaweit ca. 83) testen die anonym die Restaurants und zeichnen sie dann eventuell mit einem der begehrten Michelin Sterne aus.
Erstmals im Jahre 1900 und zunächst ausschließlich auf Frankreich begrenzt, wurde der Guide Michelin herausgegeben. Der rote Bucheinband, welcher sich zum typischen Erkennungszeichen für diesen Gastroführer entwickelte, sollte für alle Ländereditionen erst im Jahre 1950 eingeführt werden.

Seit 1964 gibt es die deutsche Ausgabe, des damals so kurz bezeichneten "Michelin". Im Durchschnitt werden die über 3.800 Restaurants und 5.000 Hotels (Stand: 2005) in Deutschland alle 18 Monate besucht.
In der deutschen Ausgabe des Führers wird die Bedeutung der Sterne wie folgt beschrieben:

ein Stern, „Eine sehr gute Küche, welche die Beachtung des Lesers verdient“ zwei Sterne, „Eine hervorragende Küche - verdient einen Umweg“ drei Sterne, „Eine der besten Küchen - eine Reise wert“ Weitere Restaurantkritiken gibt es von: "Guide Gault-Millau" "Der Feinschmecker Guide" "Der VARTA-Führer" und der "Der Schlemmer-Atlas"(ARAL) die Bezeichnung und Bewertungskriterien sind dort anders gegliedert und meist weniger streng. So daß dort auch gute Restaurant ohne besonders aussergwöhnliche Küche eine Auszeichnung erhalten

die Restaurantsterne haben übrigens nichts mit Hotelsternen zu tun. Restaurantsterne werden nach Qualität verliehen, während Hotelsterne sich allein nach Austsattungmerkmalen und Serviceleistungen orientieren. Daher kann es sein daß ein 4 Sterne-Hotel absolut miese Qualität besitzt, obwohl in Deutschland die Kriterien sehr viel strenger und höher liegen als in den meisten anderen Ländern

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Der guide Michelin (des gleichnamigen Reifenherstellers) vergibt einen bis drei Sterne. Daneben gibt es noch den Gault-Millaut, der vergibt maximal fünf (glaube ich) Kochmützen. Das sind die bekanntesten Fressführer. Beide sind nicht unumstritten, denn etwa für die drei Sterne geht es nicht nur um die Küche sondern auch um die Infrastruktur des établissements. Es wird also eine Art Systemgastronomie de luxe gefördert, wobei etwa ein Wirtshaus, das hervorragende regionale Küche anbietet, keine chance hat.

Anonyme Testesser, die von den renommierten Sternevergebern (z.B. Michelin)auf den Weg geschickt werden, beurteilen nach sehr strengen Kriterien die gesamte Leistung eines Restaurants.

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