Wie geht man vor, wenn man seinen Psychotherapeuten wechseln will?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du solltest der Krankenkasse Bescheid sagen, dass du deinen Therapeuten wechseln möchtest. Die wissen hoffentlich, wie das Prozedere läuft und können dich aufklären. 

Nicht einmal bin ich da raus gegangen und dachte: "Das hat mir jetzt wirklich weiter geholfen" oder ich konnte sagen: "Jetzt fühle ich mich besser." Eher im Gegenteil, manchmal fühle ich mich noch beschissener, 

Sorry, aber das ist eigentlich nicht ungewöhnlich für eine Psychotherapie! Eine Therapie ist emotional sehr anstrengend, reißt Wunden auf und wirkt erst auf längere Zeit.  

weil er in meiner Vergangenheit rumwühlt und mir anschließend keine Hilfestellung gibt.

Dass er dir keine Hilfestellung gibt, ist ganz schlecht! Du solltest dich in einer Therapie vom Therapeuten unterstützt und gehalten fühlen. 

Jedesmal, wenn mein Mann heimkam, war er guter Laune und das will was heißen - mein Mann hatte eine Angststörung, Sozialphobie. 

Das ist erfreulich für deinen Mann, aber es ist leider nicht die Regel. Leidest du auch unter Sozial- und Angststörungen? Wenn nicht, dann läuft die Therapie bei dir anders. 

Gestern hat mich der Therapeut meines Mannes angerufen, mein Mann ist austherapiert und er will mich gerne nehmen. Ich weiß jetzt,wie ich da vorgehen muss, er hat es mir erklärt. Ich muss die Krankenkasse informieren und einen Grund für den Wechsel angeben und am kommenden Montag habe ich einen Termin bei dem bisherigen Therapeuten und mit dem soll ich mich einigen, dass sozusagen in beiderseitigem Einvernehmen das Therapeuten-Patienten-Verhältnis aufgelöst wird. Hoffentlich klappt das alles.

Ne, ich habe keine Angststörungen. Ich habe ständig Schmerzen und entsprechend kann ich meinen Alltag nicht mehr meistern, bin psychisch total ausgebrannt, der geringste zusätzliche Stress macht mich fertig und deshalb brauche ich Hilfe.

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@LiselotteHerz

Ich habe ständig Schmerzen und entsprechend kann ich meinen Alltag nicht mehr meistern, bin psychisch total ausgebrannt, der geringste zusätzliche Stress macht mich fertig

Das tut mir Leid zu hören. Hast du eine körperliche Erkrankung?

Ich habe eine körperliche Erkrankung und mir geht es leider ähnlich wie dir. Allerdings habe ich Gott sei Dank keine starken Schmerzen, sondern bin "nur" ständig erschöpft.

Gestern hat mich der Therapeut meines Mannes angerufen, mein Mann ist austherapiert und er will mich gerne nehmen.

Das ist einerseits schön, andererseits ist es nicht so professionell 2 Personen aus dem gleichen Haushalt zu therapieren, auch nicht nacheinander. 

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@Grundula

Ja, habe ich. Morton Neuronom nennt sich das, ich kann nur noch unter Schmerzen ganz kurze Wege zurücklegen. Seit 4 Jahren habe ich Schmerzen, ich habe einen Arztmarathon hinter mir und kein Arzt hatte eine Diagnose stellen können. Erst vor 2 Monaten bin ich endlich bei einer guten Orthopädin gelandet. Lass ich evtl. nächstes Jahr operieren, ich muss mich da erstmal eingehend aufklären lassen.

Da mein Mann ein völlig anderes Krankheitsbild hat, sehe ich da kein Problem. Ich bin sehr froh, dass der mich nimmt, ich kenne diesen Therapeuten persönlich aus einer früheren Behandlung.

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Eher im Gegenteil, manchmal fühle ich mich noch beschissener, weil er
in meiner Vergangenheit rumwühlt und mir anschließend keine
Hilfestellung gibt.

Bitte wende dich an deine Krankenkasse und frage dort nach, wie das funktioniert.

Was erwartest du von einer Therapie? Bei Problemen muss man vieles durchleuchten, wenn nötig auch mal in der Vergangenheit  suchen und sich dann mit dem auseinandersetzen.

Das hat doch nichts damit zu tun, dass der Therapeut in deiner Vergangenheit herumschnüffelt.

Ein Therapeut ist nicht dafür da, dir die Lösung deiner Probleme auf dem Tablett zu servieren. Er kann dir nur Wege aufzeigen und wenn du dich, wie du das beschreibst "beschissen fühlst", dann hat die Therapie wunde Punkte bei dir berührt und denen musst du dich stellen.

Genau da musst du weitermachen, nur dann kann dir eine Therapie helfen. Der Patient muss auch mitarbeiten, sonst wird dir kein Therapeut helfen.

Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht beim richtigen Therapeuten bist, hast du das Recht dich anderweitig umzusehen.

Aber du solltest dir darüber klar sein, dass jeder Therapeut auch mal in deiner Vergangenheit sucht, denn viele Probleme hängen nun mal mit vergangenem zusammen und wenn man die verdrängt hat - bewusst oder unbewusst - dann muss man dort ansetzen.

Erst wenn die Aufarbeitung weh tut, dann fängt sie an zu wirken und das kann auch ein langwieriger Weg sein, aber nur wenn du den gehst und dich dem stellst, wirst du auch Erfolg haben.



Langer Text, aber hat meine Frage nicht beantwortet.

Wenn ich aus freien Stücken heraus (ich würde mich durchaus als extrovertiert bezeichnen) 15 mal 45 Minuten mein Leben offenlege, erwarte ich schon, dass irgendwann mal eine Hilfestellung kommt, wie ich damit umgehen soll.

Und wenn man schon einen Therapeuten hat, und hat ein ernsthaftes akutes Problem, kann ich doch wohl erwarten, dass man an diesem Tag nicht unbedingt über Kassenleistungen und Gutachten reden muss, sondern vielleicht mal darauf eingeht.

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Du kannst sicher den Therapeuten wechseln, aber ob es besser wird....

Therapeuten sind oft unorganisiert oder desinteressiert, da kann man wirklich rumeiern bis man die Nase voll hat.

In deinem Fall gehört aber eben der Bericht an den Gutachter dazu. Solche Sitzungen  bringen dir dann im Moment wirklich nichts.

Ein befreundeter Arzt sagt seine Meinung dazu deutlich. Viele Therapeuten machen die Sache schlimmer, nicht besser. Das ist leider auch mein Eindruck.

Wo ich evtl. jetzt hingehen kann - wurde mir gestern in Aussicht gestellt - den kenne ich schon, da war ich vor vielen Jahren schon mal. Bei dem habe ich mich immer gut gefühlt, dem vertraue ich einfach.

Mein Mann war bei ihm, deshalb konnte er mich nicht nehmen. Jedesmal, wenn mein Mann heimkam, war er guter Laune und das will was heißen - mein Mann hatte eine Angststörung, Sozialphobie. Dieser Therapeut hat es geschafft, dass mein Mann wieder arbeiten geht und nicht mehr ausschließlich HomeOffice macht.

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@LiselotteHerz

Habe natürlich nie bestritten, dass es auch gute Therapeuten gibt. Hängt eben von ihrer Arbeitsweise  und ihrem Charakter ab.

Freut mich, dass du eine gute Lösung gefunden hast!

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Ein befreundeter Arzt sagt seine Meinung dazu deutlich.


DAs ist die typische Ärztemeinung. Wenn man etwas nicht mit Pillen oder Operationen heilen kann, taugt das nichts.
So ist es einem Freund von mir - Arzt - ergangen. Sein Sohn, Pubertät, Mobbingopfer wegen verschwiegener Homosexualität, wurde von ihm zu einem Arzt, Psychiater nach dem anderen geschickt. Er bekam jede Menge Medikamente. Aber niemals Therapie - denn das nützt ja nichts.


Jetzt ist der Sohn 26 und lebt herum.Ohne Abschluss, ohne Berufsausbildung, ohne alles. Und wird mit Medikamenten zugedröhnt. Ärzte....

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@Dahika

Nö so typisch ist diese Arztmeinung nicht.

Ich bin keine Ärztin, würde aus meiner beruflichen Sicht die Meinung dieses Arztes durchaus teilen.

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