Wie geht man mit Überstunden um?

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1 Antwort

Was steht denn zu Überstunden in deinem Vertrag?

Ohne Vereinbarung ist es die Wahl des ArbN, ob er den Freizeitausgleich oder die finanzielle Abgeltung nimmt. Das kann und darf der ArbG nicht eigenmächtig entscheiden.

Weniger Gehalt als vertraglich vereinbart darf der ArbG natürlich nicht bezahlen. Er hat sich an die vertragliche Vereinbarung zu halten. Der fehlende Betrag ist einklagbar.

Wenn der ArbG dich nicht mehr zur Arbeit einteilt, obwohl du deine Arbeitskraft anbietest und der Vertrag noch besteht, muss er trotzdem zahlen. Das ist ein Annahmeverzug n. § 615 BGB, den man nicht dem ArbN anlasten darf.

Also: du hast für die Dauer der Vertragslaufzeit das vertragliche vereinbarte Gehalt zu bekommen. Monat für Monat. Die Überstunden, sofern vom ArbG angeordnet oder geduldet und nachweisbar entstanden, dürfen abgebaut werden wenn du sagst, dass du sie abbauen möchtest. Wie der ArbG das realisiert, ist sein Problem.

Einfach nicht zur Arbeit gehen ist trotzdem nicht ratsam. Du solltest dir einen Fachmann an die Seite holen, der dem ArbG ein paar freundliche Zeilen schreibt und deine Interessen durchsetzt.

Danke für die Antwort,,ich habe gestern noch mal mein Arbeitsvertrag gelesen,da steht überhaupt nix von Überstunden. Ich möchte noch mal ganz detaliert situation beschreiben. Ich darf pro Jahr 240 tage als halb tage arbeiten oder 120 als volle tage.im Juli blieb mir übrig genau 60 volle tage oder 120 halb tage,deswegen hab ich einen Arbeitsvertrag für halbstelle unterschrieben.Passt eigentlich ganz gut bis ende des jahres.da im August und September ein personalmangel in der Arbeit war, habe ich mehr ( im vertrag steht 20 std wochentlich) gearbeitet und da dürch viele überstunden kassiert. ich habe praktisch jetzt mein limit erreicht, das heisst ich kann und darf nicht mehr arbeiten bis ende des jahres. Mein urlaub anspruch ist für dezember abgelent worden.Uralubstage 6. Die haben gesagt dass ich das in Januar nehmen muss,obwohl kein gründ dafür ist.Im dezember es ist viel los im geschäft,deswegen kriegt normalerweise keine urlaub in diesem Monat,weil Arbeit hat einen vorrang. Mein Uralubanspruch ist nicht arbeitbediengt,da ich sowie so nicht arbeiten darf,wegen Limitierung.Kohle für Dezember bekomme ich auch nicht. :-( Meine Weihnachten sind voll zerstört

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@Maoks
Kohle für Dezember bekomme ich auch nicht.

Und genau DAS halte ich anhand deiner Schilderungen für unzulässig. Nimm deine Verträge und sonstige Unterlagen, die etwas mit dem Arbeitsverhältnis zu tun haben (Aufzeichnungen von Überstunden, Schreiben des ArbG wenn vorhanden) und lass einen Anwalt die Beträge einklagen, die dir zustehen.

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