Wie geht man mit großen Fugen bei der Restaurierung eines Dielenbodens um?

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4 Antworten

Ich bin zwar kein Schreiner aber ich habe mit Vereinskameraden ein altes Haus mit alten Dielen renoviert und die Dielen wurden press verlegt. Nach einem Jahr waren mehr oder minder Fugen bis 5mm da. Die Dielen waren alt und 2 Monate im Haus gelagert. Also mein Tipp lassen wie es ist den die Nägel in der Nut gehen auch nicht ohne Spuren aus dem Holz.

Ich habe in einem Zimmer einen alten Dielenboden, den ich heiß liebe, da er "Geschichten" erzählt (Stücke wurden eingeflickt, er ist unregelmäßig abgetreten usw.) und zum Alter des Hauses - cca. 350 Jahre - passt. Die Fugen zwischen den Dielen sind stellenweise bis zu 1cm breit, vor allem im Winter, wenn geheizt wird. Im Sommer werden sie wieder schmäler. Ganz offensichtlich haben frühere Bewohner diese Fugen mit Sägemehl und irgendeinem Bindemittel, evtl. Bodenlack, zugemacht. Das ist ein Trick der Parkettverleger, die den Holzstaub nach Abschleifen des Bodens nicht wegwerfen, sondern zu Ausbesserungsarbeiten am Boden aufheben. Da es das gleiche Holz ist, sieht man die Reparatur kaum. Ich nehme an, dass die Dielen keine Nut und Feder haben - da könntest Du eventuell ganz schmale Leisten in die Ritzen zwischen den Dielenbrettern einfügen. Ob es lange halten wird, kann ich nicht sagen, da Holz arbeitet. Ein Versuch wäre es wert. Liebe Grüße, Schurlioma

Du müsstest die Dielen alle aufnehmen un mit geringerer Fuge neu verlegen. Aber, dass Dich die kleinere Fuge glücklicher macht mag ich bezweifeln. Du müsstest neue Bretter einbauen die nicht unbedingt zu den Alten passen. Auch lohnt sich der Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen. Im Gegenteil die Gefahr, mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu haben ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Ich weis nicht wie Alt das Haus ist, früher wurden häufig handgeschmiedete Nägel für die Dielung genommen.

bei uns sind die fugen mit neuerem holz "gestopft" worden. nun nach ca 6 jahren fallen diese oft raus. kann ich also nicht empfehlen. an einigen stellen ist auch zugespachtelt, aber auch das ist nicht so super, da das holz sich ja bewegt - unterm strich ist aber die spachtellösung hier besser als die andere. es gibt wohl auch eine spachtelmasse mit holzstücken... am besten mal einen schreiner fragen - oder vielleicht ist ja auch einer bei gute frage...

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