Wie geht man mit einem paranoiden Partner um der sich nicht helfen lassen möchte/kann?

5 Antworten

Hallo!

Offensichtlich leidet Dein Freund unter einer paranoiden Persönlichkeitsstörung. Leider sind hier auch therapeutische Maßnahmen nicht sehr wirkungsvoll bzw. werden überhaupt abgelehnt.

Ich nehme an, Du merkst ja selber sehr deutlich, daß es nicht möglich ist, mit ihm eine sinnvolle Beziehung zu führen. Auf längere Sicht kann Dich das seelisch zerstören.
Es ist zwar verständlich, daß Du Dich in gewisser Weise verantwortlich fühlst oder möglicherweise eine Art von Co-Abhängigkeit entwickelt hast. Aber damit tust Du weder ihm noch Dir etwas Gutes.
Wenn Du es selber nicht schaffst, Dich aus dieser destruktiven Beziehung zu lösen, so solltest Du therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Denn, wie gesagt, eine solche Beziehung kann sich für Dich sehr negativ auswirken und Dein Leben nachhaltig prägen.
Vor allem muß Dir bewußt sein, daß eine auch nur halbwegs glückliche Beziehung mit Deinem Freund nicht möglich ist, weil das seine Persönlichkeit nicht zuläßt. Da kannst Du Dich noch so verbiegen und Rücksicht nehmen - es wird weder die Beziehung verbessern noch bei Deinem Freund etwas bewirken.

Du kannst Dich auch im Internet über Persönlichkeitsstörungen informieren bzw. über die Beziehung mit Menschen, die eine solche aufweisen. Es gibt dazu auch sehr informative Foren.
Vielleicht hilft Dir das, um die Dinge etwas klarer zu sehen.

Liebe Grüße

Da für ihn sein Paranoides Verhalten real ist wirst du mit Logik wahrscheinlich nicht weit kommen. Das ist wie wenn jemand Stimmen hört die andere nicht hören. Am besten in die Psychiatrie schicken und das Vollstationär, zur Not auch mit Der Polizei . Da bekommt er dann Medikamente und Therapie. Und wenn die Medikamente dann wirken, kann er auch wieder klar denken.

Viel Glück 

Ich denke nicht das es bisher eine Begründung für die Polizei gäbe ihn dort hinzubringen. Um in die Psychiatrie eingewiesen zu werden muss doch einiges passiert sein oder? Und ich befürchte das so eine Zwangshandlung seine Ängste nur noch schlimmer machen würde 

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@Kirsche1994

Generell reicht es schon wenn jemand die Aussage macht das er sich umbringen will. Und da muss man echt aufpassen ob das Derjenige dann nicht mit Berechnung macht und das nur sagt damit er sein Willen bekommt. Da bringt ihn dann die Polizei dahin und die Ärzte entscheiden mit den Angehörigen. Klar hat er dann erstmal Angst aber er wird nicht mehr so schnell damit drohen, so schlimm ist es in der Psychiatrie auch nicht und es wird einem geholfen. Und Du hättest mal deine Ruhe vor der ihm :)

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@ArwenNoel

Naja, ganz so einfach ist es nicht ... Nur wenn der Psychosoziale Notdienst (der aus einem/-r Psychiater/in und einem/-r Vertreter/in einer Ordnungsbehörde, also Polizei oder Ordnungsamt besteht) zu dem Schluss kommt, dass unmittelbare Selbst- bzw. Fremdgefährdung besteht, kann einer Person nach dem PsychKG die Freiheit entzogen werden (-> Zwangseinlieferung in eine psychiatrische Klinik). Einfach mal sagen 'Ich bring mich um' reicht da nicht aus.

Diese Maßnahme ist ganz sicher keine Lösung deiner Problematik, Kirsche 1994. Die würde vielmehr darin liegen - ich weiß, du willst das nicht lesen, ich schreibe es trotzdem -, dass du dich von deinem Partner trennst. Du beschreibst ja, dass es dir nicht gut geht in dieser Beziehung, dass dein Partner aggressiv dir gegenüber ist und dich unterdrückt, auf der anderen Seite aber nicht willens oder in der Lage ist, sich effektiv helfen zu lassen - die Schlussfolgerung drängt sich auf, dass du da rausgehen solltest. Du schreibst, du könnest das nicht, weil du deinen Partner nicht 'hängen lassen' willst. Nun ist es aber so, dass du die Verantwortung in allererster Linie für *dich selbst* trägst und für keinen anderen. Dieser Verantwortung kommst du nicht nach, wenn du in dieser Situation bleibst, die dich so belastet. Wenn du nicht genügend Kraft spürst, da alleine rauszukommen, kannst auch du dir Hilfe holen! Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute.

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Eine Therapie hilft nur, wenn man sich drauf einläßt !

Du solltest jetzt in erster Linie an.dich denken. Beende die Partnerschaft, sonst gerätst du in eine Art Co-Abhängigkeit. Es ehrt dich, daß du weiter zu ihm stehen willst, aber das kannst du auch als Freundin.

Vielleicht hilft ein wenig Abstand ja euch beiden. Du kannst doch nicht dein Leben lang deine Bedürfnisse auf seine Krankheit abstellen.

Das macht dich krank und dann kannst du ihm gar nicht mehr helfen.

:-)

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