Wie geht man am besten mit einem "genervtem", zickigem und überempfindlichem Pferd um?

7 Antworten

Das Blöde ist, da er auf meine Bestrafungen kein bisschen unterwürfig oder gehorsam reagiert, fallen diese meist recht halbzherzig und wenig überzeugend aus, da ich Angst habe, er würde dann voll auf Konfrontation gehen.

Warum sollte er unterwürfig oder gehorsam reagieren wenn du das gar nicht rüberbringen kannst, sondern sogar Angst vor im hast. Meine Pferde lagen auch noch nie auf dem Boden und haben unterwürfig gewimmert, die nehmen mich aber trotzdem für voll.

Aber das was der sich manchmal leistet, geht echt auf keine Kuhhaut mehr.

Er macht genau das bis wohin ihm die Grenzen gezeigt wurden (gar keine) also macht er aus seiner Sicht alles Richtig. M.M.n. hast du sogar noch Glück, das er dich überhaupt noch auf seinen Rücken steigen lässt. Und genau das was man in ein Pferd investiert - bekommt man auch wieder retoure - also in deinem Falle gar nichts.

Dem Pferd fehlt es an gar nichts - im Gegenteil.

Diesem Pferd fehlt es an allem was wichtig ist: an korrekter Ausbildung, an einem Menschen der ihn Führen kann, einem Menschen der Pferdesprache kann und wenn ich es richtig gelesen habe, dann fehlt es ihm an Sozialpartnern und an freiem Auslauf.

Es gibt immer wieder mal Tage da ist er einfach unwillig, schlecht gelaunt weil schlechtes Wetter und er den ganzen Tag in der Box verbringt (nicht dass er nicht die Möglichkeit hätte raus zu gehen aber da könnte man ja nass werden...) .

Den ganzen Tag in der Box verbringt - er könnte rausgehen schreibst du - wie groß ist der Platz draußen - so groß wie die Box drinnen. Wenn ja dann hast du ein Boxenpferd, das ohne Sozialpartner sich seine Füße in den Bauch steht, zurück zur naturnahen Haltung und schnellsten einen Pferdemenschen hinzuziehen, der dir die Sprache deines Pferdes beibringt, damit ihr auf einer Ebene seit.

Dem Pferd fehlt es an gar nichts - im Gegenteil. 

Ihm fehlt es an einer konsequenten Besitzerin mit Pferdeverstand.  

Konsequenz heißt nicht Gewalt. Das heißt, du sollst ihm zeigen - in seiner Sprache! - was geht und was nicht.  

Wenn du ausrastet, nimmt er dich nicht ernst. Erst recht nicht. Denn ein guter Herdenchef wird nie ausfällig, rastet komplett aus oder schlägt, weil er grad überreizt ist.  
Er hat nur einfach den längeren Atem und ist konsequent.  

Sprich, wenn er rumhampelt, stellst du ihn immer wieder kommentarlos auf seinen Platz stellen. Aber denk bitte dran, dass das ein Lebewesen ist, was auch mal ein bisschen die Haltung ändern will..  

Das Blöde ist, da er auf meine Bestrafungen kein bisschen unterwürfig oder gehorsam reagiert, fallen diese meist recht halbzherzig und wenig überzeugend aus

Ein guter Herdenchef bestraft nicht wirklich, er macht genau das, was er braucht. So wenig wie möglich und so viel wie nötig.  

Will er zb ein rangniedrigeres Pferd weg weisen, kommt zuerst ein scharfer Blick aufs Genick. Reicht das nicht, kommt ein Nüsternkräuseln und evtl ein Ohrenanlegen. Reicht das auch nicht, wird mal in die Richtung geschnappt. Erst dann wird getreten, wenn das andere Pferd noch nicht gewichen ist. Und auch dann oft erst nur angedeutet..  

Du lässt ihm keine Zeit, zu reagieren. Er macht was und du haust drauf. Dein Pferd ist vermutlich frustriert, weil er keine Chance hat, ohne Gewalt zu reagieren.  

Deine Halbherzigkeit machts auch nicht besser.. 

Was meinst du damit, dass er auch rausgehen könnte? Box mit Paddock? Box mit Weidenzugang? 

Oh ich kann dich da wirklich verstehen, sowas ist extrem frustrierend...

Zu erstmal: Wie sieht die Haltung konkret aus? Steht er durchgehen alleine in einer (Paddock)Box oder kommt er tagsüber auf einen Paddock in der Gruppe? Erzähl doch mal :)

Ich hatte mal eine Reitbeteiligung, dein Pferd erinnert mich grade ziemlich an sie ;) Man musste echt aufpassen was man wie macht. Sie konnte es nicht haben wenn ich zu schnell auf sie zu ging, wenn ich mit dem Sattel um die Ecke kam, wenn ich eine (Abschwitz)decke auf sie legen wollte, wenn ich sie an der Seite antippte damit sie einen Schritt zur Seite geht, wenn ich die Hinterhufe auskratzen wollte.... Sie reagierte immer gleich: Laut Quietschen, Hintern extrem schnell in meine Richtung drehen und wenn ich ihrer Meinung nach nicht spurte schlug sie auch leicht aus... Es war echt heftig. Und diese Zicke war ein Pony von 1,30m ;) ich hatte solch einen riesigen Respekt vor ihr. Und je lauter, böser und grober ich zu ihr wurde desto aggressiver reagierte sie. Verständlicherweise.

Ich habe dann komplett umgedacht. Bevor ich zu ihr ging schnippelte ich eine große Menge an kleinen Möhrenstückchen und steckte sie in die Tasche. Und dann hab ich sie für alles gelobt was sie lieb machte.

Beispiel: Ich komme mit der Schabracke um die Ecke, hänge sie über den Anbindebalken direkt vor sie. Sie schnuppert dran. Leckerchen. Ich nehme die Schabracke, zeige sie ihr nochmal. Leckerchen. Ich lege sie vorsichtig über ihren Rücken. Leckerchen. Das Gleiche mit dem Sattel.

Beim Rumschicken. Ich berühre sie kurz und ohne Druck an der Seite. Leckerchen. Ich übe ganz leichten Druck aus. Leckerchen. Ich übe wieder Druck aus und sage "Rum". Leckerchen. Pony macht irgendwann einen Schritt zur Seite. Leckerchen.

Beim Hufe auskratzen. Ich berühre ihren Oberschenkel. Leckerchen. Ich fahre das Bein weiter herunter. Leckerchen. Ich berühre kurz ihren Huf. Leckerchen. Sie entlastet das Bein. Leckerchen. Sie hebt das Bein kurz an. Leckerchen.

Das mag für viele hier jetzt extrem übertrieben klingen, aber der Lob dieser mini kleinen Schritte hat uns so weit gebracht. Ich ging so wirklich bei ALLEM vor was wir machten. Wenn etwas gut klappte (z.b. Satteln) gab es immer seltener Leckerchen, damit sie lernte dass es einfach was normales ist. Es hat Wochen gedauerte aber nachdem ich so intensiv mit ihr geübt habe wurde sie das liebste Pony. Sie fing an zu Brummeln als ich kam, sogar als ich mit dem Sattel um die Ecke kam. Sie wurde verschmust. Sie kam immer von der Wiese als ich sie rief. Sie wurde ein richtiges Verlasspony. Leider musste ich sie dann irgendwann auf Grund ihrer Größe aufgeben bzw. habe nun auch mein eigenes Pferd.

Gib nicht auf und vor allem: Versuche nichts mit Gewalt! Denn ein Pferd ist im Zweifel IMMER stärker als du und das kann böse ausgehen. Wenn ein Pferd sich bedrängt fühlt und nicht weglaufen kann (z.b. wenn es angebunden ist) kann durchaus mal austreten.

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