Wie geht ihr mit dem Verlust von einem Familienmitglied um?

8 Antworten

Hallo StelleFragee,

ich selbst habe vor wenigen Jahren meinen Vater, meine Mutter und eine meiner Schwestern relativ kurz hintereinander durch den Tod verloren. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Jeder trauert auf eine andere Weise und es gibt auch kein Zeitmaß für die Trauer. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Am meisten aber hilft mir die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: "Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden... zu einer Auferstehung" (Johannes5:21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in den Psalmen: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, haben schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft bei der Bewältigung Deiner Trauer!

LG Philipp

"da mich dieser Gedanke nur runtergezogen hat."

Und auch jetzt geht es wieder nur um dich...

Bitte nicht falsch verstehen!

Denke nicht immer daran, wie es dir geht oder was du hättest besser oder anders machen können. Du kannst es nicht ändern, auch wenn du dich noch so sehr grämst.

Denke (endlich) auch mal in die andere Richtung: In allem Schlechten steckt auch was Gutes! (Auch wenn sich dies im Bezug auf den Tod nur sehr schwer vorstellen lässt...)

Dein Opa hatte das Glück, das er alt werden durfte! 

Er hat seine Enkel erleben dürfen!

Er erlebte eine intakte Familie und viele Familienfeste, bei denen meist alle da waren und er sicherlich viel Freude dabei hatte!

Du hast ihn - und er dich - noch einb paar Tage vor seinem Tod gesehen. Er wusste was auf ihn zukommt.

Er hat dich - aus Liebe zu dir - nicht zu Besuchen gezwungen. Er wollte, dass du ihn lebendig und nicht leidend in Erinnerung behältst!

Und zum Schluss: manchmal ist der Tod einfach eine Erlösung. Denn der Tod bedeutet eben auch, nicht mehr leiden zu müssen.

Denk ein bisschen daran, was ER alles hatte und nicht nur darüber, was dir nun fehlt 

Dann geht es dir vielleicht ein bisschen besser und es wird ein klein wenig leichter, mit dem Verlust zurecht zu kommen.

Hallo,

Mein Beileid

Du warst damals nicht selbstsüchtig und ich muss es wissen. Ich hab mir lange die gleichen Vorwürfe gemacht als meine Mutter gestorben ist. Aber sie hat mich geliebt und genauso hat dein Großvater dich geliebt. Die glücklichen Momente überwiegen die Traurigen. Du musstest halt damals auf dich selbst schauen. Wenn es dir schlecht gegangen wäre hätte es deinem Großvater auch nicht gefallen. Außerdem kannst du jederzeit mit ihm reden...über alles...immer.

Ich habe meine Großeltern zwar nie kennen gelernt und kann es daher nicht sicher sagen aber was man so hört haben Eltern und Großeltern eines gemeinsam:

Egal wie man sich gestritten hat, egal was vorgefallen ist - sie verzeihen immer und denken an die glücklichen Momente. Nimm dir das zu Herzen.

Ich vermisse meine Mutter auch, gleich wie du deinen Großvater aber irgendwann sehen wir uns wieder, gleich wie ihr euch wieder seht. Bis dahin können wir nur an sie denken und in Gedanken mit ihnen reden.

Liebe Grüße

Luki

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