Wie geht ihr mit Ängsten um?

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7 Antworten

Ängste sind normal und wirken sich natürlich auf die Psyche aus. Übertriebene Ängste können allerdings u.v.a. auch psychosomatische Störungen, Angststörungen, Panikattacken oder Depressionen auslösen.

Angst als normal akzeptieren: Ängste gehören zum Leben. Sie sind Ausdruck menschlicher Entwicklung und treten regelmäßig auf, wenn man sich auf Neues einläßt. Sie stimulieren das Nervensystem, um es zu Höchstleistungen zu befähigen (z.B. durch vermehrte Wachsamkeit, Konzentration und Handlungsbereitschaft). Erst wenn die Ängste gleichsam außer Kontrolle geraten („Überreaktion“), werden sie für das Nervensystem zum Streß und rufen weitere Symptome hervor. Krankhafte Angst bezieht sich immer auf Situationen, die in Wirklichkeit überhaupt nicht gefährlich sind. Angst ist somit eine „richtige Reaktion“, leider nur zur falschen Zeit bzw. am falschen Ort.

Ängste verursachen psychischen Stress - wenn psychischer Stress körperliche Beschwerden wie z.B. Panikattacken auslöst spricht man vom Psychosomatik. Zu dem Thema kannst Du auch mal hier in meine Antwort schauen und in den Link zum Thema "Angststörungen".

https://www.gutefrage.net/frage/stechen-im-herz-14#answer103332304

Ängste, in welcher Form auch immer, kann wirklich nur der nachempfinden, der sie selber hat.  Niemand kann sich dieses schreckliche Gefühl, das auch oft mit körperlichen Beschwerden verbunden ist vorstellen, weil man das einfach nicht beschreiben kann. Ich hatte vor 10 Jahren Panikattacken, die ich aber mit Therapie und Medikamente  in den Griff bekommen habe.  Diese Krankheit kommt von der Seele, ist also rein psychisch bedingt.. Es spielt sich alles im Unterbewusstsein ab und man hat keinen Einfluss darauf. Es ist irgendetwas Schlimmes im Leben passiert, oder noch da, was die Seele nicht verarbeiten kann. Nur mit professioneller Unterstützung ( Psychologe) lernt man einigermaßen damit zu leben. Man muss sich mit der Angst konfrontieren und sich einreden, dass nichts passiert, sondern alles nur vom Kopf kommt. Ich mache das so, denn seit 1/2 Jahr bekomme ich auch wieder Panikattacken. Es ist nach wie vor grauenvoll, aber ich kann mich dadurch schneller beruhigen.Denn die Angst vor der Angst macht alles noch schlimmer.


Ich hatte mit einigen Ärzten gesprochen denn Grund haben wir nie rausbekommen

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@Nettezicke

Ja, es ist sehr schwierig, den richtigen Arzt ( Psychologen), zu finden, dem man vertraut und auch bereit ist sich ganz zu öffnen. Was man schon immer verdrängt, will man nicht mehr wahrhaben, zumal auch eine Verbindung zu den Beschwerden unerklärlich ist. Aber ich möchte dir raten, weiter einen guten Psychologen zu suchen. Du bist bestimmt noch jung, darum lasse dir nicht dein Leben kaputt machen. Auch dir kann geholfen werden. Also suche Hilfe und nehme sie an. Ich möchte dir mit meinem Bericht nur helfen.Bei mir ist das psychisch, denn es gibt Gründe dafür. Aber ich bin nicht mehr die Jüngste und  es ist mir leider heute unmöglich,    das zu ändern, was mich belastet.                                                        Ich wünsche dir alles Gute.

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Ich habe eine Zeit lang (und leider teilweise noch immer) ähnliche Probleme wie Du durchgemacht. Besonders schlimm wurde es, wenn ich mich reinsteigerte, bis ich dachte, meine Angst wäre wirklich BEGRÜNDET und REALISTISCH - natürlich war sie das nicht. 

Was mir geholfen hat, war Musik. Das klingt banal, aber wenn ich kurz davor bin, in eine Angst-Panikattacke zu versinken, mache ich Musik an und versuche mich nur auf diese zu konzentrieren. Oder ich schaue mir eine Serie an. Irgendetwas, was mich auf andere Gedanken bringt, denn das Schlimmste ist, wenn man in einer solchen Panik ist, bis gar nichts mehr einem wirklich helfen kann. Natürlich kannst Du eine Therapie o.Ä. in Erwägung ziehen und Dir professionell helfen lassen, aber manchmal helfen schon die kleinsten Dinge wie TV oder Musik. Und Finger weg von Symptome-Suchen-Seiten! Am Ende ist es immer was schlimmes und man fragt sich, ob man nicht selbst davon betroffen sein könnte, und man denkt und denkt... und irgendwann kommt man zum Schluss, man ist tatsächlich seriös erkrankt. 

Bei mir ist es leider so gewesen das ich die panikatttacken  wenn dann immer nachts hatte... bin also aufgewacht hatte irgendein wehwehchen und los gings

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Du schreibst es ja selber "so steigerte ich meine angst bist ins extreme... immer und immer wieder..."

Das heisst ja Du machst das

Was hast Du davon ausser das es Dir schlecht geht und das Du dafür eine Menge Aufmerksamkeit bekommst?

Und sei Dir klar darüber, Du hast so zu sagen Datenautobahnen in deinem Gehirn installiert.
Das Gehirn ist in der Bezeihung ganz simple gestrickt.
Wenn Du etwas immer wieder machst werden die entsprechenden Verknüpfungen stärker.
Und Du darfst das ändern.

Diese Verknüpfungen darfst du wieder auflösen.

Hör Dir mal die letzte Folge, besser alle Folgen, von meinem Podcast an.

http://podcast.mein-coaching-im-urlaub.com

Dort findest Du verschiedene Anregungen, wie Du das verändern kannst.
Viel Spass

Michael

Ich versuche sie einfach zu überwinden

Schaffst du es denn so alleine ohne hilfe?

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Hi ich hatte eine extreme spinnen und insektenphobie..
also die ist wirklich so schlimm "gewesen" das wenn eine kleine spinne in meine nähe kam ich fast losgeschrien hab.
irgendwann kam ich mir selbst blöd vor und habe mir allen mut zusammen genommen und gegen meinen willen ne spinne gepackt und in der hand gehalten. ich bin fast ausgerastet und hätte fast wild um mich geschlagen aber als ich gemerkt habe das rein garnichts passiert wurde die "phobie" zu einem ach eine spinne... egal ....
versuche dich deiner angst zu stellen nur dann wirst du sie los.

Ich mach zur Zeit auch so was durch. Ich bin zum Psychater gegangen und nehme Medikamente

Hast du durch die Behandlung herausfinden können warum du diese Ängste hast?  Gibt es dafür ein bestimmtes Erlebnis ect

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