Wie geht ihr damit um wenn eure Kinder in die Pubertät kommen und nur auf Konfrontation aus sind?

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5 Antworten

Blos nicht zu sehr aufregen. Das wollen sie doch nur. Denen ist auch nicht mit Logig beizukommen.

Was bei uns gut funktionierte war Ironie und eine gute Portion Humor.

Die Pubertät ist für beide da, für die Eltern und die Jugendliche. Die Eltern müssen auch lernen, dass sie loslassen müssen. Was die Erziehung bis zum ca. 14. Lebensjahr nicht geschafft hat, schafft sie danach nur noch schwerer. Ein wenig muss man deshalb einfach Vertrauen haben und hoffen, dass sie nicht völlig verblödet sind. Mein Sohn betont auch immer wieder, dass er ein Recht auf eigene Fehler hat.

Komplett jede Diskussion habe ich verweigert, wenn es z. B. ans Finanzielle ging oder um Grundrechte (vorzugsweise die der Eltern). Das habe ich auch so formuliert: "Stop! Du hast bei dieser Sache gar kein Mitspracherecht, weil ich hier die Verantwortung trage und das Risiko. Somit mußt du damit leben, dass es so ist. Punkt. Keine Diskussion."

Im Gegenzug habe ich ihnen den Gefallen getan und mich mit ihnen schwindelig diskutiert, bei dehnbaren Themen. Somit akzeptierten sie, wenn ich bei vergleichsweise wenigen Themen knallhart geblieben sind. Allerdings muss man dafür auch bereit sein und der Akku sollte randvoll dafür sein, denn das kostet Nerven und Kraft. Ironie ist dabei ein guter Blitzableiter.

Ich versuchte auch diese Diskussionen nie hinter verschlossenen Türen zu führen. Sollen ruhig auch Onkel, Tanten, Nachbarn oder Mitschüler ihren Senf dazu geben. Solange es nicht gerade um was sehr Privates geht, kann man den Gesprächskreis ausdehnen. Teenager hören so oder so mehr z. B. auf völlig Fremde, als auf die eigenen Eltern. Verbündete sollte man sich daher suchen, wo man sie bekommt. Solange die Form gewahrt wird und die Sprache nicht entgleitet ist das völlig ok.

Die Sprache ist in diesen Endlosdiskussionen das Wichtigste. Nie ins Niveaulose oder Böse abgleiten. Süffisanz sollte daher gut dosiert sein. Auch ohne Schimpfworte kann man durchaus klare Ansagen machen. Die Ableger brauchen keine weiteren Freunde sondern Eltern. Daher verließ ich nie die Elternrolle oder den Erziehungsauftrag. Versucht habe ich auch immer ehrlich und anständig zu bleiben. Denn das kommt 1:1 zurück. Respekt ist funktioniert in beide Richtungen.

Guter Kontersprüche muss man daher sammeln, wo man sie bekommt. Die Themen sind eh immer die Gleichen, somit kann man die gut sammeln für den Bedarfsfall.

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Kommentar von hieber
21.02.2017, 10:45

bravo, guter kommentar!

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Da muss man halt Ruhe bewahren, so gut es geht. Man braucht viel Kraft für die endlosen Diskussionen. Man sollte aber auf die Regeln, die einem wichtig sind, bestehen bleiben. Bei anderen Sachen kann man aber auch mal großzügiger sein, schließlich hat man im wachsendem Alter auch mehr Rechte und Selbstverantwortung. Und manches muß man einfach mit Humor nehmen. Wenn man gemeinsam lachen kann, das lockert auch viel auf. 

Und irgendwie geht die Zeit auch rum. Bei meinem älteren Sohn endete das meist mit dem Zuknallen seiner Zimmertür und dann wußte ich, die nächsten 2 Stunden sind für uns beide zum Runterkommen. ABer es gab keine Schimpfworte oder gar körperliche Gewalt. Und heute ist alles wieder gut. 

Mein Kleiner ist zum Glück viel unkomplizierter, nervige Diskussionen gibt es auch, normale Planungen sind oft nicht mehr so einfach zu bewerkstelligen, und das ständige "Ja gleich", das "tue ich nicht" bedeutet. Aber ansonsten ist alles okay. 

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Aummmmmmmm.

In der Pubertät wird das Hirn komplett abgerissen und neu verschaltet. Da  kann so ein Teenager schon mal richtig aggressiv werden.

Ich diskutiere einfach nicht weiter und verlasse den Raum, wenn es mir zu blöde wird.

Und spreche Themen, die unbedingt sein müssen, dann später noch mal an, wenn er gerade nicht gereizt ist.

Gerade bei Teens müssen sich die Eltern selbst im Griff haben, sonst werden sie ruckzuck gespiegelt.

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Kommentar von BellaBoo
20.02.2017, 20:31

Dem kann ich mich nur anschließen.

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Ich habe 3 Kinder ziemlich konfrontationslos durch die Pubertät gebracht.

Habs auch mal ignoriert, wenn sie "komisch" waren. Allerdngs habe ich nie rumgebrüllt. Ich bin dann einfach zur Tagesordnung übergegangen.

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Kommentar von Barney123
21.02.2017, 15:31

Tja, siehe meinen Kommentar zu  Maleficent

Ebenfalls Danke

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Ich habe zwei pubertierende zu Hause und keiner ist auf Konfrontation aus.

Wie ich damit umgehen würde? Ganz normal diskutieren und mir die Kids auch anhören und ernst nehmen. 

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Kommentar von Barney123
21.02.2017, 15:30

Hallo Maleficent,

Da hast Du wohl was falsch gemacht! Wie sagte doch Jesper Juul, der bekannte Kinder und familientherapeut so schön?

Pubertät is paybacktime!

Ja, da kommt bie Dir wohl nicht so viel Ärger zurück, hast wohl wenig Ärger und viel Liebe und Erziehung auf freundliche Art investiert.

Tja, so ist das eben!

DH und LG

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