Wie geht es in einer Psychiatrie zu?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun ja, ich befinde mich derzeit in einer psychosomatischen Klinik in Bad Honnef. Bin dort stationär für 10 Wochen. Es ist zwar ein Krankenhaus aber dennoch nicht vergleichbar mit den Krankenhäusern, in denen du mit somatischen (körperlichen) Beschwerden reinkommst. Die Zimmer sind auch nicht so aufgebaut wie in einem somatischen Krankenhaus, sondern eher wohnlich eingerichtet. Hier in der Rheinklinik, Bad Honnef gibt es Doppel-und Einbettzimmer, hängt auch ein wenig von deiner Krankenversicherung ab. Also ich kann jetzt nur von meinen Erfahrungen aus der Rheinklinik berichten, von daher kann ich nicht beurteilen wie andere Psychiatrien aufgebaut/eingerichtet sind.

Hier laufen gewiss keine bekloppten rum, die mit Zwangsjacken etc. ruhiggestellt werden müssen, sondern wir sind ganz normale Menschen mit psychischer Erkrankung. Sicherlich lässt sich ein Armbruch besser und schneller behandeln als jetzt eine seelische Erkrankung, aber auch uns kann geholfen werden.

Der Abluaf in einer Psychiatrie kann ganz unterschiedlich sein. Bei uns auf der Station (Traumafolgeerkrankungen) ist es so, das wir Gruppentherapien haben, wie Gesprächsgruppe, Kunst,Imagination (Körperreise) und auch Einzelgespräche mit einem uns zugewiesenen Therapeuten, ebenso gibt es noch die Bezugspflege mit der man auch Einzelgespräche führt und die Pflegevisite, wo die zuständige Stationsschwester zu einem auf´s Zimmer kommt. Dort kann man seine Anliegen vorbringen, sagen wie es einem geht etc. Und noch einiges mehr.

Aber denk dran, wir sind halt Menschen, denen man die Erkrankung nicht ansieht und wir sind auch nicht bescheuert. Psychische Erkrankungen können auch lebensgefährlich sein, bes. wenn man auch Suizidgedanken hat. Somit sollte man uns mit unserer Erkrankung auch ernst nehmen.

Solltest du noch weitere Fragen bzgl. dieses Themas haben, darfst du dich gerne an mich wenden, denn ich mache ja auch gerade die Erfahrung wie es ist in einer Psychiatrie zu sein.

So viel von mir dazu...

lg, jakkily

in einer psychiatrie schaut es wie in jeder anderen klinik aus. in einer geschlossenen abteilung auch, davon abgesehen dass es noch aufenthalts-/freizeitbereiche gibt, weil die leute ja nicht raus dürfen. das ist aber auch nicht wie im knast (mit gittern vor den fenstern), sondern hell. die fenster und türen gehen halt nicht auf. eine reha-klinik (für psychsomatik/psychotherapie) schaut es oft aus wie in einem billigen hotel oder studentenwohnheim, d.h. kleine einzelzimmer, die man irgendwie nett einrichten wollte (teppich, vorhänge), was aber nicht ganz gelungen ist. daneben gibt es büros für ärzte und therapeuten und therapeutische zimmer z.b. für sportherapie.

Ich kann nur von der Jugendpsychiatrie berichten: Ich war auf der Geschlossenen Station: Da wird man schon echt komisch behandelt, so was könnte man gar nicht mehr über sich selbst entscheiden und so. Dir wird alles abgenommen Sogar Handcreme und so was. Wenn du da hin kommst musst du die bis auf die unterhose ausziehen und die Filzen dich da. Ich hatte das gefühl das ich die ganze zeit von den Mitarbeitern verarscht worden bin und so. Man wird auch ziemlich mit Medikamenten zugedröhnt. Und wenn man seine meinung sagst kommt gleich der Stationsarzt und redet mit einem und will einen beruhigen. Da waren es einzelzimmer, im Gang stand ein Fixierbett. Es gab einen Aufenthaltsraum mit einem Sofa und TV ( wir durften aber fast nie schauen) Im Aufenthaltsraum war auch noch der Esstisch.Der gang war Video überwacht. Und die Fenster konnte man nicht öffnen, Es waren auch Gitter davor.

Ich war auch auf der Offenen Station: Da wars fast wie im Schullandheim, Man hat sein zimmer, einem wird nur Spitze gegenstände und so abgenommen aber sonst kann man da allles drauf schmuggeln. Da waren auch die Mitarbeiter viel netter und haben auch Gesellschaftsspiele mit den Patienten gespielt und so. Wenn es Probleme gab konnt man sich da an jeden wenden und es wurde einen gerne geholfen. Da waren alles Doppelzimmer, es gab 2 einzelzimmer. Man durfte überall hin und konnte eigentlich machen was man wollte.

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