Wie geht es dem Wald?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Wald, genauer die Bäume, bekommen gerade an ihren Wurzeln die Trockenheit der letzten beiden Jahre zu spüren.
Das Regenwasser bräuchte ein paar Jahre, um einige Meter tief in den Waldboden einzusickern und weil es fehlt, herrscht jetzt da unten Trockenheit, erkennbar an den dürrem Kronenlaub.

Aber Bäume haben doch auch weiter oben die Möglichkeit Wasser aufzunehmen.

1
@Epson73

Die Wurzeln versorgen die Krone/Blätter mit wichtigen Nährstoffen, die sie aber nur lösen können, wenn es ausreichend feucht im Wurzelraum ist.
Und diese Versorgung fehlt größtenteils. Die Folge: Der baum wird geschwächt und kann sich kaum gegen Schädlinge wehren.

2
@TheoBN

Aber Wurzeln nehmen doch nicht nur ganz unten Wasser auf.

0
@Epson73

Die starken Wurzeln sind im unteren Bereich und sie liefern die größte Menge an Wasser und Nährstoffen. Die durch Wasser gelösten Nährstoffe sind das, was fehlt, noch nicht mal das Wasser alleine!

2
@TheoBN

Stickstoff kommt doch trotzdem durch Niederschlag und große Wurzeln können doch auch in ihrem oberen Bereich Wasser aufnehmen.

0

Hallo,

Jetzt, wo der Wald gerade erst anfängt (bzw anfangen sollte) zu wachsen, ist ein Zeitpunkt, an dem sein Zustand praktisch noch nicht einzuschätzen ist. Wir müssen wohl abwarten, was im Sommer passieren wird. Bis dahin können wir nur über die Rahmenbedingungen spekulieren.

Dass jetzt eine Zeitlang Niederschlagsmengen gefallen sind, die früher als normal galten, konnte die fehlenden Wassermengen im Boden, die aus drei Jahren Dauerdürre herrühren, noch lange nicht ausgleichen. Eine momentane Entspannung ist es schon. Spannend wird sicher, wie es nun weitergeht: schaltet das Wetter jetzt wieder auf Steppe, oder erleben wir doch mal wieder einen kühlen, verregneten Sommer wie es ihn früher häufiger gab? Dann sehen wir heuer vielleicht nur die Langzeitfolgen der letzten Jahre und es kommen keine neuen hinzu. Diese Woche stand ich in einem abgestorbenen Altbuchenbestsnd, der nicht austreiben wird, er ist abgestorben.

Borkenkäfer: es gibt ein Monitoringsystem mit wöchentlich geleerten Borkenkäfer- Lockstofffallen. Jetzt gab es zum ersten Mal kurz sommerliche Temperaturen, wie sie die Käfer mögen, prompt quellen die Fallen über! Bisher nur Altkäfer, die überwintert haben, noch keine neuen Bruten. Auch hier wird es darauf ankommen, wie sich der Sommer weiter macht, an den Start geht der Käfer jedenfalls in sehr hohen Beständen!

Was dabei herauskommt, wird wie jedes Jahr im Waldzustandsbericht zusammengefasst:

https://www.bmel.de/DE/themen/wald/wald-in-deutschland/waldzustandserhebung.html

Ich habe noch nicht mitgekriegt, dass einer unterschlagen worden wäre, weil er zu gut ausgefallen ist.

Ich glaube Ihnen daß Sie da gut informiert sind aber eine Sache möchte ich dennoch anmerken: Ich bin an einem Punkt an dem ich offiziellen Bundesquellen gar nichts mehr glaube.

0
@Pomophilus

Das hat politische Gründe. Ich will keinen neuen Sozialismus.

0
@Epson73

Ja, das würde natürlich sofort passieren, würde man sorgfältig erhobenen Untersuchungen wie der Bundeswaldinventur trauen!

2
@Pomophilus

Ich stelle ja nur in Frage daß die uns bei der Veröffentlichung der Daten auch wirklich die Wahrheit sagen.

0
@Pomophilus

Also um es zu verdeutlichen, es geht darum daß die Leute von dieser unnötigen Klimapanik herunterkommen sollen und bei der Bundestagswahl bitte nicht eine überstürzte Entscheidung treffen sollen. Den Grünen traue ich nämlich nicht über den Weg.

0
@Epson73

Genau, da hast du Recht! Du weißt ja, welche Ministerin den Bericht zur Waldzustandserhebung herausgibt, die wird sicher mit allen Mitteln die Ergebnisse verfälschen, nur damit die Grünen an die Macht kommen.

1
@Pomophilus

Die CDU steckt mit den Grünen doch schon lange unter einer Decke!

0
@Epson73

Achso, ich fasse nochmals zusammen:

Die Ministerin von CDU hätte lieber, dass ihre eigene Partei schwächer wird und dafür die Grünen stärker. Um die Leute dazu zu bringen, die Grünen zu wählen (kennst du jemanden, der diese Wahlentscheidung vom Ergebnis der Waldzustandserhebung abhängig macht?) werden im Rahmen einer großen Verschwörung Tausende von Forstleuten und Wissenschaftlern dazu gebracht, ja, wie eigentlich, bestochen, unter Druck gesetzt, falsche Ergebnisse zu liefern. Ein riesiger Aufwand, man muss auch andere Länder mit einbeziehen, weil diese Erhebungen europaweit nach denselben Standarts passieren. Die Personen, die mich geschult haben, als ich letztes Mal bei den Außenaufnahmen dabei war, hatten Unterlagen dabei von der gemeinsamen europäischen Schulung (haben die jedenfalls behauptet, so wie du das sagst, war das ja wohl damals schon fingiert.) Wir verwendeten zur Kronenansprache standartmäßig dieses Vergleichsmaterial, seit Jahrzehnten unverändert:

https://www.waldwissen.net/de/technik-und-planung/waldinventur/nadel-und-blattverlust-beurteilen

War das damals schon manipuliert, um dieses Jahr die Grünen an die Macht zu putschen?

Schon erstaunlich, dass da niemand irgendwie aufbegehret, die Ergebnisse sind ja rechnerisch nachvollziehbar, die Inventurpunkte sind auffindbar, aber keiner entdeckt, dass da irgendwas nicht zusammenpasst? Auch in den Nachbarländern merkt niemand, dass Deutschland da aus der gemeinsamen wissenschaftlichen Linie ausschert, um aus politischen Gründen zu tricksen? Bei mir ist es viele Jahre her, mein Sohn hat letztes Jahr mitgemacht, wir haben uns in der Kronenansprache verglichen, wir waren uns ziemlich einig, ich hatte es also noch halbwegs drauf, und so sehr können sich demnach die Standarts dann nicht verändert haben in all den Jahren. Passiert die Manipulation erst später, nicht bei der Erhebung, sondern bei der Auswertung der Daten? Aber es sind doch in der Fachwelt einige unterwegs, die, so wie ich, das, was sie im Wald sehen, beurteilen und einordnen können und merken müssten, wenn die veröffentlichten Ergebnisse nicht dazu passen? Auch hier muss das Ausland mitspielen, ich kann mir auch nicht helfen, wenn ich im Urlaub in Österreich, Frankreich der Schweiz,... unterwegs bin, ich schaue auch dort nach dem Waldzustand? Wenn das alles manipuliert ist, da müssen schon einige mitspielen! Vielleicht sind wir beide die letzten, die da nicht mitwirken! Ich bin vielleicht naiv, und habe bisher noch nichts bemerkt, danke, dass du mir die Augen geöffnet hast!! Nur zwei Dinge verstehe ich noch nicht:

Wenn ohnehin schon alle an der Verschwörung mitwirken, wozu muss man dann überhaupt Daten manipulieren, um die Wahl zu beeinflussen? Die Verschwörer werden doch auch so das wählen, was man ihnen aufträgt, oder?

Und: die Außenaufnahmen zur Waldzustandserhebung passieren immer im August. Da ist es unmöglich, dass bis zur Wahl im September schon die Auswertung passiert und der Bericht veröffentlicht ist. Bringt der riesige Manipulationsaufwand dann überhaupt noch was?

1
@Pomophilus

Tja nun, Politiker sind ja nicht nur auf der politischen Bühne aktiv sondern haben ja auch noch Beteiligungen an Unternehmen, sind Vorstände in Konzernen usw. Verluste bei der eigenen Partei können im Hintergrund starke Gewinne bedeuten wenn die andere Partei dazugewinnt. Und wenn eine ehemals sozialistisch aktive Kanzlerin vor hat, einen neuen Sozialismus zu errichten und wenn dann da eine sozialistische Partei ist die den Weg dafür frei machen kann, dann finden da eben geheime Absprachen statt, Zusicherungen daß gewisse Leute bestimmte, hohe Posten sowie große Vorteile erhalten werden etc. Und das auch Parteiübergreifend.

Wahrscheinlich stimmen die Daten ja auch im Großen und Ganzen aber Leute manipulieren kann man ja auch indem man nur ein bißchen was verdreht oder leicht verändert, etwas verschweigt oder indem man es auf eine bestimmte Art und Weise verkauft. So zum Beispiel kann man die Möglichkeit verschweigen daß innerhalb der nächsten Jahre die Trockenheit auch wieder kompensiert werden kann und daß kein Grund zur Panik besteht.

0

Ich kann dir berichten, dass noch tausende Hektar gefällt werden müssen.

Aktuell hindern die kühlen Temperaturen die Larven des Borkenkäfers daran, zu Milliarden weitere Fichten zu befallen. Sobald es warm wird, passiert genau das.

Wir brauchen mindestens ein völlig verregnetes Jahr, damit der Wald etwas widerstandsfähiger wird.

Entwarnung ist definitiv nicht in Sicht.

Und wenn es die nächsten Jahre genauso regnet wie dieses Jahr?

0
@Epson73

Bislang ist die Menge sehr überschaubar, es reicht noch lange nicht.

0
@Epson73

Hier ist Wissen gefragt. Glauben kannst du in der Kirche.

1
@michi57319

Die Grünen wollen gerne daß sie die neue Kirche sind und sie malen den Teufel an die Wand im ihre unsichtbaren Ketten festzuziehen.

0
@michi57319

Die Grünen sind das Letzte, auch bezogen darauf was diesem Land hilft!

0

Besser als vor ein 1-2 Jahren, aber immer noch zu wenig Niederschlag, da das Niederschlagsdefizit noch nicht ausgeglichen ist. Es müsste für eine längere Zeit stark regnen, um das Niederschlagsdefizit auszugleichen.

Wenn es die nächsten Jahre wieder regnerisch wird, was dann?

0
@Epson73

Dann würden wir wieder auf einem Niveau sein, wo es noch nicht so viele Dürren gab so wie 2010 zum Beispiel.

0
@Digga2007467

Und wenn sich herausstellen sollte daß es auch die nächsten Jahre keine Dürren geben wird? Nur mal angenommen?

0
@Epson73

Dann hätten wir eine überdurchschnittliche Niederschlagssumme, da wir ja keine Dürren mehr hätten und der ganze Regen (mit Ausnahmen von Platzregen, der nicht in die Böden einfließt), würde in den Boden fließen, und dies für mehrere Jahre.

2

Der Borkenkäfer ist nur in den unnatürlichen Fichtenmonokulturen wirklich ein Problem weil das eben eine künstliche Anfplanzung von nur einer Art ist und Schädlinge die sich auf diese Pflanze spezialisiert haben dann leichtes Spiel haben. Die Trockenheit aber ist auch für den natürlichen Wald ein Problem. Der Regen hilft zwar schon aber es dauert noch bis die Bäume sich wirklich ganz davon erhholt haben.

Na ja, ich überprüfe das mal.

0

Was möchtest Du wissen?