Wie geht ein Psychologe (emotional) selbst damit um, wenn sein Patient versucht sich umzubringen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Fliegengewicht4,

zunächst lasse mich bitte sagen, dass jeder Psychologe/Psychotherapeut/Psychiater schon im Vorfeld alles versuchen wird, seinen Patienten/Klienten erst gar nicht in diese Grenzsituation kommen zu lassen und z. B. eine Klinikeinweisung veranlassen würde.

Sollte es dennoch zu einem Suizidversuch kommen, wird es den/die Behandler/in menschlich selbstverständlich nicht kalt lassen und die Aufarbeitung im Rahmen der eigenen Supervision ist angeraten.

War zuvor eine Art 'Vertrag' zwischen den beiden abgeschlossen, in dem der/die Suizidgefährdete zugesagt hatte, keinen Suizidversuch zu unternehmen und sich in einer akuten Krise umgehend Hilfe zu suchen oder eine Selbsteinweisung in eine Klinik vorzunehmen, könnte es sein, dass der/die Behandler/in eine Fortsetzung der Therapie ablehnt, da es sich um einen eklatanten Vertrauensverstoss handelt.

Ich hoffe, diesen Ausführungen waren hilfreich für Dich.

LG

Buddhishi

Danke schön Buddhishi

Aber was denkst Du dir dabei,  was empfindest Du dabei wenn du davon erfährst?

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@Fliegengewicht4

Da ich noch nie in diese Situation gekommen bin - und ich hoffe sehr, dass das auch nie der Fall sein wird und ich bereits zuvor eingreifen kann - kann ich Dir dazu keine Antwort geben.

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Je nach Art und Weise des Suizidversuchs, ziemlich unterschiedlich, der Situation entsprechend. Seine Emotionen werden je nach dem auch sehr unterschiedlich sein, es ist ein grosser Unterschied, ob der Patient eine Pistole zückt oder ein Pillendöschen! Ist der Selbstmordversuch erfolgreich verhindert, so sind seine Emotionen ebenfalls anders, wie wenn der Suizid nicht verhindert werden konnte. Danach läuft alles je nach Fall und Begebenheiten ab. 

Psychologen haben keine Patienten.

Vermutlich meinst du Psychotherapeuten. Diese haben eine Ausbildung. Im Rahmen ihres Berufes werden sie das Risiko abschätzen, in dem sie mit dem Patienten sprechen (und dies dokumentieren). Ggf. leiten sie eine Einweisung nach PsychKG über die Einsatzleitstelle der Feuerwehr (Notarzt) ein, bzw. führen diese selbst durch, sofern sie ärztliche Psychotherapeuten sind.

Menschlich werden sie sich sorgen und Anteil nehmen.

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