Wie geht ein Psychiater so gut mit dem ganzen Leid um?

10 Antworten

Hey nike5899,

ein Psychiater ist Arzt und Profi, ja, aber er ist auch Mensch. Und es ist nur menschlich, dass man nach seiner Arbeit nicht komplett abschaltet und quasi tunnelblickartig seinen Feierabend verbringt.

Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten erfahren täglich von schlimmen Schmerzen und Leid, das ist einfach ihr Beruf. Und dass da nicht immer sofort die Lösung wie ein Geistesblitz erscheint, ist ja völlig normal. Daher ist es durchaus wichtig, auch mal in einer ruhigen Minute über die Erzählungen der Patienten nachzudenken.

Gerade Menschen mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen vergessen ihre "Schützlinge" nicht einfach so nach der Arbeit. Aber mit der Berufserfahrung kommt dann auch irgendwann das Feingefühl, dass man aufgrund vorheriger Patienten bereits ungefähr weiß, was in bestimmten Situationen zu tun und zu raten ist.

Aber natürlich ist auch jeder Patient mit seiner Erkrankung individuell, insbesondere im psychiatrischen Bereich. Man kann Patienten gleicher Diagnosen nie in dieselbe Schublade stecken und das sollte man auch nicht. Denn das merken auch die Patienten.

Letztlich also: Distanz, ja, aber komplett Abschalten tun auch Psychiater nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Hallo,

solche Berufe sollte nur ergreifen, wer gut zwischen Beruf und Privat trennen kann. Also wenn er "abschalten" kann nach einem anstrengenden Arbeitstag. Er muss problematische Patienten vergessen, solange er Freizeit hat oder im Urlaub ist. Ansonsten denkt er ruhig und gelassen daran und informiert sich im Internet oder in Fachbüchern oder spricht auch mal mit Kollegen, manchmal auch beim Professor, bei dem er ausgebildet wurde.

Man muss inder der Lage sein, nicht zu sehr Mitleid zu empfinden. Denn das nutzt nichts und hilft auch nicht. Manche Menschen können das gut und wer das nicht gut kann, sollte einen anderen Beruf ergreifen.

Es hängt also von der persönlichen Eignung ab.

Viele Grüße vom Klingonen

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LG tghzu

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