Wie Gehirn überlisten und unagenehme Gefühle überwinden, um lernen zu können?

11 Antworten

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Wenn du dein Gehirn, deine Gefühle überlisten, überwinden und austricksen willst, bist du auf dem falschen Weg, weil du damit den Konflikt zwischen deinem Willen  und deinem Gefühl verstärkst. Dein Ziel sollte eher sein, Frieden bzw Einigkeit zwischen beidem wiederherzustellen, dann ändern sich auch die Gefühle.

Also versuchen, Verständnis für dein Gefühl zu finden. Was könnte es für Gründe geben, dass dein Gefühl dein Lernen sabotiert?  Vielleicht irgendeine Angst vor etwas, wohin das Lernen führen könnte.

mir fehlt bei deinen erlauterungen der SPaSS! das ganze hoert sich sehr ernst und etwas verbissen an. ich lerne nur das, woran ich auch spass habe. auch lernen fuer die schule kann spass machen, wenn man herausfindet wie es geht. stures auswendiglernen.. igitt..ueberfordert ist das hirn nur von einseitigem lernen, wir sind aber sehr gut auf allen ebenen zu erreichen also fuehlen, hoeren, anfassen usw.. vielleicht setzt du dich zu sehr unter druck und das ist die spassbremse nummer 1!

Auswendiglernen tue ich etwa seit zwei Jahren nicht mehr. Und das, was ich so aufgezählt habe, wäre das, was mir so Spaß macht. Aber du hast vermutlich recht, dass ich mich zu sehr unter Druck setze. Doch wie ändere ich das?

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Hallo, sag mal.. hab ich das geschrieben und hab es einfach nur vergessen? :-)) Mal im Ernst, habe mich so sehr in deinem Text wiedererkannt.. es ist jetzt schon knapp 9 Monate her, dass du diese Frage gestellt hast, aber da ich nicht weiß, wie es momentan um deine Motivation steht, werde ich einfach mal antworten...

Bis auf die Sache mit dem Musikinstrument erinnerst du mich stark an mich selbst.. man will alles Wissen dieser Welt aufsaugen, weil es so unglaublich viel Spannendes gibt, und selbst, wenn man alles wüsste, wäre es noch lange nicht genug.. mehr.. mehr.. mehr.. dabei geht es nicht um das Gebildetsein oder das Gebildetfühlen, sondern vielmehr um.. tja.. worum?.. Irgendwo ist da diese Faszination, die man mal mehr, mal weniger zulassen kann.. und in den ganz intensiven Phasen besorgt man sich dann Bücher, immer mehr Bücher, obwohl man die anderen noch nicht zu Ende gelesen oder gar nicht erst angerührt hat.. es hat eben auch Nachteile, wenn man schnell hin- und herschalten kann.. das Gehirn gibt nie Ruhe; manchmal ist das klasse, manchmal eine Qual.. es ist, als würde man vor einem großen Buffet stehen und alles probieren wollen.. mal dieses testen, sich mal dem zuwenden.. und in dem Moment ist es so lecker ;-) .. aber das Buffet mal für ein Menü aufgeben, das fällt schwer, weil ein Menü Grenzen hat.. weil man nicht B haben kann, wenn man A genießt.. aber so geht's nicht voran.. hier und da ein Happen; da fühlt man sich erst recht "unfertig".. was tun?.. die Antwort gefällt mir selbst immer noch nicht: es gibt keine perfekte Lösung.. HILFE.. ;-) .. ich kann dir sagen, was mir beim Konzentrieren hilft und mir unheimlich gut tut: mal einen Gang runterschalten.. das ist so schwer, ich weiß.. aber als gefühlsbetonter Mensch wirst du wissen, wie sehr Musik die Stimmung beeinflussen kann.. also mach die richtige Musik an, entspann dich und versink in all dem Wissen.. und wenn du merkst, es geht nicht mehr, dann hörste eben auf und denkst nicht "Oh man, warum kann ich denn nicht einfach weitermachen und mich konzentrieren?" - Schhh.. mal im Ernst, das ist nicht schlimm.. dann machst du halt zu einem anderen Zeitpunkt weiter.. wie?.. die Sachen gar nicht erst zur Seite räumen.. 1 Tisch für den PC / 1 Tisch fürs Lernen .. so können die Sachen gar nicht erst auf dem Boden, auf dem Beistelltisch oder im Regal landen, sondern sie werden auf dich warten.. zwischendurch wirst du denken "Ich sollte mich mal da ransetzen".. nene.. so nicht.. man muss auch mal dagegen ankämpfen und auf den Moment warten, in dem man das offene Buch, den Stift und den Block sieht und einfach Lust hat, sich jetzt da ranzusetzen.. das sind die richtigen Momente.. und dann bleibt man bis 4 Uhr morgens wach und will doch nur noch dieses eine Kapitel zu Ende lesen.. Entspannung ist so wichtig.. Perfektionismus, Alltagsstress, Probleme mit Mitmenschen, der ewige Orkan im Kopf.. irgendwann muss auch mal Schluss sein.. sagen wir zumindest Pause.. dann funktioniert nicht nur das Lernen besser..

Ich würd dir gern noch was erzählen, über Musikinstrumente.. "Mein Musiklehrer hat beispielsweise gesagt, dass es sehr viel Einsamkeit erfordert, um ein Musikinstrument zu erlernen".. da hatte er wohl einen schlechten Tag.. Musik zu machen, das erfordert keine Einsamkeit und verursacht sie auch nicht.. lass dich von einer solchen Aussagen bloß nicht beeindrucken.. ein Instrument ist das perfekte Ventil für alle Emotionen, vor allem dann, wenn dich kein anderer versteht und du dich selbst auch mal nicht ganz verstehst.. denn dann tut es die Musik.. dann steht da dieses Instrument (in meinem Fall das Klavier), und du setzt dich dran und fängst an zu spielen.. und in dir löst sich etwas, es löst sich und geht über in deine Finger, in die Tasten.. und dann erklingt genau das, was du fühlst und was du nicht genau in Worte fassen kannst.. das, was du spielst, ist die Essenz von deinem Ich in diesem einen Moment.. es ist so intensiv, so leidenschaftlich.. einfach unbeschreiblich

So.. mein Beitrag enthält leider nicht den Masterplan - sag mir bescheid, wenn du ihn eines Tages haben solltest ;-) - .. aber vielleicht hat er dir trotzdem etwas gebracht..

scopie

wow - (Psychologie, Angst, Biologie) yeah - (Psychologie, Angst, Biologie) just people - (Psychologie, Angst, Biologie) care less.. - (Psychologie, Angst, Biologie) und mach mal Urlaub ;-) .. - (Psychologie, Angst, Biologie)

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