Wie gehen Paläontologen bei Ausgrabungen vor?

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1 Antwort

Meist sind es gar nicht Paläontologen, die eine Entdeckung machen, sondern ganz normale Leute, denen beim Spaziergehen oder bei der Hobbyfossilienjagd etwas außergewöhnliches auffällt. Wenn diese dann ihren Fund melden, treten die Paläontologen auf den Plan. Das Fundgebiet wird zunächst abgesperrt, um es vor neugierigen Schaulustigen zu schützen, die den Fund vielleicht beschädigen könnten.

Der Fund wird nun ganz vorsichtig freigelegt. Fossilien sind Versteinerungen, und als solche treten sie natürlich auch nur in Gesteinsformationen auf. Dies macht die Arbeit eines Paläontologen viel schwieriger als die eines Archäologen (der nur nach menschlichen Hinterlassenschaften im lockeren Erdboden und niemals im Gestein sucht). Die Fossilien müssen vorsichtig von dem sie umgebenden Gestin herausgelöst und gesichert werden. Dazu ist im Groben natürlich zuerst einmal Muskelkraft gefragt, bei der Feinarbeit kommen dann Bürsten, Pinsel, Zahnbürsten und auch Zahnarztinstrumente wie Ultraschallbohrer zum Einsatz.

Der nun freigelegte Fund wird anschließend mit Gipsbandagen gesichert und transportfähig verpackt, damit auch beim Abtransport nichts zerstört wird. Das Fossil wird dann eingelagert, im Labor noch genauer untersucht oder auch präpariert und für die öffentliche Ausstellung vorbereitet.

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Kommentar von Kora2
14.11.2016, 16:18

Vielen Dank für die Hilfe! :)

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