Wie gehen Lehrer privat/persönlich/psychisch damit um, wenn ein Schüler ihnen von suizidgedanken erzählt ?

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2 Antworten

Das ist von Lehrer zu Lehrer etwas unterschiedlich:

- Natürlich sind wir von persönlichen Schicksalsschlägen von Schülern betroffen und versuchen euch im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.

- Aber wie auch Psychiater, Ärzte, Therapeuten entwickeln viele Lehrer mit der Zeit eine professionelle Distanz. Das heißt, in der Schule sind wir ganz für euch da, aber danach haben wir auch ein Privatleben. Wir grübeln nach der Schule also nicht über all die Probleme anderer Leute nach, von denen wir in unserem Schulalltag schon einiges mitbekommen. In unserem Privatleben kümmern wir uns um die eigenen Probleme, von denen das Leben auch uns nicht verschont.

- Manche Dinge, die uns begegnen, beschäftigen uns länger, andere können wir ganz schnell emotional ablegen. Wir arbeiten mit Menschen, mit Individuen, und wir sind selbst auch nur Menschen. Eine Patentlösung für solche Fälle gibt es nicht, sondern mit unserer Erfahrung versuchen wird bestmöglich eine individuelle Hilfestellung zu geben.

- In vielen Dingen, gerade was psychische Erkrankungen anbelangt, kennen wir Lehrer unsere begrenzten Möglichkeiten und sehen unsere Aufgabe in der Weitervermittlung von Betroffenen an geeignete Ärzte/ Therapeuten. Wir können eine therapeutische Begleitung nicht leisten und das ist auch nicht unsere Aufgabe.

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Das ist natürlich abhängig von der Person und deshalb sehr unterschiedlich.

Es ist aber auf jeden Fall eine riesige Herausforderung und Verantwortung. Ein guter Lehrer wird versuchen, für seine Schüler da zu sein. Zu unterstützen, zu verstehen, zu helfen.

Andererseits sind seine Möglichkeiten immer sehr begrenzt. Er hat keine psychologisch-psychiatrische Ausbildung, er ist mehr oder weniger Laie auf diesem Gebiet.

Er befindet sich zusätzlich sofort in einer Zwickmühle. Üblicherweise dürfte der Schüler Verschwiegenheit erwarten und verlangen - was für eine Falle für den Lehrer ...

Er darf es niemandem weitererzählen, nicht den Eltern, nicht der Schulleitung ... an der tatsächlichen Problematik kann er aber in der Regel auch nix ändern ...

Er kann kaum wirklich helfen. Er muss aber riesengroße, permanente Angst haben, dass etwas passiert. Dass der Schüler ernst macht ... was für eine Verantwortung.

Sollte dieser schlimmste Fall eintreten, hätte er nicht nur ein moralisches Problem sondern auch existenzielle Schwierigkeiten ...

So, das waren mal ein paar stichwortartige Gedanken zur Problematik.

Wenn man hier so ein bisschen die Fragen mitliest, merkt man, dass es nicht wenige Lehrer geben dürfte, die in solche Schwierigkeiten rutschen.

Dabei habe ich oft den Eindruck, dass die Jugendlichen es - mehr instinktiv als geplant - geradezu darauf anlegen, wohlmeinende Menschen in eine solche Bredouille zu bringen.

Oft sind dann noch sexuelle Phantasien erkennbar, die quasi ein unentwirrbares Netz spinnen ... man, man, man ...

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Kommentar von anna76570
27.04.2016, 18:58

Was o.O aber ich hab ihn angesprochen um um Rat zu fragen und ich bin nicht verknallt o.O ihhhhhh Übrigens wissen es doch meine Eltern schon von der Schulleitung seit Januar

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Kommentar von anna76570
27.04.2016, 19:24

oki

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