Wie gehen echte atheisten mit dem tod um?

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Naja da ich selber einer bin kann ich dir das sagen. Für mich ist es ganz einfach. Wenn ich sterbe ist es eben vorbei. Dann gibt es mich nicht mehr und das für immer. 

Zugegebenermaßen hatte ich auch meine zeit in der ich nach einer anderen Antwort gesucht habe aber da ich sehr Logik fixiert bin, bin ich zum entschluss gekommen das nach dem Tot einfach nichts ist.

Ich denke das der tot das Leben erst Lebenswert macht. Auch wenn ich es nicht verkehrt fände so zweihundert Jahre zu Leben.

Das tolle am Tod ist das man nichts mehr fühlen kann. Man könnte sich den Tot wie einen Schlaf vorstellen in dem man nichts träumt. Du kennst das ja auch. Man schläft ein und erinnert sich an nichts. Nur mit dem unterschied das man eben nicht mehr aufwacht.

Ich denke das nach dem Tot nichts kommt. Also nichts Himmel, Hölle Fegefeuer. Das sind auch nur wunschdenken damit man keine angst vor dem Tot haben muss.

Also von meiner seite aus geht der Tod schon klar. Alles fit. 

Du willst sagen das die Art des todes quasi die art des einschlafens darstellt sprich die art des todes kann schrecklich sein und ähnlich des urknallst ist nur vor dem tod was empfindbares der wirkliche tod an sich ist ein sekundenbruchteil in dem nichts mehr eine bedeutung hat weil nichts mehr existent ist was eine bedeutung geben kann?

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@Lexicus

Basically yes.

Ich denke das unser Leben keine Bedeutung hat oder einen tieferen sinn. Der Sinn des Lebens ist genau so tiefgreifend wie die Existenz von Steinen in einem Asteroidenfeld. Und genau so unbedeutend ist der Tot. Wir sterben weil das nun mal in unserer Natur liegt.

Ich habe viel mit dem Tod auseinander gesetzt und kann von mir behaupten das ich zumindest etwas davon verstehe. Und das was unserem Tot am nächsten kommt ist eben ein Schlaf ohne Träume.

Denk mal nach wie viel Zeit beim Schlafen vergeht und das in einem Bruchteil einer Sekunde. So ist es wohl auch beim tot. Wir sterben und WENN es sowas wie Reinkarnationen gibt wachen wir in der sekunde wieder auf in der wir Gestorben sind. 

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Ich bin Buddhist und daher gewissermaßen religiöser Atheist.

Für mich ist der Tod einfach ein Teil des Lebens und das Sterben gehört genau so zum natürlichen Lauf der Dinge, wie leben und geboren werden.

Aus meiner Sicht ist es auch für Atheisten normal zu trauern wenn jemand gestorben ist, auch wenn es letztlich eine Form von Egoismus darstellt.

Dann bewältigt man diese Trauer und ist wieder offen für die Gegenwart. Das Leben geht unterdessen ohnehin weiter und wird irgendwann auch enden.

Ob es wider aller Wahrscheinlichkeit doch irgendeine Weiterexistenz nach dem Tod gibt, wird sich dann schon zeigen, wenn es soweit ist.

Wenn man gelernt hat loszulassen, fällt das Sterben leichter - genau wie das Leben. Also lebe ich eben einfach, bis es soweit ist und ich sterbe.

Gar nicht. Den Tod als das Lebensende und als zum Leben dazugehörig akzeptieren. So wie beim Theater: Vorhang fällt, Lichter aus, Ende der Vorstellung.

Das akzeptieren ist teil des umgehens mit ihm^^

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Sehr unterschiedlich, denn "die" Atheisten gibt es ja genau so wenig wie "die" Nicht-Schwimmer.

Ich persönlich halte es mit Epikur, der Tod geht mich nichts an, denn solange ich hier bin ist er nicht da und wenn er hier ist, bin ich nicht mehr da. Ich lebe in dem Gedanken, dass diese Lebensspanne alles ist, was ich empfinden kann - das heißt, es ist meine eigne Unendlichkeit, ohne davor, ohne danach.

Der Tod von Anderen Personen ist, wie für jeden Menschen, schwieriger. Aber immerhin muss ich mir keine Gedanken machen, ob meine Familie oder Freunde eventuell in einer Hölle oder so etwas landen. Denn das halte ich für unmöglich. Wer tot ist, kann immerhin nicht mehr leiden - das ist doch auch etwas tröstlich, je nachdem, wie die Umstände vorher waren.

Atheisten gehen nicht mit dem Tod um, sondern Menschen. Aus dem Atheismus kann man nichts folgern, sondern er ist die Konsequenz aus der Überlegung, dass man nicht an Gott glaubt.

Wenn man mich als Mensch fragt, wie ich damit umgehe: Aktuell ist es für mich kein Thema. Ich bin Jahrgang 1979 und hoffe noch ein bisschen unter euch zu weilen.

Ab und zu kommen mal Momente, wo ich innehalte, und mich frage, was passieren würde. Das kann zum Beispiel beim überqueren der Straße sein, wo mich fast ein Auto übersehen hätte. Ich mache mir dann immer Gedanken darüber, wie es weiter geht. Aber dieser Moment ist nur sehr kurz und ich gehe zum Daily Business über, weil ich kein anderes Wissen darüber habe, dass am Ende es alles egal sein wird.

Also ganz ehrlich den ersten Teil der Antwort hättest du dir sparen können das ist so furchtbar nervig bei den Deutschen das es nie um Inhalt geht sondern immer nur um die Form dessen wie man es sagt.

Sonst aber interessante Ansichten.

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