Wie gehe ich vor wenn ich nach Arbeitsunfall nicht mehr den Anforderungen des Arbeitsplatzes gewachsen bin?

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2 Antworten

Hallo, 

taktisch klug kann ich dir nicht sagen, da das immer sehr von der Unternehmensstruktur abhängig ist. 

Wenn du eine Erwerbsminderung erhalten hast und euer Personalchef ein "Guter" ist, bzw. dein direkter Vorgesetzter, dann würde ich ein 4-Augen-Gespräch suchen. Denn unter 4 Augen kannst du alles sagen und im Zweifelsfall steht Aussage gegen Aussage. 

Wenn du ein gewisses Misstrauen deinen Vorgesetzten gegenüber hast, dann nimm auf alle Fälle deinen Schwerbehindertenvertreter des Betriebsrats oder eben ein Mitglied deines Vertrauens mit.

Vor  jeglicher Art von Gespräch solltest du dir überlegen, an welcher Stelle du deine Möglichkeiten findest und ob es dort vielleicht jemanden gibt, der an deinen jetzigen Arbeitsplatz wechseln könnte und mit etwas Glück auch noch möchte. 

Dann könntest du nämlich mit einem gut überlegten Vorschlag aufwarten, der dem Unternehmen möglichst wenig Aufwand beschert. 

Sei vorsichtig in deinen Formulierungen. Denn "ich bin der Aufgabe nicht mehr gewachsen" wird schnell negativ ausgelegt. 

Ein "Nach dem Unfall würde ich mich in einer anderen Position besser fühlen" kommt besser. 

Rechtlich solltest du dich über deine Gewerkschaft informieren, die sind immer am Zeitgeschehen dran. 

Alles Gute dir und gute Besserung, falls das möglich ist, 

LG Mata

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Zur Mitarbeitervertretung / Personalrat gehen, bei einer Schwerbehindertenvertretung auch dahin. Die helfen dir weiter. Aber einen Anspruch auf einen behindertengerechtenArbritsplatz hast du nicht, wenn alle diese Plätze "besetzt" sind. Eine Abfindung bei einem Auflösungsvertrag kannst du einfordern und bekommst auch keine Sperre beim Arbeitsamt, wenn du aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musst.

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Kommentar von Nightstick
02.04.2016, 23:28

(Zitat): "Aber einen Anspruch auf einen behindertengerechtenArbritsplatz hast du nicht, wenn alle diese Plätze "besetzt" sind." (Zitat Ende)

Das ist die richtige Kernbotschaft. Der Arbeitgeber ist (nach Allem, was er auch schon getan hat) nicht verpflichtet, einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu schaffen.

Insofern sollte der Fragesteller tatsächlich vorsichtig zu Werke gehen - er ist auf das Wohlwollen des Arbeitgebers angewiesen!

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