wie gehe ich mit Wut, Zorn und Traurigkeit um; und wie werde ich diese starken Anspannungen los?

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8 Antworten

Ich weine. Ich führe mehr Gespräche mit mir, als mit anderen. Ich schreibe meine Gedanken auf. Ich mache Sport bis zum Kraftlimit oder tanze.

Innerlich leer bin ich trotzdem.

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Kommentar von moonchild1972
10.11.2015, 22:42

Danke für diese tollen, hilfreichen Ratschläge. Ich denke, ich werde wieder Kurzgeschichten schreiben. Science Fiction Kurzgeschichten zum Druckabbau. Etwas eigene Lyrik tut auch gut. Sport und Tanz bis zur Verausgabung sind auch super. Mit sich selbst reden, habe ich selten getan. Muss ich mal  ausprobieren. Naja und weinen tu ich viel zu selten, aber wenn, dann richtig heftig. L.G.

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Hallo Mondkind,

Oftmals werden die Gefühle, wie "Wut" und "Trauer" eher abgelehnt. Sie finden keinen Platz in diesem Leben - bleiben unerhört. Sie wollen aber nicht unerhört bleiben, die Verzweiflung wächst enorm und es kommt eine "Explosion".

Skills? - Diese sind nur dann anzuraten, wenn das Gesamtkonzept verstanden wird. Das heißt, wenn sich auch tatsächlich mit den eigenen Bedürfnissen, Sehnsüchten, Gefühlen,... auseinandergesetzt worden ist.

Wenn ein Grundgefühl zum Beispiel "Einsamkeit" ist, dann den Skill anwendet zu laufen - dann wird sich eher "abgelenkt" oder in noch mehr Verzweiflung gelaufen. Weil wieder niemand da ist. Vielleicht kommt dann auch innerlich das Gefühl, dass 'weggelaufen' werden mag.

Ein Telefonat mit einer 'lieben Person' oder ein Treffen oder einen Brief an jemanden schreiben, den man mag... dies ist dann effektiver.

Zu seinen eigenen Bedürfnissen zu stehen, das allein kann aber schon eine Herausforderung sein. Ob es bei Dir so ist, das weiß ich nicht. Möchte es nur erwähnen.

Ein Buch, was mir zum Thema gefällt ist von Cornelia Dehner-Rau und  Luise Reddemann: "Gefühle besser verstehen: Wie sie entstehen - Was sie uns sagen - Wie sie uns stärken". Es werden auch "Aufgaben" geschrieben. Manchmal "angetriggert", aber mit dem Gefühl, dass diese Gefühle vorhanden sein dürfen. Außerdem finden auch die Grundgefühle Raum.

Vielleicht findest Du dieses Buch in der Bibliothek oder kannst im Buchhandel Dir Einblick verschaffen, um zu prüfen, ob es hilfreich für Dich sein kann. Es gibt massig Bücher über Gefühle. Und die meisten Bücher haben ihren ganz eigenen Charakter. Vor allem daher ist es nötig ein Buch zu finden, was *zu einem passt*. Daher sehe meinen Buchvorschlag eher als "Anregung". Nicht als "Lösung". Das ist mir wichtig zu sagen.

Lieben Gruß an Dich.

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Kommentar von moonchild1972
10.11.2015, 04:55

Ich habe in ähnlicher Weise hier Rat gegeben. Habe mir etwas anderes erhofft, aber das kannst Du nicht wissen, Du wolltest ja aufrichtig helfen, deswegen danke ich Dir einfach mal für die Mühe. :) LG.

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Wut, Aggressionen und Traurigkeit haben irgendwo ihre Wurzeln!
Jeder Mensch erlebt im Laufe der Zeit Dinge, die er wegsteckt, aber nicht verarbeitet! Und dieser Stau macht sich irgendwann bemerkbar!
Es ist eigentlich ein Hilfeschrei deinerseits, aber helfen kannst du dir nur selber!
In erster Linie hinterfrage dich, welche Ereignisse, Situationen, Lebensabschnitte für dich sehr belastend waren und warum!
Das könnte dir sehr hilfreich sein!
Mache eine Antiaggressionstherapie, suche dir einen sehr guten Psychotherapeuten der dir dabei hilft!
Ansonsten ist Sport und autogenes Training ein Weg um einen Gang runterzuschalten!
Wünsche dir alles Gute!

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Oft ist diese Art von "Schüchternheit" einfach ein Zeichen dafür, dass du deinen eigenen Gefühlen nicht traust, unsicher bist, ob du dich überhaupt so fühlen DARFST, wie du manchmal empfindest.

Das wird nur besser, wenn du dazu stehst. Auch, wenn du mal überreagierst. Ein kurzer Streit ist besser als ewig und drei Tage alles runterzuschlucken oder die beleidigte Leberwurst zu spielen.

Deine Gefühle sind ein wichtiger Teil von dir - indem du sie unterdrückst, tust du dir keinen Gefallen. Je schneller du darüber sprichst, desto "harmloser" sind sie - sie werden erst richtig "gefährlich", wenn du sie tagelang mit dir rumschleppst!

Und auch auf diesem Gebiet macht Übung den Meister: wenn du nicht mehr krampfhaft versuchst, immer freundlich zu lächeln, merken andere, dass dir etwas nicht passt. Sie fragen nach, klären Missverständnisse auf oder lassen dich einfach mal 5 Minuten in Ruhe "runterkommen"...

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Ich lasse meine Aggressionen im Sport aus. Klingt erstmal komisch und du hast vielleicht kein Bock aber stell dir folgendes Szenario vor: Mein Vater schlägt meine Mutter aber ich kann nix tun, geh zwar dazwischen aber dann Kriege ich auch fast schläge. Nachdem er dann weg ist geh einfach ne Runde joggen oder mach ein paar Liegestütze

Hoffe ich konnte dir helfen

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Hör nicht darauf was andere dir sagen.

Jeder geht mit "schmerz" wie Traurigkeit Wut etc anders um ich zum beispiel kann mit Wut sehr gut umgehen, ich unterdrücke diese Wut damit ich niemanden körperlich wie auch seelisch verletze. Wenn du gerade dieses Gefühl von Wut hast, nimm dir etwas weiches ein Kissen,weichen Ball etc und drücke es bis es dir besser geht. Das hilft sehr schnell. Dann denkst du dir ob es wirklich so nötig ist sich nun deine eigenen Nerven zu strapazieren.

Bei Traurigkeit ist das was ganz anderes.Es ist okay traurig zu sein, wenn etwas passiert ist. Wenn du weinen musst dann tu es, keiner wird dich dafür Verurteilen. Wenn du geweint hast wird es dir besser gehen. ABER damit meine ich nicht bei jeder Kleinigkeit den Weltuntergang zu beschreiben. Trotz allem ist weinen in gewissen Maßen gesund und heilt! Sei aber nicht zu lange traurig denn Schmerz ist vergänglich

Das Problem bei vielen ist einfach das sie vieeeeeel zu vieeeeeeeel nachdenken. (Auch bei mir) denn wenn du zu viel nach denkst, denkst du automatisch mehr über negative dinge nach das ist immer so, egal wie du es drehst du wirst immer mehr negative Punkte sehen.

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Man muss für die jeweilige Situation eine Art Ursachenforschung betreiben. Sprich: was ist passiert und WARUM bin ich jetzt...traurig, wütend usw. Mal genau überlegen warum der Körper so reagiert. Und sich vor allen Dingen bewusst werden: es passieren nicht nur schöne Dinge im Leben, auch andere. Und es passieren Dinge, die nicht zu ändern sind. Mit zunehmendem Alter ändert sich das Bewusstsein. Auch das Verständnis für diese Dinge. Und auch das Abwägen. Lohnt es sich z.B. sich darüber zu ärgern oder sollte ich mir sagen: ich habe einen Fehler gemacht, das ist mir eine Lehre, nächstes Mal gebe ich mir Mühe oder nächstes Mal mache ich alles anders. Das ist auch so eine Art Lebenserfahrung, die man macht. Mit Gefühlen umgehen, die Wichtigkeit einschätzen, gegensteuern. Denke mal darüber nach.

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Auch wenn das keiner will, mit einem Profi sprechen. Wenn du irgendwelche "Hausmittel" dagegen suchst, kannst du es vergessen.
Vergiss die ganzen Leute die dir Sport empfehlen - denn überlege mal logisch. Ich nehme mal an dass die Gefühle nicht von einem sehr glücklichen und "erfolgreichen" Leben kommen. Du hast wahrscheinlich Probleme mit bestimmten Dingen/Personen/Situationen und fühlst dich hilflos.
Das einzige, was dagegen hilft, ist die Probleme bei der Wurzel zu packen und zu entsorgen. Das kann man alleine fast unmöglich hinbekommen. Dabei hilft ein Psychotherapeut.
Du kannst es natürlich auch selbst versuchen dein Leben radikal zu ändern und zu meiden was dich traurig und wütend macht. Die beiden Gefühle sind der eng miteinander verbunden und sind in gewisser Weise auch voneinander abhängig.
Versuchst du jetzt nur durch Sport etc. die Auslöser zu verdrängen, wirst du dich die nächsten Jahre noch so fühlen.
Also lass' dir bitte helfen, viel Glück, liebe Grüße.

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Kommentar von AniTsukiYu
08.11.2015, 09:31

Aber mit Sport verdrängt er seine Wut ja nicht. Wenn man wütend ist hat man ja einen gewissen Adrenalinkick oder das verlangen dem, der daran schuld ist, mal eins auf die Mütze zu geben. (Ist zumindest bei mir so) Wenn man da seine Wut und Trauer auf die Muskeln konzentriert entwickelt man so ein Engagement und eine Leidenschaft welche mit den von Profisportlern mithalten kann! Außerdem falls er zB gemobbt wird kann Sport nicht schaden. (Schadet eig allgemein nicht) Denn zum einen wird er kräftiger, durch trainierter, ausdauernder etc. Und das was noch wichtiger ist, er hat Erfolgserlebnisse im Sport. Das ist etwas was einen aufbauen kann. 2 kilo abgenommen oder den ersten Amateur Boxkampf im Verein gewonnen. Das sind Sachen die bauen einen auf

LG

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Kommentar von AniTsukiYu
08.11.2015, 09:32

Aber natürlich im allgemeinen Stimme ich dir zu, therapeutische Hilfe ist immer empfehlenswert.

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Kommentar von Micromanson
08.11.2015, 09:55

Durch Sport bekämpft man die Auslöser nicht, sondern die Symptome. Dass er/sie sich so mies fühlt kommt nicht daher, das er/sie wütend ist, sondern dass es etwas gibt was diese Gefühle auslösen. Aus psychologischer Sicht ist sport sogar schlecht, denn man denkt man könnte mit täglichem Sport (weil man sich für den MOMENT besser fühlt) weiterhelfen. Es bringt aber nichts wenn man nichts gegen die Ursachen macht, dann muss man nämlich die nächsten Jahrzehnte versuchen Wut mit Sport zu bekämpfen. Und die Erfahrung zeigt dass Wut immer gewinnt. Traurigkeit ist mit Sport übrigens nicht beizukommen.

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Kommentar von moonchild1972
10.11.2015, 05:11

Lasst mich bitte mit den Seelenklempnern in Ruhe (Psychotherapeuten). Mit diesen Kollegen hatte wirklich einiges im Leben zu tun gehabt. Oh man. Ist mir übel :-!

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