Wie gehe ich mit postoperativen Depressionen um?

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8 Antworten

Es ist Unsinn, daß man nach jeder OP in eine zeitnahe Depression verfällt. Vielleicht ist man geschwächt von einem Leiden vorher und dem massiven Eingriff samt Narkose und Medizin, aber immer depressiv? Laß Dich nicht unsicher machen, nur die wenigsten Frischoperierten fallen so ins schwarze Loch, daß es als echte Depression zu sehen ist.

Und wenn - dann wird sie vorübergehen, auch ohne Psychopharmaka, wie sie Dein Arzt Dir 'verspricht'. Jedes Psychopharmakon ist eine chemische Keule der ganz besonders (fiesen) Art. Meide sie, wo Du nur kannst.

Also die Aussage "bekommst du ganz bestimmt" von dem 'Freund' deckt sich sicher nicht mit der deines Arztes, der in etwa so formuliert hat "kann durchaus sein" - richtig?

Wenn sie wieder vorbeigehen, würde ich versuchen auf Medikamente zu verzichten - allerdings hängt es auf jeden Fall vom Ausmaß ab.

Ich hatte etwas Vergleichbares, auch Depressionen, wollte mich schon fast umbringen.

Meine Schwester war in dieser Zeit (fast) immer für mich da und ich schaffte es ohne Medikamente, mit viel Bewegung, autogenem Training und Ablenkung.

Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke! Du schaffst das schon - und vielleicht kommt es ja nicht so schlimm raus, wie prognostiziert... Alles Gute!

Hallo, ich bin letztes und vorletztes Jahr operiert worden ( vorletztes Jahr war ne grosse OP, war sogar auf der Wachstation ) und ich hatte bei keinen OPs ne postoperative Depression. Ich glaube es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, denk positiv, und warte bloß nicht auf eine Depression, dann kommt sie bestimmt. Ich frage mich wie manche nur so einen Mist erzählen können, man hat eh schon Angst vor der OP un dann noch so was.

Was für eine Operation soll das sein? Ich glaube nicht, dass nach JEDER OP eine postoperative Depression eintritt. Ich kann mir vorstellen, dass die Gefahr groß ist, wenn an Hormondrüsen operiert wird oder wenn eine Amputation durchgeführt wird, so dass das mit einem Verlusterlebnis verbunden ist. Man müßte genau wissen, wie hier die Sachlage ist, um etwas raten zu können.

...oder die Entfernung der Gebärmutter...

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Es wir dir bestimmt ein Trost sein, dass diese Depressionen nach schweren OPs normal sind, denn dann ist es leichter sie zu akzeptieren und einfach abzuwarten, bis sie vorbei sind. Ich weiß nicht welche OP du haben wirst, aber normalerweise reagiert die Seele nach schweren Eingriffen, genauso wie der Körper. So "begreift" die Seele erst nach einigen Tagen, dass jemand in dir rumgeschnitten hat, und diese Erkenntnis kann sehr schwer sein und sich sogar auf den Körper ausschlagen. Versuche dich an positiven Dingen festzuhalten, deiner Familie, Erinnerungen und auch Gegenstände, mit denen du positive Dinge verbindest (zB Fotos). Versuche auch, dich wieder zu vereinheitlichen, denn vielleicht wirst du dich "benutzt","missbraucht" (da aufgeschnitten von Fremden) fühlen. Meditation, in sich gehen, progressive Muskelentspannung, Biofeedbacktherapien etc. haben mir da geholfen. Bei mir haben diese Depressionen eine Woche gedauert, aber da muss man durch, das ist eben normal. Der Glaube an sich und positives Denken helfen ungemein, Schlafmittelchen und andere beruhigende Medikamente aber auch! Viel Glück bei der OP! Du wirst es schon schaffen!

sag dir immer wieder dass die operation ein wichtiger schritt für deine genesung ist. denk immer daran dass dein körper unglaubliche selbstheilende mechanismen hat und er wird bestimmt gegen die folgen der operation kämpfen, aber du musst ihn mit deiner psyche unterstützen: positiv denken! dann kommen die depressionen vielleicht erst gar nicht. viel erfolg!

Allgemein hilf .. Bewegung draußen, Sonne und einfach akzepieren was ist. Wobei ich denke, das meißt die anderen Probleme damit haben, wenn man mal nicht so nett ist, wie sonst. Letztendlich gehts auch wieder weg oder es kommt erst garnicht.

Schau mal unter Durchgangssyndrom bei Google nach, das findest Du alles, was Du wissen willst.

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