Wie gehe ich mit Magersucht und Selbstwertigkeitskomplexen um?

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6 Antworten

Liebe PrincessAC!

Für Dich spricht, dass Du Dein Problem ganz klar und deutlich ebschrieben hast. Du hast also den ersten Schritt gemacht! Jetzt darfst Du Deinen Weg Schritt um Schritt weiter gehen.

Professionelle Hilfe ist angebracht und bitte kümmere Dich gleich am Montag darum! Hast Du da einen Ansprechpartner? Bitte schiebe es nicht auf, denn es findet sich immer einen GRund, es gerade heute nicht zu tun.

Ich musste mich lange Zeit sehr mit gesunder Nahrung auseinandersetzen und stand ebenfalls kurz vor einer Essstörung. Heute habe ich wieder ein gesundes Gewicht und Frieden mit meinem Körper. Es ist also möglich.

Du nimmst dieses Thema an- um dir zu helfen. Um dein Leben zu führen. Und nicht das Deiner Eltern! Kümmere Dich im Dich und tu es für Dich!

Gehe jeden Abend mit dem Gedanken ins Bett: Es ist schön, dass es mich gibt!

Schreibe eine Liste mit Deinen Talenten, Gaben und Fähigkeiten. Höre nicht unter 100 auf!

Diese Liste kann lange Zeit in Anspruch nehmen. Es geht nicht darum, wo du gut bist! Mozart sagte selbst: Über 90% sind Üben. Der Rest Talent!

Stell Dir Dein Essverhalten einmal kurz als Person vor. Dann schnapp sie dir und setze sie 1x wöchentlich in einen gemütlichen Sessel und lass sie sich ausruhen. Auch von Dir. Erinnere Dich den ganzen Tag lang daran. Und esse dann im Sinne eines Lustprinzipes. Maoam, Schokolade, Pizza, Pommes, Miclhreis- such Dir irgendwas aus. Wenn Du nichts mehr weisst, erinnere dich daran, was du als kleines Mädchen gerne gegessen hast. Kartoffelbrei? Nudeln? Und esse es. Du brauchst nicht zu übertreiben. Es geht nur um den Genuß!

Alles Gute!

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Kommentar von PrincessAC
25.09.2016, 13:46

Dankeschön! Dass hört sich nach einer guten Idee an!

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Schau dich mal auf dieser Seite um: http://www.bzga-essstoerungen.de/betroffene/betroffene0/

Da findest du auch Telefonnummern und Adressen, an die du dich wenden kannst.

Es ist gut, dass du gemerkt hast und einsiehst, dass mit dir etwas nicht stimmt. Unter der Voraussetzung ist Hilfe möglich!

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Hey,

ich hatte ähnliche 'Beschwerden' und habe nach langer Zeit nun endlich wieder ein halbwegs normales Leben.

Zunächst zu mir: Dass ich gerne Sport gemacht habe und mich extrem gesung ernährt habe weiß ich. Ich tat das seit der 5. Klasse (bin jetzt in der 11.). Irgendwann artete das Ganze aber aus und ich fing an, immer nach dem Essen Sport zu treiben und meine Kalorien zu zählen. Eine Weile ging das gut, da ich schon immer sehr dünn war, hatte es auch keiner so schnell bemerkt. Ich zog das bis zur 7. Klasse durch, danach wurde es immer schlimmer, bis ich Ende der 8. Klasse plötzlich nicht mehr konnte. Ich rutschte in eine Depression und war, was meinen Körper anging, ausgelaugt. Ich hatte einen BMI von 12.1, und da sprachen erstmals meine Eltern mit mir darüber. Es war schwierig für mich, einzusehen, dass ich essgestört war und dazu noch eine Sportsucht hatte. Ein halbes Jahr brauchte ich dazu. In diesem halben Jahr trieb ich natürlich noch weiterhin extrem viel Sport und aß fast garnichts mehr. Man hat da ja so eine 'Tricks', beispielsweise gab ich mein Schulbrot immer dem Hund oder ich joggte bis zum Abend und als ich dann nachhause kam, sagte ich, ich hätte unterwegs mir was zu essen gekauft. Doch irgendwann war mein Körper am Ende und ich klappte zusammen und wurde in eine Klinik gebracht. Als sich dann mein Zustand stabilisiert hatte, wurde ich in eine Spezialklinik für Magersucht überwiesen und begann dort eine Therapie. Zunächst war ich sehr traurig, weil ich soviel Schulstoff verpasste und ich mich immer unter Druck setzte, dass ich auch ja immer die beste Note aus der Klasse hatte uns so weiter. Aber nachdem ich dort eine Zeit lang war, ging es mir besser. Ich hatte zugenommen und in meinem Kopf war ich endlich soweit, dass ich das nicht weiter beachtete. Die Therapeuten sagten mir immer, dass 15% aller Magersüchtigen sterben! Und mit jedem weiterem Jahr, das man Magersüchtig ist, sich das Risiko erhöht, eine unter diesen zu sein. Man kann eine Zeit lang so leben, wie ich es getan habe (kaum was essen und viel Sport) aber irgendwann hat das ein Ende, dass mit höchster Warscheinlichkeit nicht gut ist. Mit dem Hungern und dem extremen Sport zieht man sich massive Organschäden zu. Diese 'Informationen' haben mich wieder zum Verstand gerufen. Als ich in die 10. Klasse kam hatte sich mein Zustand stabilisiert. Ich muss jetzt jedes 1/4 Jahr zu meiner Therapeutin, das ist aber nur Vorsorge, da die Rückfallgefahr sehr groß ist. 

Ich finde es sehr stark von dir, dass du dein Problem erkannt hast und dir eingestehst, dass etwas nicht normal ist. Allein dieser Schritt hat bei mir Ewigkeiten gedauert. Außerdem finde ich es Wahnsinn, dass du dir von selbst aus professionelle Hilfe holen willst, das hätte ich in dieser Situation nie gekonnt, daher mein größter Respekt. 

Mein Tipp wäre, dass du dir überlegst, was du lieber willst: Leben oder sterben. Das musste ich auch tun und in meiner schlimmsten Phase hätte ich mich sogar lieber für das Zweite entschieden. Sei klug und lass es nicht so weit kommen wie ich es getan habe.

Mein zweiter Tipp wäre, dass du einfach mal einen Termin zu einem lockeren Gespräch bei einem Psychiologen machst. Aber sowas in der Art hast du ja schon vor, von daher kann ich nur sagen, dass das der richtige Weg ist.

Ich wünsche dir gute Besserung. Sei stark und glaube an dich, du schaffst das. Nach dem, was du geschrieben hast, bin ich auch sehr zuversichtlich. Und was die Geschichte mit den Jungen angeht...ich habe vor einem Jahr meinen ersten Freund gefunden, der er auch immernoch ist. Denn als ich nicht mehr magersüchtig war, kam meine Persönlichkeit viel mehr hervor und das ist das, was Jungs wollen, außerdem habe ich jetzt wieder etwas Oberweite xD. Wenn du wieder gesund bist, wirst du mit Sicherheit einen Freund finden. Und durch die Therapie habe ich auch gelernt, mit Komplimenten umzugehen und mich nicht dauerhaft unter Druck zu setzen. Mein Leben ist jetzt auf jedem Fall gelassener, wobei ich meine schulischen Leistungen beibehalten habe. Du wirst das auch schaffen.

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Kommentar von PrincessAC
24.09.2016, 19:53

Vielen Dank für deine Antwort! Das mit dem Psychologen werde ich auf jeden Fall machen! Ich hoffe, dass sich alles irgendwie hinbiegt... Dir auch alles Gute! 

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Ja, geh zu einem therapeuten, allein kommst du da nicht raus. Das ist zwangsverhalten.

Gute besserung

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Den besten Ratschlag, den man dir geben kann hast du dir selbst schon gegeben. Du suchst dir professionelle Hilfe!

Eine Magersucht ist leider nichts, was man auf die schnell über das Internet heilen kann.

Man könnte dir jetzt schreiben:" Mädel iss doch einfach!".

Aber ich denke,dass du selbst weiß, dass das nicht so einfach geht.

Gehe Montag zu deinem Hausarzt und lasse dich beraten.

Was eventuell noch hilfreich seien könnte, wäre der Besuch bei einer Ernährungsberatung, solange du noch keinen Platz für eine Therapie hast. Das dauert manchmal echt lange. 

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Liebe Prinzessin!

Ich freue mich sehr, dass ich dir eine hilfreiche Antwort geben konnte! Noch mehr würde ich mich freuen, wenn Du es umsetzt und dann vielleicht auch mal berichtest!

Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen persönlichen Heilungsweg! Geh und entdecke Deine Potentiale!

Denk dran, es geht immer nur úm das Heute. Wenn Du es heute geschafft hast, ist es gut!

LG Belladonna!

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