Wie gehe ich mit der immer schlimmer werdenden Demenz meiner Uroma um?

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10 Antworten

Zeig ihr, dass du sie nicht nur liebst, wenn sie funktioniert (z. B. kochen kann). Worte werden ihr bald nicht mehr viel bedeuten, aber ein Streicheln, ein Händchenhalten, eine Umarmung tut immer noch gut. Stell dir vor, deine Uroma wäre ein Baby. Wie würdest du mit dem Kleinkind umgehen? Freundlich, zärtlich, helfend.

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Kommentar von vorbis
30.08.2012, 11:35

Das tu ich ja sowieso. Ich drück sie immer und nehm sie in den Arm oder massier ihr die Schultern, das hat sie gern.

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viele demenzkranke wären gar nicht so vergesslich; wenn sie mehr trinken würden...es gab früher, als man davon noch nicht so ahnung hatte , menschen die in die psychathrie eingeliefert worden, sind mit psychopharmaka vollgestopft worden sind, bis man herausfand das es an den nieren liegt...da sie eben zu wenig getrunken hatten!! motiviere deine oma zum trinken und mach mit ihr gedächtnisspiele wie memory oder kreuzworträtsel!! UND damit sie nicht meint sie dürfe jetzt nichts mehr kochen, würde ich vorschlagen das ihr sie fragt ob sie euch vielleicht ein-zweimal bekocht in der woche oder kuchen bäckt, weil das essen oder der kuchen nur von ihr soo gut ist ...und mit ihr zusammenkochen oder backen...und ihr das gefühl geben das sie wichtig ist!! ich würde ihr erklären, was passiert, wenn sie zu wenig trinkt, das sie dann immer vergesslicher wird--du sagst ja sie wird immer vergesslicher also ganz dement ist sie ja noch nicht!! wie gesagt man kann das eindämmen ..dazu braucht man zeit und geduld --vielleicht könnt ihr alle verwandten euch das aufteilen--das wäre schön für deine oma!! vielleicht schafft ihr es ; sie in eure familien miteinzubinden- damit sie nicht den ganzen tag alleine ist -und im haushalt mithelfen kann-soweit es ihr möglich ist!! auch wenn sie neunzig ist..... und wenn man sie um rat frägt wie es bei ihr war als sie jung war--irgendwas gibts immer um ihr zu zeigen das sie wichtig ist!! wünsch euch alles gute LG

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Ich kann es nur bedingt nachvollziehen, da ich meine Großeltern und deren Eltern nicht mal kenne, da alle schon vor meiner Geburt verstorben sind, aber ich hatte im Familienkreis eine ähnliche Situation:

Mein Onkel litt an Alzheimer. Das ganze ging sehr schnell vorwärts und so richtig schlecht gings ihm eben auch, wenn er das selbst gemerkt hat. Also er wusste, dass er sich an diverse Dinge erinnern müsste, es aber eben einfach nicht kann. Da wurde er auch manchmal richtig wütend und konnte niemand so richtig die Schuld dafür geben. Sehr ärgerlich. Wenn man Letztendlich verstarb er an dieser Krankheit, ist aber relativ friedlich eingeschlafen.

Wenn sie sich wiederholt macht es sinn so zu tun, als würde man es das erste Mal hören. Würde man sie behelligen, wäre sie vermutlich etwas wütend auf sich selbst. So war es zumindest bei meinem Onkel.

Wenn jemand zum Entschluss kommt, dass die Welt ohne ihn besser dran wäre, liegt er immer daneben. Zumindest wenn man eine Familie wie euch hat. Auch wenn sie denkt, dass sie Ballast sei, muss man dies ständig verneinen. Sie bedeutet euch sehr viel und ich denke, dass es gut tut, wenn man ihr es öfters sagt.

Den Tod kann man leider nicht aufhalten. Letztendlich ist er ja Bestandteil des Lebens, aber wenn deine Uroma gut gelebt hat und das stolze 90 Jahre lang, dann sollte der Abschied etwas leichter fallen. Nutzt noch die Zeit, auch wenn sie nicht immer einfach ist. Trauern werdet ihr so und so, aber einfacher ist es, wenn man weiß nichts bereuen zu müssen.

Gruß

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Kommentar von Lynx77
30.08.2012, 11:33

Einmal "Wenn man" im zweiten Absatz bitte streichen. Keine Ahnung, was ich da schreiben wollte^^

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Hallo vorbis, Ich bekomme im Moment ähnliches mit, bei meiner Uroma (87, ebenfalls dement). Meine Oma (ihre Tochter) ist vor 1 Monat an Eierstockkrebs gestorben. Jetzt äußert sie auch ständig Andeutungen, dass sie nicht mehr leben will...

Sie wiederholt sich auch oft und es passieren Dinge, wie z.B. dass sie Lebensmittel bunkert und dann nach dem Einkaufen (was meine Mum übernimmt) 8 Packungen von irgendwas daheim hat.

Meine Uroma hat ebenfalls die Verkalkungen im Gehirn und hatte bereits 4 leichte Schlaganfälle im Zeitraum von ca. 10 Jahren.

Wichtig ist: Sie ernst zu nehmen, ihr das Gefühl zu geben, dass du sie verstehst, dass du für sie da bist, wenn du bei ihr bist. Mit ihr reden, als wüsstest du nichts von ihrer Demenz. Das macht in dieser Form "kranke" Menschen oft glücklich. Das fällt am Anfang relativ schwer, aber man kann sich daran gewöhnen. Es wird aber Zeit brauchen.

Liebe Grüße und viel Kraft und Glück im Umgang mit deiner Uroma Momo1212

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Ich kenne das von meiner Oma. Wenn sie sich wiederholt, tu einfach so, als hörtest du es das erste Mal. Man hilft Demenzkranken nicht, indem man ihnen immer wieder vorhält, wie krank sie sind. Also "spiele" einfach mit.

Das was du beschreibst ist haargenau das gleiche, was ich zur Zeit durchlebe. =( Aber versuche, etwas lockerer zu sein. Ältere Menschen bekommt man oft mit Humor wieder rum =) Wenn sie zB über den Herd redet, sag: "Mensch, Oma, genieße doch den Luxus! Mutti bekocht dich! Besser kann man es doch gar nicht haben. Ist, wie im Hotel!" Oder sowas in der Art.

Am besten steigt man auf die depressive Stimmung gar nicht erst ein, das verschlimmert nur noch alles.

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Ich finde es sehr lieb von Dir, das Du Dir solche Sorgen machst und Dich um Deine Großmutter kümmerst. Lies mal nach: Validation. Kannst auch bei meinen Tipps schauen. Das ist wichtig. Du könnest das Geld auch annehmen und die Freude mit ihr teilen und machst eine Spardose daheim, aus der Du Deiner Oma dann mal was Schönes mitbringst, was sie mag. Sei gut zu ihr und nimm sie so an wie sie ist. Geh in ihren Schuhen..... Korrigiere sie nicht, lass ihr ihre Welt! Gefühle sterben nicht. Für sie ist es sicher schon wunderbar, das es Dich gibt, das Du sie besuchst, sie ernst nimmst, da bist! Alles Gute! Bei Fragen gern per Mial. LG aus HH

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Ich weiß nur, es gibt Abschaltautomatiken für den Herd. Damit könnte sie doch noch eine Weile selbständig leben.

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Mit 90 darf man Dement werden! Bei manchen/vielen fängts schon mit 70 an! Sie Entwickeln sich zurück manche werden wieder wie Kinder. Erzählen viel was nicht stimmt. Viele machen in die Hose oder sogar mitten ins Zimmer! Arbeite im Altersheim und viele spielen am Tisch mit Puppen wie ein Kleinkind machen Kinderpuzzle. ... Lies mal unter Demenz nach bei Wikipedia!

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du kannst lernen es so zu nehmen wie es ist, ändern kannst du es nicht

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Kommentar von harlinsche
02.09.2012, 21:11

das macht Sinn

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Es gibt etliche Internetforen, wo dir wirklich und qualifiziert geholfen weden kann

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